Professor Zamorra 13
Die Knochengrube
von Frank deLorca (Holger Friedrichs)
Professor
Zamorra ist zusammen mit seiner Sekretärin Nicole Duval auf den Weg zum Küstenstädtchen Arcachon an der Atlantikküste, wo
die Küstenwache einen mysteriösen Funkspruch aufgefangen hat.
Denn
nach Angaben des Kapitäns Joop Pravemann des niederländischen Frachters „Drachten“
ist das Schiff von einem Geisterschiff überfallen und gerammt worden, woraufhin
die „Drachten“ sank.
Bevor der Funkspruch abbrach, lieferte der Kapitän der „Drachten“ noch eine ziemlich genaue Beschreibung...
... eines hell erleuchteten Passagier-Ozeanriesen aus
dem 19. Jahrhundert, auf dessen Decks sich Knochengestalten tummelten.
Nachdem
sie in Arcachon angekommen sind, machen sich Professor Zamorra und Nicole Duval
auf den Weg zur Station der Küstenwache, wohin von Polizisten drei Bahren mit
den Körper von Toten getragen werden, die mit weißen Tüchern bedeckt sind.
Zamorra
wendet sich an Kommissar Armand Panassié, der sich ebenfalls im Stationsgebäude
aufhält, der sich schließlich bereit erklärt, dass sich der Professor die drei
Leichen ansehen kann. Einer der Toten ist Kapitärn Praveman, dem allerdings der
Kopf fehlt.
Während
Zamorra und Nicole von einem Polizisten aus dem Gebäude geführt wird, erzählt
ihm der Beamte, dass es sich bei dem Geisterschiff vermutlich um die „Estrella
Negra“ gehandelt hat.
Der
Polizist gibt Zamorra den Tipp, die mysteriöse Geschichte des Passagierdampfers
in der Gemeindebibliothek nachzulesen.
Dort
erfährt der Professor, dass die „Estrella Negra“ im Oktober 1899 während eines
Wettrennens mit anderen Passagierschiffen sank.
Kapitän
Raspani von der „Estrella Negra“ sandte noch einen Notruf aus, doch Kapitän
Cesar Saldana von der „Ovidio“ kam dem Schiff nicht zu Hilfe.
Raspani
gelang es danach noch, die Passagiere und die Besatzung in die Rettungsboote zu
verfrachten, bevor die „Estrella Negra“ mit ihm zusammen sank.
Vor
seinem Tod soll Kapitän Raspani Saldana und
seine sämtlichen Nachkommen per Funk verflucht haben.
Professor Zamorra beschließt nach dem Wrack der „Estrella Negra“ zu tauchen und gerät dabei vom Regen in die Traufe…
- Erschienen am 17. Dezember 1974
Nach dem interessanten Beginn, flacht die Geschichte des langatmig
geschriebenen Horror-Romans „DIE KNOCHENGRUBE“ des Autors HOLGER FRIEDRICHS
erheblich ab, was vor allem auch daran liegt, dass die dünne Handlung nicht
allzu viel hergibt.
Das hat zur Folge, dass eine Vielzahl von langweiligen Stellen
beim Lesen überwunden werden müssen, da sich die Horror-Geschichte mit dem mysteriösen
Geisterschiff und dem Fluch wie ein Kaugummi zieht.
Erst im letzten Drittel nimmt das „PROFESSOR ZAMORRA“-Abenteuer
wieder etwas an Fahrt auf und der Meister des Übersinnlichen gegen Ende des Romans
auf den Geisterkapitän Raspani trifft, den er schließlich vernichten kann.
© by Ingo Löchel

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