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Sonntag, 10. Mai 2026

Der grüne Henker (Teil 2)

Tony Ballard 89

Der gründe Henker (Teil 2)

von A.F Morland (Friedrich Tenkrat)

Ballard gelingt es, den Feuerteufel, dem Denise am Ende des ersten Teils geopfert wurde, mit dem Diskus zu vernichten.

Als die Hexen anschließend von den Käfermännern angegriffen werden, nutzt er die Gelegenheit, mit den verbliebenen zwei Gefährten zu fliehen. Sie müssen nach wie vor den Berg der Kristallschmetterlinge erreichen, um Thargo zu besiegen.

Diesem steht Ballard schließlich allein gegenüber und droht im Kampf gegen ihn zu unterliegen...

...doch dann bekommt er Hilfe von Ruana, deren Leben er zuvor rettete, und es gelingt ihm, den Berg zu erreichen und Thargo in die Flucht zu schlagen.

Über ein Dimensionstor gelangt er wieder in seine Welt.

  • Erschienen am 14. Februar 1986

Auch dieser zweite Teil des Doppelbandes wird, wie man es von den Fantasy - Romanen des Autors kennt, von Kämpfen gegen diverse Kreaturen beherrscht, denen die Gefährten auf dem Weg zu Thargo begegnen. Dabei bekommt man es zunächst wieder ermüdend häufig mit Käfermännern zu tun und anschließend noch mit Zombies und Nebelvampiren.

Hier hätte sich ein Bezug zu Boram bzw. dessen Herkunft angeboten, allerdings wird schnell klar, dass die Helden die noch immer namenlose Welt nach diesem Abenteuer wohl nie wieder betreten werden, ein Umstand über den man nicht nur angesichts der bereits ausreichenden Welten dankbar sein darf.

Besonders viel eingefallen ist dem Autor nämlich nicht, um diese Welt mit Leben zu füllen. Wie in einem Videospiel kämpft der Held sich durch irgendwelche Monsterhorden, bis er dann am Ende dem “Oberboss” gegenübersteht.

Hinzu kommt, dass die Hexen und Zombies, die hier auftauchen, so gar nicht in das Fantasy-Szenario passen, sondern eher dem Horror zuzuordnen sind und es sich bei dem “grüne Henker” um einen Alligator handelt, der nur dazu dient, die Handlung etwas zu strecken.

Zwar könnte man als positiven Aspekt die Tatsache nennen, dass es Ballard am Ende nicht gelingt, Thargo zu vernichten, dafür erscheint der Sieg gegen ihn jedoch nicht nur viel zu einfach, sondern ist auch vorhersehbar, da ihm bereits von Ruana erklärt wurde, was er tu tun hat: Den mysteriösen Berg erreichen, einen Kristallschmetterling fangen und zerbröseln und das war’s.

Unterm Strich ein mehr als enttäuschender Doppelband, dessen Stoff auch als Einzelband nicht hätte überzeugen können, da der Autor hier nur eine schlechte Wiederholung seiner früheren Fantasy - Abenteuer bringt, wobei es hier nicht einmal einen winzigen Bezug zum serienübergreifenden Geschehen gibt.

© by Stefan Robijn

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