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Montag, 16. März 2026

Roman: Luzifers Papst

Luzifers Papst

von Craig Mason

"Habemus Papam - Wir haben einen Papst!" Diese Worte lassen eigentlich tausende gläubiger Christen stets auf dem Petersplatz im Vatikan in Jubel ausbrechen, wenn nach einem Konklave ein neuer Papst gewählt wurde.

Doch die Wahl des neuen Papstes wurde diesmal nicht mit weißem, sondern mit blutrotem Rauch angekündigt. Und der gewählte Pontifex trägt keine weiße, sondern eine schwarze Robe, denn er ist der falsche Prophet - ein Dämon.

Alles beginnt indessen nach dem Tod des 92-jährigen Papst Innozenz XV, welcher an einem Herzstillstand verstarb.

Und kurz darauf bemerkt Monsignore Giovanni Di Maria, der Chefexorzist des Vatikans...

...wie in der wegen einer Entweihung geschlossenen Kapelle Sancta Caecilia, erneut eine schwarze Messe abgehalten wird.

Und dahinter stehen niemand andere, als auch die Kardinäle die sich den Freimaurern angeschlossen hatten, sowie Kardinal Guiseppe Pellegrino selbst, der zugleich der aussichtsreichste Kandidat als neuer Papst ist.

Doch Di Maria lenkt dabei durch Unachtsamkeit das Interesse der Satanisten um Pellegrino auf sich und wird noch in der gleichen Nacht von diesen lebendig gekreuzigt und in Flammen gesetzt.

Kurz darauf sucht der Exorzist Luca Greco den Korporal der Schweizergardisten, Urs Brunner und dessen Frau Emanuela auf. Denn er kann sich keinen Reim daraus machen, wie oder weshalb Monsignore Di Maria plötzlich spurlos verschwunden ist.

Gleichsam behagt es weder Greco noch Brunner, welche über die Jahre eine enge Freundschaft verbindet, die Möglichkeit, das gerade Kardinal Pellegrino im Konklave zum neuen Papst gewählt werden könnte.

Denn Pellegrino haftet etwas seltsames, ja finsteres an, was sie sich nicht erklären können. Zudem kommt es kurz darauf zu weiteren seltsamen Todesfällen, bei denen zwei Kardinäle auf bestialische Weise verstümmelt werden.

Und es ist der Kardinalkämmerer Matteo Esposito, ein Anhänger von Pellegrino, welcher mit Nachdruck die Gardisten um Brunner damit beauftragt, diese Todesfälle vor der Öffentlichkeit zu vertuschen.

Und so bleibt Brunner und seinen Männern nichts anderes übrig, als die Leichen in den Katakomben unter dem Petersdom so einzumauern, dass auch niemand deren Särge mehr finden würde. 

Doch kaum ist dieser Auftrag durchgeführt, dringen höchst seltsame, kratzende Geräusche hinter der Mauer der versteckten Grabkammer nach außen.

In der Zwischenzeit setzen Kardinal Pellegrino und dessen dunkler Zirkel im Vatikan alles daran, die Wahl des neuen Papst in ihrem Sinne zu verändern. Und Urs Brunner, der Exorzist Greco sowie Emanuela sehen sich plötzlich nicht nur dunklen Machenschaften gegenüber, sondern auch den auferstandenen Toten.

Und dann fällt die Entscheidung und Pellegrino wird zum Papst gewählt, welcher sich nun selbst Malum I. nennt, dessen lateinischer Name für das Böse selbst steht.

  • Luzifers Papst
  • Autor: Craig Mason
  • Aus der Buchreihe "H.P. Lovecrafts Schriften des Grauens"
  • ISBN: 978-3-689-84553-7
  • Taschenbuch, ca. 152 Seiten
  • Erstveröffentlichung: November 2025
  • Blitz Verlag

„Die Dunkelheit war gegenwärtig. Formlos. Jäh, wie aus dem Nichts, zuckte es aus der Schwärze hervor - etwas, das kein Körper war, kein Tier, kein Schatten, sondern eine bösartige Verdichtung von Hass, Mordlust und Grauen.“ (Luzifers Papst/Seite 46)

Was der Autor Craig Mason hier aus dem Hut zaubert, sollte man sich wirklich nicht entgehen lassen, wenn man eher auf religiösem Horror steht.

Denn mit dem Subgenre des eher kosmischen Horror eines Howard Philips Lovecraft hat dieser Roman eigentlich recht wenig zu tun, auch wenn er in der Buchreihe "H.P. Lovecrafts Schriften des Grauens" im Blitz Verlag erschienen ist.

Aber gut, der Vergleich Dan Brown treffe hier auf Lovecraft, ist nicht unbedingt von der Hand zu weisen. Nur eben in einer düsteren wie verstörenden Weise im Bereich des religiösen Horror, welches eigentlich ja ein eigenes Subgenre bildet.

Ich will da jetzt Subgenre hin oder her, nicht kleinlich sein. Denn am Ende kommt es doch nur auf den Roman an. Und der wusste mich gleich von der ersten Seite an zu fesseln.

Das positive ist hier aber auch, dass lateinische Passagen aus den Dialogen auch gleich im Satz ins Deutsche übersetzt werden, was die Leserschaft schon einmal davor bewahrt, in solchen Fällen den Google-Übersetzer in Anspruch zu nehmen.

Die Idee ist allerdings auch nicht unbedingt so neu, denn  Martin Luther sagte schon: "Wo Gott eine Kirche baut, da baut der Teufel eine Kapelle daneben."

Und so macht es durchaus Sinn, den oder die Wölfe nicht irgendwo von außen her auftreten zu lassen, sondern diese gleich zwischen den sprichwörtlichen Schafen zu suchen.

Ein Happy End sollte man hier aber jetzt ebenfalls nicht erwarten. vielmehr bekommt man im Roman „LUZIFERS PAPST“ erst einmal einen recht saftigen Cliffhanger aufs Auge gedrückt.

Denn mit dem Roman „LUZIFERS SAAT“ spinnt der Autor Graig Mason dieses grandiose Garn weiter, welches in der besagten Lovecraft-Reihe des Blitz Verlag im Mai 2026 als Band 56 der Reihe erscheinen soll.

Von mir aus darf da auch durchaus noch ein dritter Band folgen (sofern es diesen gibt), denn mit „LUZIFERS PAPST“ hat mich der Autor Greg Mason schon mehr als nur ordentlich an der sprichwörtlichen Angel.

 © by Konrad Wolfram

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