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Dienstag, 19. Mai 2026

Roman: Höllenfront 1

Höllenfront 1

von Andrey Varga

Das deutsche Flak-Bataillon "Donau" unter dem Kommando von Major Albert Metzger befindet sich als Teil der Wehrmacht an der Ostfront auf dem Weg zu einem Dorf mit Namen Karatschew, wo sie Stellung beziehen sollen.

An seiner Seite agiert dabei Leutnant Wiedenfeld, den Metzger allerdings sicherlich nicht als einen Freund betrachten dürfte. Denn Wiedenfeld ist ein kaltschnäuziger Karrierist und liebt es, selbst die eigenen Soldaten zu schikanieren, wo es nur geht.

Doch schon beim Vormarsch im Oktober 1941 in der Ukraine scheint der sowjetische Gegner nicht die einzige Gefahr zu sein, auf das die Männer des Bataillons treffen.

Denn immer wieder verschwinden Soldaten plötzlich. Was jedoch zuerst vielleicht wie Fahnenflucht wirken könnte, entpuppt sich schnell als falsche Annahme, als man die grausam verstümmelten Leichen der Verschwundenen vorfindet.

Es wirkt geradezu, als habe eine blutgierige Bestie, ähnlich einem Bären die Soldaten ausgeblutet und teilweise in Stücke gerissen. Nur das eben ein Bär sich sicherlich nicht so versteckt und so hinterlistig verhalten würde, wenn ein potentielles Opfer quasi ohne äußere Hilfe ihm vor die Zähne kommt.

Die Vorfälle aber zu untersuchen bleibt auch keine Zeit, denn immer wieder muss man sich einzelnen Angriffen der Roten Armee erwehren, aber auch den Stellungsbefehl in Karatschew umsetzen.

Endlich dort angekommen, trifft man allerdings kaum auf Widerstand. Denn bis auf den alten Jegor Stas, der die Soldaten der Wehrmacht scheinbar sogar willkommen heißt, lebt niemand mehr in dem Dorf. Und so war es alleine Stas, der vor kurzem daran gegangen ist, die vielen Leichen der Dorfbewohner zu begraben.

Doch auch hier scheint die Bestie wieder heimlich in der Dunkelheit zuzuschlagen. Ja, einmal konnte man diese Kreatur auch kurz im Glocketurm der Kirche schattenhaft sehen, ohne sie jedoch kurz darauf ausfindig machen zu können.

Doch dann macht Leutnant Wiedenfeld einen fatalen Fehler, was die gesamten Treibstoffvorräte des Bataillons kostet.

Nun sitzen Major Metzger und seine Männer wirklich in der Falle. Denn die Rote Armee holt zum großen Gegenschlag gegen die Stellung in Karatschew aus. Und dann scheint es noch eine tödliche Gefahr im Dorf zu geben, welche keinen Unterschied macht, wenn es ums töten geht.

Am Ende ist es nur noch Major Albert Metzler, welcher sich einer Kreatur gegenüber sieht, die man als Vampir bezeichnen kann und die in den Soldaten beider Seiten dieses Krieges nur blutige Nahrung sieht. Kann es ihm gelingen. diese Bestie aus der Hölle trotzdem noch zu besiegen?   

  • Höllenfront 1
  • Autor: Andrey Varga
  • ISBN: 979-3-9640-3724-4
  • Taschenbuch ca. 135 Seiten
  • Herausgeber: EK-2 Publishing

„Er ist alt. Sehr alt und sehr hungrig. Die Nacht verbessert sein Sehvermögen, er sieht alles um sich herum ganz deutlich. Er steht eine Weile im Glockenturm und beobachtet, was um ihn herum geschieht. Er beobachtet die deutschen Stellungen mit den Augen eines Hais.“ (Höllenfront 1/Seite 66)

 Nun, aufmerksam wurde ich auf dieses Buch, von dem es auch einen zweiten Teil gibt - der aber wie dieser hier in sich abgeschlossen gelesen werden kann - durch einen User im Festa Forum. Dabei handelt es sich hier um eine Mischung von früheren „LANDSER“-Romanen in Verbindung mit gruseligen Elementen.

Insgesamt sollte man also solche Geschichten schon irgendwie mögen, zumal EK-2 Publishing eh nur Romane mit militärischem Einschlag vertreibt, welche aber auch eben inhaltlich Ausflüge in die Bereiche Horror oder Science Fiction aufweisen können.

Und hier folgen wir dabei einem Major der Wehrmacht im Oktober 1941 im Russlandfeldzug durch die Ukraine bis in das kleine Dorf Karatschew, welches bis auf einen einzelnen alten Mann völlig verlassen ist.

Doch er und seine Männer vom Flak-Bataillion "Donau" sehen sich bald nicht nur größeren Angriffen der Roten Armee und ihren T-34 Kampfpanzern gegenüber, sondern auch einer Kreatur, die keinen Unterschied macht, wenn es um Blut und Fleisch als Nahrung geht.

Und ja, wir treffen hier im Dorf auf einen Vampir der üblen Sorte, der sich nicht nur vom Blut ernährt, sondern auch gleich Teile seiner Opfer mit verschlingt, während der einzige Überlebende im Dorf sogar sein Diener Jegor Stas ist.

Der Anteil an wirklich gruseligen Elementen hält sich innerhalb der Handlung allerdings zurück und kommt erst im ca. letzten Drittel der Handlung richtig zum Tragen. Eher lustig ist hierbei allerdings, dass dabei eine Handvoll seiner eigenen Exkremente offensichtlich Teil der Rettung für Major Metzger bedeutet.

Was ich dem Autor Andrej Varga hierbei allerdings hoch anrechne, ist der Umstand, dass hier weder mit Silberkugeln oder Holzpflöcken um sich geschlagen wird und niemand mit einem Kruzifix in der Luft herumwedelt, um den Vampir zu bekämpfen.

Denn die hier gebotene Darstellung eines Vampir wirkt schon von seiner Handlungsweise, als auch von der Art, wie er zu vernichten ist, recht gruselig. Und seine Opfer verwandeln sich ebenso nicht gleich selbst in Vampire (sondern wohl eher in blutiges Schaschlik).

Major Metzger scheint hingegen am Ende auch zu sterben, was allerdings nicht so ganz richtig ist. Denn in dem Taschenbuch „HÖLLENFRONT 2 - DAS BUCH DER TOTEN“ hat er erneut seinen Auftritt, wo er dann von der SS und der Thule-Gesellschaft quasi erpresst wird, einen neuen Auftrag gegen die finsteren Mächte im Osten anzunehmen.

Wem solche Romane in Verbindung mit einer Menge Militaria aus dem Zweiten Weltkrieg also Spaß macht, der darf hier in Sachen Horror durchaus erneut zugreifen.

© by Konrad Wolfram

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