Sieben Pfeifer
von Christopher
Golden & Amber Benson
In
einer alten Legende heißt es, dass man in stürmischen Nächten mitunter ein
höchst seltsames und unheimliches Pfeifen hören kann, welches gefolgt wird von
dem Erscheinen eines riesigen schwarzen Hundes mit spitzen Ohren und schaurig
leuchtenden Augen.
Dabei
handelt es sich nicht nur um einen Hund. Insgesamt gibt es sieben dieser Hunde
und sie sind keine gewöhnlichen Kreaturen, sondern dämonische Kreaturen die
sich auf der Jagd nach verlorene Seelen befinden.
Jedoch sieht man nur recht selten mehr als einen von ihnen zur gleichen Zeit.
Doch
wenn die Jagd keinen schnellen Erfolg zeitigt, dann erscheinen bald weitere
dieser Höllenhunde an einem Ort.
Sollten
allerdings einmal alle sieben Höllenhunde gemeinsam an einem Ort erscheinen,
ist damit auch das Ende der Welt und ihrer Menschen gekommen.
In
der malerischen Stadt Kingsbury, inmitten der Wälder von Vermont gelegen,
stirbt der geliebte Großvater von Rose Kerrigan, den sie vor seiner Krankheit
immer als liebenswerten, aber manchmal auch seltsamen alten Mann kennengelernt
hatte.
Doch
aus seiner Vergangenheit weiß die junge Rose eigentlich nichts und ihre eher
gefühlskalte wie herrische Großmutter Isobel schweigt sich in dieser Richtung
eher völlig aus.
Doch
dann vernimmt kurz nach dem Tod ihres Großvaters auch Rose zum ersten mal
dieses unirdische Pfeifen, wobei es ihr eiskalt den Rücken herunterläuft. Doch
noch ahnt sie nicht, was ihr bald noch bevorsteht.
Selbst
der Hund Lucy, der Roses Eltern gehört, wird auf die seltsamen Vorkommnisse
aufmerksam und benimmt sich äußerst seltsam. Als Rose dann Lucy folgt, sieht
sie zum ersten Mal die gewaltigen Schatten zweier Dämonenhunde und zu welcher
Grausamkeit sie fähig sind.
Deshalb zieht Rose ihre Freunde Jenny und Mike ins Vertrauen. Jenny gibt ihr dabei den Tipp, eine in Kingsbury ansässige Buchillustratorin aufzusuchen, da sich kaum jemand besser mit manchen überlieferten Legenden auskennt als sie.
Doch
auch diese ältere Frau hat bereits die schwarzen Schatten gesehen und die
Bedrohung fasst körperlich gespürt, wagt es aber zuerst nicht, Rose gänzlich
über die Gefahr zu unterrichten, die bereits über der gesamten Menschheit
schwebt.
Auch
ihre Großmutter Isobel verhält sich seltsam, als Rose ihr von den schwarzen
Hunden erzählt. Sollte ihr auftauchen gar etwas mit dem Tod ihres Großvaters zu
tun haben?
Schon
bald geschehen überall dort, wo diese gespenstischen Hunde auftauchen, seltsame
Unfälle und es werden immer mehr von diesen schwarzen Bestien gesichtet, da sie
offenbar nicht das finden, wonach sie suchen.
Die Zeit wird indessen eng und Rose versucht mit Hilfe von Mike dem Geheimnis ihres Großvaters auf die Spur zu kommen.
Denn
die Zeit drängt und bald dürften alle sieben dämonischen Höllenhunde auf der
Suche nach dessen Seele beisammen sein. Aber genau das wäre auch der Beginn der
Apokalypse.
- Sieben Pfeifer
- Autoren: Christopher Golden & Amber Benson
- ISBN: 978-3-9463-3005-9
- Hardcover ca. 168 Seiten
- Verlag: Buchheim
-
Deutsche
Veröffentlichung: Mai 2018
„Als er sich gerade zu der dunklen Werkstatt umdrehen wollte, nahm er draußen eine Bewegung wahr. Auf der Straße trotteten zwei schwarze Hunde vorüber. Sie waren die größten, die er je gesehen hatte, riesige, geschmeidige Bestien mit spitzen Ohren und Augen, die im Dunkeln glänzten. Als sie an dem Telefonmast vorbeikamen, sprühten Funken aus dem Transformatorkasten.“ (Sieben Pfeifer/Seite 82)
Gleich zu Beginn sei hier gesagt, dass das Cover von „SIEBEN
PFEIFER“ sehr interessant ist und auch im Regal einen optisch recht ansprechenden Eindruck hinterlässt.
Gelesen ist diese Novelle ebenfalls recht schnell bei
knapp 168 Seiten. Die Schreibweise kann man zudem als flüssig und einfach
beschreiben, wobei aber auch recht flott die passenden Bilder im Kopf
entstehen. Von dieser Warte aus gibt es daher eigentlich wenig zu meckern.
Einige Male verliert sich die Handlung um Rose allerdings
im inhaltlichen Mittelmaß, was die Geschichte im ganzen allerdings mitunter
eher etwas ausgebremst.
Auch das Ende kam mir persönlich etwas unlogisch vor,
wobei ich mir einen etwas anderen Handlungsablauf gewünscht hätte, um zum Ziel
zu kommen und den Weltuntergang noch im letzten Moment zu verhindern.
Man mag sich da auch fragen, wie es gelungen ist, eine
Seele in einem Objekt zu verstecken, doch hier lässt man den Leser leider
ebenfalls im Ungewissen.
Auch hätte es der Gesamthandlung nicht geschadet, wenn
man das Potential an sich - gerne auch mit einigen Seiten mehr - stärker
ausgeschöpft hätte, welches sich mit den Höllenhunden ja durchaus auch
angeboten hatte.
So hätte man die schaurigen Elemente auch stärker
ausbauen und mit der Gesamthandlung durchdringen können, um so auch nebenbei
den einzelnen Charakteren mehr Tiefe zu gönnen, damit man auch mit diesen gerne
mitfiebert. Zumindest was Christopher Golden angeht, ist man von diesem Autor
eigentlich auch besseres gewohnt.
Denn gesamt betrachtet waren damals schon manche „BUFFY“-Taschenhefte
(Romane zur TV-Serie auf ProSieben) von CULTFISH spannender gewesen, wie etwa
das Taschenheft „BUFFY - IM BANN DER DÄMONEN“ mit dem Titel „HALLOWEEN“,
welches Christopher Golden damals zusammen mit Nancy Holden verfasst hatte und
welches sich seit vielen Jahren ebenfalls in meinem Besitz befindet.
© by Konrad Wolfram

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