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Dienstag, 26. Mai 2026

Hexenkreis Berlin

Gespenster-Krimi 199

Hexenkreis Berlin

von Anton Serkalow

In Berlin tobt ein Bandenkrieg zwischen dem arabischen Al-Khadir-Clan und der Russenmafia unter Führung von Alexei Dragunow. 

Und zwischen den Fronten gerät auch der vierzehnjährige Drogendealer Yusuf Benali.

Denn sein Bruder Hamza wurde von etwas bei einer Schießerei der Banden getötet, was eigentlich nicht auf dieser Welt hätte existieren dürfen. 

Denn Jamal al-Kadir versuchte einen Dschinn auf seiner Seite einzusetzen. Doch Dämonen wie der Dschinn kümmern sich weder um Zugehörigkeiten von menschlichen Gruppierungen oder verschiedenen Nationalitäten.

Indessen hat der Dämonenjäger Elias Falk beim Bausenator Markus Wöllner und dessen Frau Henrietta den Auftrag, in  ihrer Villa in einem ganz bestimmten Zimmer einen höchst aggressiven Geist zu entfernen.

Und trotz dass Elias schon in einem fortgeschrittenen Alter und offenbar an einen Rollstuhl gefesselt ist, gelingt es ihm, den Geist in der Villa auszutreiben.

An anderer Stelle stößt allerdings auch die Reporterin des "Urban Echo" auf einige Besonderheiten, welche den Straßenkrieg der kriminellen Organisationen betrifft. Sollten hier wirklich okkulte Vorkommnisse eine Rolle spielen?

Während etwas später Yusuf mit einem Talisman seines Bruders Hamza den Dämonologen Elias Falk aufsucht, greift der Boss der Russenmafia ebenfalls zu einer für ihn magischen Waffe.

Denn er will die Hexe Ysabeau von Rabenstein wieder aus der Hölle heraufbeschwören,  welche offenbar im Jahre 1603 auf dem Scheiterhaufen verbrannt wurde.

Und damit macht Dragunow den gleichen Fehler wie Jamal al-Kadir. Denn Wesen aus der Hölle lassen sich nichts befehlen und auch nicht im mindestens kontrollieren, was der Russe bald auf blutige Weise feststellen muss.

Elias Falk und Yusuf Benali gelingt es indessen, dem Dschinn Einhalt zu gebieten und wieder in die Unterwelt zu verbannen. Doch nur etwas später taucht Dragunow bei Elias auf und versucht ihn dazu zu bewegen, auch gegen die Hexe vorzugehen, die nun seinen Tod will.

Und die lässt auf ihrem Weg mit Horden von aggressiven Ratten, Kakerlaken und Schwärmen von Krähen in Berlin bereits eine blutige Spur aus Tod und Panik zurück.

Doch kann Elias die Hexe aus der Hölle wirklich besiegen, ohne selbst dabei mit in die Hölle zu fahren? Denn Ysabeau und Elias scheinen sich zu kennen, denn auch Elias Falk ist in Wahrheit nicht das, was er vorzugeben scheint.

  • Roman Veröffentlichung: Am 23. Mai 2026
  • Autor: Anton Serkalow
  • Ein Einzelroman

„Hamza hat gesagt, dass der Clan mit Sachen experimentiert! Mit ... mit Dämonen und so Zeug! Und dass da aber irgendwas bei schiefläuft, und ... jetzt ist er tot!" (Gespenster-Krimi/Band 199, "Hexenkreis Berlin"/Seite 13)

Eigentlich fängt die Handlung recht bodenständig an, die der Autor Anton Serkalow uns hier in seinem Roman „HEXENKREIS BERLIN“ präsentiert. Und ein Dämonologe im gehobenen Alter und an den Rollstuhl gefesselt, wirkt zuerst auch irgendwie etwas befremdlich.

Dabei gibt es eine ähnliche Darstellung bereits in dem US-Horrorfilm „INCARNATE - TEUFLISCHE BESESSENHEIT“ aus dem Jahre 2016. Denn auch hier agiert ein unkonventioneller Exorzist aus dem Rollstuhl heraus gegen das Böse, indem er seine Kämpfe mit den Dämonen im Gedächtnis der Opfer austrägt.

Und ja, irgendwie passt diese Konstellation auch in der Handlung des vorliegenden Roman bald recht gut. Aber auch die Handlung selbst entwickelt zunehmend eine alptraumhafte Atmosphäre, die beim Lesen richtig gut unter die Haut geht und wo man einfach weiterlesen will, weil man eben nichts verpassen möchte.

Man sollte hierbei im Vorfeld aber auch nicht die im Heftroman früher gebräuchlichen Darstellungen z.B. einer Hexe erwarten. Denn diese Hexe, die hier geradewegs aus der Hölle zurück auf die Erde beschworen wird, ist ein wirklich finsteres Kaliber und hat auch keine Probleme damit, dabei eine blutige Spur von hilflosen Opfern hinter sich zu lassen, die sie nicht einmal eine Sekunde lang interessieren.

Aber das Dunkle und Übernatürliche bricht hier auch nicht plötzlich in eine in der Hauptseite normale wie gute Welt ein. Denn Berlin ist alles andere als gut und zum Großteil von netten Menschen belebt.

Und so kann man den Schmutz der Hinterhöfe und Straßen, aber auch die Gewalt und die bestehende Unmenschlichkeit beim Lesen geradezu schmecken, auch ohne das hier zusätzlich noch Kreaturen der Hölle ihr Unwesen treiben.

Und genau das macht den Roman zusätzlich so interessant, da er den Blick seiner Leser auf eben die sehr unschönen Dinge einer nach außen hin schillernden Metropole in Deutschland wirft.

Das man es bei dem Dämonologen Elias Falk aber auch nicht mit einem gewöhnlichen Menschen zu tun hat, streut der Autor durchaus innerhalb der Handlung immer mal unmerklich mit ein.

Doch die Dosis ist so gering, das man sie eigentlich als Leser nie wirklich beachtet, bis das die Erkenntnis im finalen Bereich der Handlung dann mit Macht hervorbricht.

In jedem Fall präsentiert uns der Autor Anton Serkalow mit dem Roman „HEXENKREIS BERLIN“ hier einen Roman, der das Prädikat Horror zu recht verdient und vom Leser gewürdigt sein sollte.

Von mir gibt es daher eine uneingeschränkte Empfehlung, sich diesen Roman der Reihe „GESPENSTER-KRIMI“ nicht entgehen zu lassen.

© by Konrad Wolfram

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