Tony Ballard 90
Der Verlorene der Todeswelt
von A.F Morland
(Friedrich Tenkrat)
Nachdem
Tony das Dimensionstor passiert hat (siehe Band 89) kommt er in einer
Wüstenregion heraus, wo er von einem Skelett angegriffen wird.
Er vermutet zunächst, erneut in einer anderen Welt gelandet zu sein, doch dann wird er von Eingeborenen gefangen genommen, die ihn für einen Mitarbeiter des verrückten Wissenschaftlers Mortimer Kull halten.
Dieser hat in der australischen Wüste Experimente mit einer krakenähnlichen Kreatur der sogenannten Todeswelt gemacht...
...die sich nach einer monströsen Entwicklung Opfer
unter den Eingeborenen holt, welche dann zu untoten Skeletten werden.
Ballard
wird von Noel Bannister befreit, der Kull auf der Spur war, und es gelingt
ihnen, bis zu diesem vorzudringen, die Kreatur zu töten und Kull sogar gefangen
zu nehmen.
Allerdings
ist dieser, nachdem er von seiner eigenen Waffe beschossen wurde, mit der er
Atax Magie künstlich erzeugen kann, zu einem Mensch - Dämon mutiert und kann
sich schließlich befreien.
- Erschienen
am 28. Februar 1986
Nach dem erst wenige Bände zuvor erschienenen Zweiteiler
um Professor Kull gibt es hier bereits ein Wiedersehen mit ihm, und darüber
hinaus eine Entwicklung dieser Figur, mit der man angesichts dieses “Falles der
Woche” nicht gerechnet hätte.
Doch auch wenn die Transformation eine durchaus logische
und konsequente Weiterentwicklung der Figur darstellt, so fragt man sich
bereits zu Anfang, wie es Kull überhaupt gelingen konnte, die Magie des Dämons
Atax mittels eines Computers und ein paar Magnetbändern künstlich zu erzeugen.
Da Morland das aber offenbar selbst nicht so genau weiß,
verzichtet er hier auf eine Erklärung. Man erfährt als Leser nur, dass Kull das
halt irgendwie gelungen ist und darf miterleben, wie er sich mittels dieser
Magie in eine “Kopie von Atax” verwandelt, was diesem natürlich gar nicht
gefällt.
Atax Überlegungen, wie er nun mit dieser Situation
umgehen soll, nachdem er mit Kull eigentlich andere Pläne hatte und Kulls nun
aufgegangener Plan, sich von diesem zu lösen, dem die unbeabsichtigte
Verwandlung sehr entgegen kommt, das ist dann wieder interessant zu lesen und
man ist als Leser gespannt, wie sich das weiter entwickelt.
Das Monster der Woche, in diesem Fall die Krakenkreatur
aus der Todeswelt (ein nicht wirklich origineller Name für eine weitere
Dimension, die wohl keine Rolle mehr spielen wir) dient hier abgesehen von den
Dingen, die durch sie ausgelöst werden im Grunde nur dazu, ein paar Seiten zu
füllen.
Warum dieses Wesen sich vermehren kann, indem es seine
Opfer infiziert und gleichzeitig untote Skelette hinterlässt, wenn es sie
verzehrt, das fragt man besser nicht, es ist halt so. Ebenso, wie man als Leser
bereits ahnt, dass für Kreaturen mit bestimmten Ausmaßen am Ende immer der
Dämonendiskus herhalten muss.
Dass Ballard bei seiner Rückkehr ausgerechnet in der Nähe
der Wüstenstation seines Erzgegners herauskommt, der hier genau zu diesem
Zeitpunkt Experimente durchführt, und dass er dann wieder im richtigen Moment
von Bannister gerettet wird, auch darüber sollte man in dieser Serie nicht groß
nachdenken.
Dennoch ist das wieder ein durchaus spannender, nicht
immer vorhersehbarer Roman, der mit einer überraschenden Wendung aufwarten und
somit trotz einiger Ungereimtheiten insgesamt ganz gut unterhalten kann.
© by Stefan Robijn

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