Luzifers Papst
von Craig Mason
"Habemus
Papam - Wir haben einen Papst!" Diese Worte lassen eigentlich tausende
gläubiger Christen stets auf dem Petersplatz im Vatikan in Jubel ausbrechen,
wenn nach einem Konklave ein neuer Papst gewählt wurde.
Doch
die Wahl des neuen Papstes wurde diesmal nicht mit weißem, sondern mit
blutrotem Rauch angekündigt. Und der gewählte Pontifex trägt keine weiße,
sondern eine schwarze Robe, denn er ist der falsche Prophet - ein Dämon.
Alles
beginnt indessen nach dem Tod des 92-jährigen Papst Innozenz XV, welcher an
einem Herzstillstand verstarb.
Und kurz darauf bemerkt Monsignore Giovanni Di Maria, der Chefexorzist des Vatikans...
...wie in der wegen einer Entweihung geschlossenen Kapelle Sancta Caecilia, erneut
eine schwarze Messe abgehalten wird.
Und
dahinter stehen niemand andere, als auch die Kardinäle die sich den Freimaurern
angeschlossen hatten, sowie Kardinal Guiseppe Pellegrino selbst, der zugleich
der aussichtsreichste Kandidat als neuer Papst ist.
Doch
Di Maria lenkt dabei durch Unachtsamkeit das Interesse der Satanisten um
Pellegrino auf sich und wird noch in der gleichen Nacht von diesen lebendig
gekreuzigt und in Flammen gesetzt.
Kurz
darauf sucht der Exorzist Luca Greco den Korporal der Schweizergardisten, Urs
Brunner und dessen Frau Emanuela auf. Denn er kann sich keinen Reim daraus
machen, wie oder weshalb Monsignore Di Maria plötzlich spurlos verschwunden
ist.
Gleichsam
behagt es weder Greco noch Brunner, welche über die Jahre eine enge
Freundschaft verbindet, die Möglichkeit, das gerade Kardinal Pellegrino im
Konklave zum neuen Papst gewählt werden könnte.
Denn
Pellegrino haftet etwas seltsames, ja finsteres an, was sie sich nicht erklären
können. Zudem kommt es kurz darauf zu weiteren seltsamen Todesfällen, bei denen
zwei Kardinäle auf bestialische Weise verstümmelt werden.
Und
es ist der Kardinalkämmerer Matteo Esposito, ein Anhänger von Pellegrino,
welcher mit Nachdruck die Gardisten um Brunner damit beauftragt, diese
Todesfälle vor der Öffentlichkeit zu vertuschen.
Und so bleibt Brunner und seinen Männern nichts anderes übrig, als die Leichen in den Katakomben unter dem Petersdom so einzumauern, dass auch niemand deren Särge mehr finden würde.
Doch kaum ist dieser Auftrag durchgeführt, dringen
höchst seltsame, kratzende Geräusche hinter der Mauer der versteckten
Grabkammer nach außen.
In
der Zwischenzeit setzen Kardinal Pellegrino und dessen dunkler Zirkel im
Vatikan alles daran, die Wahl des neuen Papst in ihrem Sinne zu verändern. Und
Urs Brunner, der Exorzist Greco sowie Emanuela sehen sich plötzlich nicht nur
dunklen Machenschaften gegenüber, sondern auch den auferstandenen Toten.
Und
dann fällt die Entscheidung und Pellegrino wird zum Papst gewählt, welcher sich
nun selbst Malum I. nennt, dessen lateinischer Name für das Böse selbst steht.
- Luzifers Papst
- Autor: Craig Mason
- Aus der Buchreihe "H.P. Lovecrafts Schriften des Grauens"
- ISBN: 978-3-689-84553-7
- Taschenbuch, ca. 152 Seiten
- Erstveröffentlichung: November 2025
-
Blitz
Verlag
„Die Dunkelheit war gegenwärtig. Formlos. Jäh, wie aus dem Nichts, zuckte es aus der Schwärze hervor - etwas, das kein Körper war, kein Tier, kein Schatten, sondern eine bösartige Verdichtung von Hass, Mordlust und Grauen.“ (Luzifers Papst/Seite 46)
Was der Autor Craig Mason hier aus dem Hut zaubert,
sollte man sich wirklich nicht entgehen lassen, wenn man eher auf religiösem
Horror steht.
Denn mit dem Subgenre des eher kosmischen Horror eines
Howard Philips Lovecraft hat dieser Roman eigentlich recht wenig zu tun, auch
wenn er in der Buchreihe "H.P. Lovecrafts Schriften des Grauens" im
Blitz Verlag erschienen ist.
Aber gut, der Vergleich Dan Brown treffe hier auf
Lovecraft, ist nicht unbedingt von der Hand zu weisen. Nur eben in einer
düsteren wie verstörenden Weise im Bereich des religiösen Horror, welches
eigentlich ja ein eigenes Subgenre bildet.
Ich will da jetzt Subgenre hin oder her, nicht kleinlich
sein. Denn am Ende kommt es doch nur auf den Roman an. Und der wusste mich
gleich von der ersten Seite an zu fesseln.
Das positive ist hier aber auch, dass lateinische
Passagen aus den Dialogen auch gleich im Satz ins Deutsche übersetzt werden,
was die Leserschaft schon einmal davor bewahrt, in solchen Fällen den
Google-Übersetzer in Anspruch zu nehmen.
Die Idee ist allerdings auch nicht unbedingt so neu,
denn Martin Luther sagte schon: "Wo
Gott eine Kirche baut, da baut der Teufel eine Kapelle daneben."
Und so macht es durchaus Sinn, den oder die Wölfe nicht
irgendwo von außen her auftreten zu lassen, sondern diese gleich zwischen den
sprichwörtlichen Schafen zu suchen.
Ein Happy End sollte man hier aber jetzt ebenfalls nicht
erwarten. vielmehr bekommt man im Roman „LUZIFERS PAPST“ erst einmal einen
recht saftigen Cliffhanger aufs Auge gedrückt.
Denn mit dem Roman „LUZIFERS SAAT“ spinnt der Autor Graig
Mason dieses grandiose Garn weiter, welches in der besagten Lovecraft-Reihe des
Blitz Verlag im Mai 2026 als Band 56 der Reihe erscheinen soll.
Von mir aus darf da auch durchaus noch ein dritter Band
folgen (sofern es diesen gibt), denn mit „LUZIFERS PAPST“ hat mich der Autor
Greg Mason schon mehr als nur ordentlich an der sprichwörtlichen Angel.
© by Konrad Wolfram

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