Das Geisterpferd
von William Hope Hodgson
Carnacki
erhält ein Telegramm von Captain Hisgins, der ihn um eine dringend Unterredung
bittet.
Denn
nachdem sich Hisgins erstgeborene Tochter vor zwei Monaten mit dem Marineoffizier
Beaumont verlobt hat, wurde dieser von einem Geisterpferd angegriffen, wodurch
er sich den Arm brach.
Wie Carnacki von Captain Hisgins erfährt, handelt es sich bei der Geistererscheinung anscheinend um einen Jahrhunderte alten Familienfluch, denn bisher starben alle erstgeborenen Töchter noch vor ihrer Hochzeit auf mysteriöse Weise.
In
den nächsten Tagen werden im Haus und in der Nacht immer wieder Hufschläge
gehört.
Doch
Carnacki kann den angeblichen Spukerscheinungen nicht Herr werden und auch auf
seinen Fotos, die er mit seiner Kamera macht, ist nichts zu entdecken.
Um
den Täter oder die Spukerscheinung aus der Reserve zu locken, werden die
Hochzeitspläne beschleunigt.
Eines
Abends werden Hufschläge und ein Wiehern vernommen. Carnacki und Captain
Hisgins gehen der Sache auf den Grund und können schließlich Parsket, den
abgewiesenen Freier von Hisgins Tochter überwältigen, der ein Pferdekopfkostüm
und Hufe trägt.
Plötzlich sind im Haus Hufschläge zu hören. Daraufhin sieht Parsket eine Erscheinung und stirbt vor Schreck.
- Carnacki, der Geisterdetektiv 4
- Deutsche Veröffentlichung: In „Carnacki, der Geisterdetektiv“, Festa Verlag
- Origingaltitel: The Horse of the Invisible (1910)
Mit der Geschichte “DAS GEISTERPFERD” präsentiert der
Autor WILLIAM HOPE HODGSON eine weitere „CARNACKI“-Spukgeschichte, die
allerdings mit einigen Längen zu kämpfen.
Hinzu kommt, dass auch spannende Momente in der Erzählung
nicht so wirklich aufkommen wollen, weil man ähnliche Szenarien bereits aus den
Vorgängergeschichten mit Carnacki dem Geisterdetektiv kennt.
Dass für die angebliche Geisterpferd-Erscheinung letztendlich
eine reale Person, nämlich der abgewiesene Freier der Tochter von Captain
Hisgins. Verantwortlich ist, macht das Ganze
auch nicht viel besser, zumal am Ende anscheinend tatsächlich eine
Spukerscheinung auf den Plan tritt, dessen Erklärung durch Carnacki allerdings auch
nicht sehr glaubwürdig und stimmig wirkt.
„Aber ich halte es für denkbar, dass Parsket selbst das Ungeheuer geschaffen hat, dass er diesen Spuk ›induzierte‹.
Das heißt, dass seine Gedanken und Gefühle, diese unaufhörliche Beschäftigung mit dem ›Problem‹ und die Befürchtung, dass seine Wünsche unerfüllt bleiben könnten, die Erscheinung erst hervorgebracht haben. So könnte man es vielleicht beschreiben, ja …”
© by Ingo Löchel

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