Dr. Morton 63
Frisches Hirn für Dr. Morton
von John Ball
Dr. Morton startet eine Reihe mit Selbstversuchen – er lässt sich die Essenz menschlicher Gehirne injizieren.
Als Spender müssen hochkarätige Wissenschaftler und medizinische Koryphäen herhalten: ihr lebendes Gehirn wird zentrifugiert, gefiltert und gefriergetrocknet. Das gewonnene Destillat bewirkt in Mortons Körper, dass alle ihre Fähigkeiten auf ihn übergehen.
In der unterirdischen Anlage wird einem Opfer der Kopf
abgetrennt. In der OF strömt das Blut aus seiner Halswunde in alle Richtungen
(S. 15). Ein zweiter Gehirnspender wehrt sich gegen Grimsbys Überfall.
Um den Willen des Mannes zu brechen, bricht Grimsby ihm in der OF mit lautem Knacken den Arm (S. 16). Während der Behandlung muss er in Grimsbys gnadenlose Augen blicken und ahnt noch nicht, welche grauenvollen Experimente ihm noch bevorstehen (OF S. 17).
- Original-Fassung (OF), Romantruhe, Oktober 2020
- Erstveröffentlichung: Dr. Morton Großband Nr. 1, 1975
Die vom ganzen Team mit Sorge begleiteten Selbstversuche
haben unerwünschte Nebenwirkungen – Dr. Morton stirbt. Er braucht ein
Gegenmittel, das Grimsby in die Londoner Universitätsklinik schmuggeln muss.
Er weiß aber, dass
er seinen Trieb bald wieder ausleben kann, sobald Dr. Morton genesen ist (OF S.
34–35).
Bei einem Ärztekongress in Rom finden sich weitere bedeutende Mediziner für das Projekt. Grimsby entführt ein weiteres Opfer und überlegt in der OF, ob er es mit den beidseitig geschliffenen Messern gefügig machen soll (S. 50).
Das blutige Abtrennen des Kopfes wird ausführlicher
beschrieben (OF S. 51). An Bord der Cessna 340 erwähnt Grimsby auf dem
Rückflug, seine Messer bei der Abfertigung am Flughafen schon griffbereit
gehabt zu haben (OF S. 58 ).
Großband 1 erschien gleichzeitig mit "Dr. Morton Nr. 50";
Idee, Handlungsaufbau und Tonalität entsprechen dem damaligen Serienstandard.
Alle Hauptpersonen handeln und äußern sich ihren ursprünglichen
Charakterprofilen gemäß.
Die Story ist gut ausgeklügelt und umgesetzt, der Verlag
hatte sich für die „Premiere Issue“ einer neuen Serie Mühe gegeben.
Im
Vergleich mit der OF fällt auf, dass nur an wenigen Textstellen die Spitzen der
Gewaltdarstellung etwas geglättet wurden – weil man vielleicht hoffte, schon so
die roten Linien der BPjS nicht mehr zu überschreiten.
Auf der ersten Romanseite in "Großband 1" erschien eine neue Tuschezeichnung.
Die ersten Abonnenten der Serie haben 2017 von der Romantruhe eine Sammlerkarte mit dieser Zeichnung erhalten.
© by Helge Ebsen


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