Tony Ballard 89
Der gründe Henker (Teil 2)
von A.F Morland
(Friedrich Tenkrat)
Ballard
gelingt es, den Feuerteufel, dem Denise am Ende des ersten Teils geopfert
wurde, mit dem Diskus zu vernichten.
Als
die Hexen anschließend von den Käfermännern angegriffen werden, nutzt er die
Gelegenheit, mit den verbliebenen zwei Gefährten zu fliehen. Sie müssen nach
wie vor den Berg der Kristallschmetterlinge erreichen, um Thargo zu besiegen.
Diesem steht Ballard schließlich allein gegenüber und droht im Kampf gegen ihn zu unterliegen...
...doch dann bekommt er Hilfe von Ruana, deren Leben er zuvor rettete,
und es gelingt ihm, den Berg zu erreichen und Thargo in die Flucht zu schlagen.
Über
ein Dimensionstor gelangt er wieder in seine Welt.
- Erschienen
am 14. Februar 1986
Auch dieser zweite Teil des Doppelbandes wird, wie man es
von den Fantasy - Romanen des Autors kennt, von Kämpfen gegen diverse Kreaturen
beherrscht, denen die Gefährten auf dem Weg zu Thargo begegnen. Dabei bekommt
man es zunächst wieder ermüdend häufig mit Käfermännern zu tun und anschließend
noch mit Zombies und Nebelvampiren.
Hier hätte sich ein Bezug zu Boram bzw. dessen Herkunft
angeboten, allerdings wird schnell klar, dass die Helden die noch immer
namenlose Welt nach diesem Abenteuer wohl nie wieder betreten werden, ein
Umstand über den man nicht nur angesichts der bereits ausreichenden Welten
dankbar sein darf.
Besonders viel eingefallen ist dem Autor nämlich nicht,
um diese Welt mit Leben zu füllen. Wie in einem Videospiel kämpft der Held sich
durch irgendwelche Monsterhorden, bis er dann am Ende dem “Oberboss”
gegenübersteht.
Hinzu kommt, dass die Hexen und Zombies, die hier
auftauchen, so gar nicht in das Fantasy-Szenario passen, sondern eher dem
Horror zuzuordnen sind und es sich bei dem “grüne Henker” um einen Alligator
handelt, der nur dazu dient, die Handlung etwas zu strecken.
Zwar könnte man als positiven Aspekt die Tatsache nennen,
dass es Ballard am Ende nicht gelingt, Thargo zu vernichten, dafür erscheint
der Sieg gegen ihn jedoch nicht nur viel zu einfach, sondern ist auch
vorhersehbar, da ihm bereits von Ruana erklärt wurde, was er tu tun hat: Den
mysteriösen Berg erreichen, einen Kristallschmetterling fangen und zerbröseln
und das war’s.
Unterm Strich ein mehr als enttäuschender Doppelband,
dessen Stoff auch als Einzelband nicht hätte überzeugen können, da der Autor
hier nur eine schlechte Wiederholung seiner früheren Fantasy - Abenteuer
bringt, wobei es hier nicht einmal einen winzigen Bezug zum
serienübergreifenden Geschehen gibt.
© by Stefan Robijn

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