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Mittwoch, 13. Mai 2026

Der Tod der blonden Bestie

John Sinclair 2496

Der Tod der blonden Bestie

von Ian Rolf Hill (Florian Hilleberg)

Nach ihrer Rückkehr aus Aibon sucht die Vampirin Justine Cavallo ihre ehemalige Mitbewohnerin Jane Collins in ihrem Haus auf, die gar nicht lange fackelt und sie sofort mit einem Kopfschuss niederstreckt und dann John Sinclair verständigt.

Dieser stellt bei seiner Ankunft fest, dass die Cavallo den Angriff überlebt hat und sich ihr Hirn bereits regeneriert. 

Da man es dann versäumt, sie sofort zu vernichten, gelingt es Justine, sich zu befreien und zu fliehen.

Als Sinclair sie wenig später stellt, kann sie erneut entkommen und schwört, sich an ihm und seinen Gefährten zu rächen. Ein Plan, den sie dann auch kurze Zeit später in die Tat umsetzt.

So entführt sie zunächst die Verlobte von Johnny Connolly und verwandelt diese in eine Vampirin. Anschließend begibt sie sich mit weiteren Vampiren zum Yard, wo sie Glenda und Sir James angreift.

Allerdings rechnet sie nicht damit, dass dieser die goldene Pistole bei sich im Büro hat, mit der er auf sie schießt…

  • Erschienen am 9. Mai 2026
  • Titelbild: Thomas Greiwe

Da in letzter Zeit schon einmal das Ende einer Figur in einem Titel prophezeit oder zumindest angedeutet wurde (“Morganas letzter Kampf”) glaubt man als Leser zunächst nicht so recht, dass die noch von Jason Dark kreierte Figur in diesem Roman tatsächlich das zeitliche segnet, auch wenn man weiß, dass vor Band 2500 noch ein paar Zöpfe abgeschnitten werden sollen.

Zumal es auch nicht besonders geschickt ist, dieses endgültige Ende bereits im Titel des Romans zu verraten, wie es damals etwa A.F Morland tat (“Der Dämon ist tot”).

Schon gar nicht glaubt man, dass es Jane Collins bereits am Anfang des Romans gelingt, ihre ehemalige Mitbewohnerin zu töten, da man ja weiß, dass diese nicht mit einer Silberkugel vernichtet werden kann, und so wundert man sich auch nicht weiter, dass der Cavallo zunächst die Flucht gelingt.

Worüber man sich dagegen schon etwas wundert, ist, dass John sich gleich mehrmals wie ein Anfänger von ihr austricksen und überrumpeln lässt und ihm bei einem Hechtsprung sogar seine Beretta aus der Hand gleitet. Das ist in dieser Häufung dann doch etwas ärgerlich und trübt die Spannung ein wenig.

Dass es Hill dennoch gelingt, diese aufrecht zu halten, liegt hier vor allem daran, dass man zu diesem Zeitpunkt nicht sicher sein kann, welche Figuren nach Band 2500 noch dabei sein werden, abgesehen natürlich von den Hauptfiguren wie Suko, Sir James oder Glenda Perkins, auch wenn diese sich hier etwas tölpelhaft anstellt, als Justine sie angreift.

Ebenso fragt man sich, warum Suko bei einem so wichtigen, entscheidenden Kampf erst so spät hinzugezogen wird und im Grunde dann auch nicht viel beiträgt, wohingegen ein Sir James hier überraschenderweise derjenige ist, der am Ende dann den entscheidenden Schuss aus der goldenen Pistole abgibt, gegen die auch eine Justine Cavallo nicht gefeit ist.

Immerhin gelingt es dem Autor am Ende, Cathys Tod und die Reaktionen der Betroffenen darauf sehr ergreifend darzustellen. Wie Johnny seinem Patenonkel John das Kreuz abnimmt, da er seine Freundin selbst erlösen möchte, das geht einem schon nah.

John selbst muss sich schließlich die Frage stellen, wie groß sein eigener Anteil an der Schuld ist, da er die langjährige Gegnerin immer wieder verschont hat. Die Vorwürfe seiner Freunde und seine eigenen Zweifel lassen ihn am Ende trotz des Erfolges zu der Erkenntnis kommen, dass er versagt hat.

Dabei sollten doch eigentlich alle Beteiligten wissen, dass es für die Kooperation mit Gegnern immer gute Gründe gab, weshalb diese Zweifel und Schuldzuweisungen am Ende doch etwas konstruiert erscheinen und wohl dem Zweck dienen, Sinclair vor den finalen Ereignissen noch etwas zu schwächen.

© by Stefan Robijn

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