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Mittwoch, 20. Mai 2026

Der Verlorene der Todeswelt

Tony Ballard 90

Der Verlorene der Todeswelt

von A.F Morland (Friedrich Tenkrat)

Nachdem Tony das Dimensionstor passiert hat (siehe Band 89) kommt er in einer Wüstenregion heraus, wo er von einem Skelett angegriffen wird.

Er vermutet zunächst, erneut in einer anderen Welt gelandet zu sein, doch dann wird er von Eingeborenen gefangen genommen, die ihn für einen Mitarbeiter des verrückten Wissenschaftlers Mortimer Kull halten.

Dieser hat in der australischen Wüste Experimente mit einer krakenähnlichen Kreatur der sogenannten Todeswelt gemacht...

...die sich nach einer monströsen Entwicklung Opfer unter den Eingeborenen holt, welche dann zu untoten Skeletten werden.

Ballard wird von Noel Bannister befreit, der Kull auf der Spur war, und es gelingt ihnen, bis zu diesem vorzudringen, die Kreatur zu töten und Kull sogar gefangen zu nehmen.

Allerdings ist dieser, nachdem er von seiner eigenen Waffe beschossen wurde, mit der er Atax Magie künstlich erzeugen kann, zu einem Mensch - Dämon mutiert und kann sich schließlich befreien.

  • Erschienen am 28. Februar 1986

Nach dem erst wenige Bände zuvor erschienenen Zweiteiler um Professor Kull gibt es hier bereits ein Wiedersehen mit ihm, und darüber hinaus eine Entwicklung dieser Figur, mit der man angesichts dieses “Falles der Woche” nicht gerechnet hätte.

Doch auch wenn die Transformation eine durchaus logische und konsequente Weiterentwicklung der Figur darstellt, so fragt man sich bereits zu Anfang, wie es Kull überhaupt gelingen konnte, die Magie des Dämons Atax mittels eines Computers und ein paar Magnetbändern künstlich zu erzeugen.

Da Morland das aber offenbar selbst nicht so genau weiß, verzichtet er hier auf eine Erklärung. Man erfährt als Leser nur, dass Kull das halt irgendwie gelungen ist und darf miterleben, wie er sich mittels dieser Magie in eine “Kopie von Atax” verwandelt, was diesem natürlich gar nicht gefällt.

Atax Überlegungen, wie er nun mit dieser Situation umgehen soll, nachdem er mit Kull eigentlich andere Pläne hatte und Kulls nun aufgegangener Plan, sich von diesem zu lösen, dem die unbeabsichtigte Verwandlung sehr entgegen kommt, das ist dann wieder interessant zu lesen und man ist als Leser gespannt, wie sich das weiter entwickelt.

Das Monster der Woche, in diesem Fall die Krakenkreatur aus der Todeswelt (ein nicht wirklich origineller Name für eine weitere Dimension, die wohl keine Rolle mehr spielen wir) dient hier abgesehen von den Dingen, die durch sie ausgelöst werden im Grunde nur dazu, ein paar Seiten zu füllen.

Warum dieses Wesen sich vermehren kann, indem es seine Opfer infiziert und gleichzeitig untote Skelette hinterlässt, wenn es sie verzehrt, das fragt man besser nicht, es ist halt so. Ebenso, wie man als Leser bereits ahnt, dass für Kreaturen mit bestimmten Ausmaßen am Ende immer der Dämonendiskus herhalten muss.

Dass Ballard bei seiner Rückkehr ausgerechnet in der Nähe der Wüstenstation seines Erzgegners herauskommt, der hier genau zu diesem Zeitpunkt Experimente durchführt, und dass er dann wieder im richtigen Moment von Bannister gerettet wird, auch darüber sollte man in dieser Serie nicht groß nachdenken.

Dennoch ist das wieder ein durchaus spannender, nicht immer vorhersehbarer Roman, der mit einer überraschenden Wendung aufwarten und somit trotz einiger Ungereimtheiten insgesamt ganz gut unterhalten kann.

© by Stefan Robijn

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