Höllenfront 1
von Andrey Varga
Das
deutsche Flak-Bataillon "Donau" unter dem Kommando von Major Albert
Metzger befindet sich als Teil der Wehrmacht an der Ostfront auf dem Weg zu
einem Dorf mit Namen Karatschew, wo sie Stellung beziehen sollen.
An
seiner Seite agiert dabei Leutnant Wiedenfeld, den Metzger allerdings
sicherlich nicht als einen Freund betrachten dürfte. Denn Wiedenfeld ist ein
kaltschnäuziger Karrierist und liebt es, selbst die eigenen Soldaten zu
schikanieren, wo es nur geht.
Doch schon beim Vormarsch im Oktober 1941 in der Ukraine scheint der sowjetische Gegner nicht die einzige Gefahr zu sein, auf das die Männer des Bataillons treffen.
Denn
immer wieder verschwinden Soldaten plötzlich. Was jedoch zuerst vielleicht wie
Fahnenflucht wirken könnte, entpuppt sich schnell als falsche Annahme, als man
die grausam verstümmelten Leichen der Verschwundenen vorfindet.
Es
wirkt geradezu, als habe eine blutgierige Bestie, ähnlich einem Bären die
Soldaten ausgeblutet und teilweise in Stücke gerissen. Nur das eben ein Bär
sich sicherlich nicht so versteckt und so hinterlistig verhalten würde, wenn
ein potentielles Opfer quasi ohne äußere Hilfe ihm vor die Zähne kommt.
Die
Vorfälle aber zu untersuchen bleibt auch keine Zeit, denn immer wieder muss man
sich einzelnen Angriffen der Roten Armee erwehren, aber auch den
Stellungsbefehl in Karatschew umsetzen.
Endlich
dort angekommen, trifft man allerdings kaum auf Widerstand. Denn bis auf den
alten Jegor Stas, der die Soldaten der Wehrmacht scheinbar sogar willkommen
heißt, lebt niemand mehr in dem Dorf. Und so war es alleine Stas, der vor
kurzem daran gegangen ist, die vielen Leichen der Dorfbewohner zu begraben.
Doch
auch hier scheint die Bestie wieder heimlich in der Dunkelheit zuzuschlagen.
Ja, einmal konnte man diese Kreatur auch kurz im Glocketurm der Kirche
schattenhaft sehen, ohne sie jedoch kurz darauf ausfindig machen zu können.
Doch
dann macht Leutnant Wiedenfeld einen fatalen Fehler, was die gesamten
Treibstoffvorräte des Bataillons kostet.
Nun
sitzen Major Metzger und seine Männer wirklich in der Falle. Denn die Rote
Armee holt zum großen Gegenschlag gegen die Stellung in Karatschew aus. Und
dann scheint es noch eine tödliche Gefahr im Dorf zu geben, welche keinen
Unterschied macht, wenn es ums töten geht.
Am
Ende ist es nur noch Major Albert Metzler, welcher sich einer Kreatur gegenüber
sieht, die man als Vampir bezeichnen kann und die in den Soldaten beider Seiten
dieses Krieges nur blutige Nahrung sieht. Kann es ihm gelingen. diese Bestie
aus der Hölle trotzdem noch zu besiegen?
- Höllenfront 1
- Autor: Andrey Varga
- ISBN: 979-3-9640-3724-4
- Taschenbuch ca. 135 Seiten
-
Herausgeber:
EK-2 Publishing
„Er ist alt. Sehr alt und sehr hungrig. Die Nacht verbessert sein Sehvermögen, er sieht alles um sich herum ganz deutlich. Er steht eine Weile im Glockenturm und beobachtet, was um ihn herum geschieht. Er beobachtet die deutschen Stellungen mit den Augen eines Hais.“ (Höllenfront 1/Seite 66)
Nun, aufmerksam wurde ich auf dieses Buch, von dem es
auch einen zweiten Teil gibt - der aber wie dieser hier in sich abgeschlossen
gelesen werden kann - durch einen User im Festa Forum. Dabei handelt es sich
hier um eine Mischung von früheren „LANDSER“-Romanen in Verbindung mit
gruseligen Elementen.
Insgesamt sollte man also solche Geschichten schon
irgendwie mögen, zumal EK-2 Publishing eh nur Romane mit militärischem
Einschlag vertreibt, welche aber auch eben inhaltlich Ausflüge in die Bereiche
Horror oder Science Fiction aufweisen können.
Und hier folgen wir dabei einem Major der Wehrmacht im
Oktober 1941 im Russlandfeldzug durch die Ukraine bis in das kleine Dorf
Karatschew, welches bis auf einen einzelnen alten Mann völlig verlassen ist.
Doch er und seine Männer vom Flak-Bataillion
"Donau" sehen sich bald nicht nur größeren Angriffen der Roten Armee
und ihren T-34 Kampfpanzern gegenüber, sondern auch einer Kreatur, die keinen
Unterschied macht, wenn es um Blut und Fleisch als Nahrung geht.
Und ja, wir treffen hier im Dorf auf einen Vampir der
üblen Sorte, der sich nicht nur vom Blut ernährt, sondern auch gleich Teile
seiner Opfer mit verschlingt, während der einzige Überlebende im Dorf sogar
sein Diener Jegor Stas ist.
Der Anteil an wirklich gruseligen Elementen hält sich
innerhalb der Handlung allerdings zurück und kommt erst im ca. letzten Drittel
der Handlung richtig zum Tragen. Eher lustig ist hierbei allerdings, dass dabei
eine Handvoll seiner eigenen Exkremente offensichtlich Teil der Rettung für
Major Metzger bedeutet.
Was ich dem Autor Andrej Varga hierbei allerdings hoch
anrechne, ist der Umstand, dass hier weder mit Silberkugeln oder Holzpflöcken
um sich geschlagen wird und niemand mit einem Kruzifix in der Luft herumwedelt,
um den Vampir zu bekämpfen.
Denn die hier gebotene Darstellung eines Vampir wirkt
schon von seiner Handlungsweise, als auch von der Art, wie er zu vernichten
ist, recht gruselig. Und seine Opfer verwandeln sich ebenso nicht gleich selbst
in Vampire (sondern wohl eher in blutiges Schaschlik).
Major Metzger scheint hingegen am Ende auch zu sterben,
was allerdings nicht so ganz richtig ist. Denn in dem Taschenbuch „HÖLLENFRONT
2 - DAS BUCH DER TOTEN“ hat er erneut seinen Auftritt, wo er dann von der SS
und der Thule-Gesellschaft quasi erpresst wird, einen neuen Auftrag gegen die
finsteren Mächte im Osten anzunehmen.
Wem solche Romane in Verbindung mit einer Menge Militaria
aus dem Zweiten Weltkrieg also Spaß macht, der darf hier in Sachen Horror
durchaus erneut zugreifen.
© by Konrad Wolfram

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