Das Haus Zamis 135
Familienbande
von Logan Dee
(Uwe Voehl)
Zuerst
scheint es gerade Michael Zamis nicht zu gefallen, weiterhin vor den
dämonischen Sippen in Wien als Tod zu gelten. Und auch Georg hadert noch etwas
damit, das sein Vater ihn als Oberhaupt der Familie für einen glatten Reinfall
hält und ihm Coco vorzieht.
Doch um Baalthasar Zebub in Sicherheit zu wiegen und das Leben der entführten Lydia Zamis nicht noch mehr zu gefährden, ist auch Michael bereit, dieses Spiel noch eine Weile weiter zu spielen.
Denn
Zebub oder auch Beelzebub bzw. Baal genannt, weiß natürlich längst, das
Michael, Thekla und Coco Zamis noch leben. Nur wissen das die anderen
dämonischen Sippen nicht, welche er geschlossen hinter sich wissen will.
Als
jedoch Georg völlig betrunken im Cafe Zamis auftaucht und sogar recht aggressiv
seine Schwester Coco angeht, werden durchaus die anderen dämonischen Gäste
hellhörig. Doch war dies wirklich Georg Zamis, der sich hier auch mit dem
Vampir Gero von Habich angelegt und zum Duell herausgefordert hat?
Denn
späterhin stirbt der Vampir aus der Habich-Sippe und Georg ist hier sicherlich
nicht der wirkliche Täter, für den ihn nun alle halten werden.
Auch
bei der Suche nach Lydia im Club Babylonia geht George ziemlich gedankenlos ans
Werk. Aber auch Coco ist späterhin sauer. Denn einerseits ist sie offenbar ein
wichtiger Teil des Plans gegen Zebub und dann kann sie die anderen Zamis
tagelang nicht einmal mehr erreichen.
Indessen
gehen die Zamis mit völlig veränderten Äußerlichkeiten auf den verräterischen
Skarabäus Toth los, den sie durch einen Körpertausch als hilfloses Chamäleon in
einen Käfig sperren, um diese Schachfigur von Zebub aus dem Spiel nehmen zu
können.
Derweil
sind es Coco und ihre Halbschwester Juna, die sich Zugang zum Galgenhaus
verschaffen, wo sie hoffen, Lydia aus den Fängen von Zebub zu befreien. Doch
wenn man sich dabei wie eine Sirene verhält, sollte man sich nicht wundern,
wenn ein Gegner wie Baaltasar Zebub dadurch auf den Plan gerufen wird.
Dabei
haben Coco und Juna sogar noch das Glück, das Zebub sie nicht wirklich ernst zu
nehmen scheint. Zwar finden Coco und Juna dort Unmengen von verwesenden Leichen
und bösartigen Geistern, doch Lydia scheint Zebub längst an einen anderen Ort
geschafft zu haben.
Als
an dem Abend alle Führer der dämonischen Sippen von Wien im Haus der Zamis dann
zu einem Schwarzen Sabbat geladen werden, präsentiert sich Michael Zamis
weiterhin als alleiniger Führer der Schwarzen Familie von Wien. Ob da aber die
anderen dämonischen Sippen so einfach mitspielen werden?
Trotzdem
scheint man einen ersten Teilsieg gegen Zebub einfahren zu können. Doch
weiterhin bleibt Lydia Zamis verschwunden und Zebub dürfte seine Pläne
sicherlich auch nicht kampflos aufgeben.
- Veröffentlichung: Am 13. Dezember 2025
- Autor: Logan Dee (Uwe Voehl)
- Titelbild: Mark Freier
-
Verlag:
Bastei
„Dann setzte er sich wieder hinters Steuer, informierte anonym die Polizei über einen blutrünstigen Mord an einem jungen Mädchen und fuhr pfeifend davon.“ (Das Haus Zamis/Band 135, "Familienbande"/Seite 42)
Nun ja, irgendwie hätte auch dieser Roman mit dem Titel „FAMILIENBANDE“ von Uwe Voehl eine Art Mafia-Krimi abgeben können. Man hätte nur die hier beschriebene Magie durch etwas anderes, passendes ersetzen müssen.
Und wenn ich schon so etwas anmerke, dann weiß man
vielleicht auch schon, dass dieser Roman für mich als Teil einer Horror-Serie
eigentlich wieder viel zu wenig vorzuweisen hat. Dabei sind innerhalb der
Handlung durchaus eine Menge guter Ansätze und Möglichkeiten, welche aber
leider nicht wirklich ausgespielt werden.
Und so bleibt für mich hinsichtlich der gesamten Handlung
auch hier wie im letzten Roman die schaurige Atmosphäre leider viel zu stark
auf der Strecke. Dabei hat man mit Baal bzw. Beelzebub oder auch Baalthasar
Zebub einen wirklich mächtigen Gegner,
der aber langsam auch nicht mehr so wirklich in die Puschen kommt.
Das Vorgehen der Zamis, egal ob in Sachen Planung zur
Gegenwehr oder den einzelnen Aktivitäten von Georg oder Coco wirken zudem
mitunter eher wirr und irgendwie kopflos. Da fragt man sich am Ende dann eher
doch, wie diese Zamis hier überhaupt am Ende noch eine Art Teilsieg überhaupt
einfahren konnten.
Ich verbuche das mal darunter, dass deren Gegner auch
nicht so schlau sind, um zumindest eine Drehtür einbauen zu können. Dabei fingen
die Aktivitäten mit dem Erscheinen von Baaltasar Zebub doch so vielversprechend
an.
Aber ich habe da ja weiterhin die Hoffnung, dass man in
Sachen Spannung und wirklich schauriger Atmosphäre das Ruder immer noch
herumreißen kann. Denn eigentlich gehört ja gerade auch Uwe Voehl zu meinen
Lieblingsautoren.
Ebenfalls seit dem letzten Roman hatte mich auch gestört,
das der Wechsel von einem zum anderen Handlungsort manchmal ohne Punkt und
Komma im laufenden Text vollzogen wird, was sich leider auch recht holprig wie
negativ auf den Lesefluss auswirkt.
Wie gesagt, da ließe sich sicherlich noch wesentlich mehr
aus dieser Fehde zwischen den Zamis und Beelzebub herausholen. Aber irgendwie
habe ich da gerade ein Gefühl, als wäre da die Luft irgendwie schon raus.
Vielleicht irre ich mich da ja aber auch und die Handlung kommt wieder in wirklich gruseligeres Fahrwasser zurück, wo man die vorhandenen Möglichkeiten auch wieder optimal nutzt, statt hier mit wirren Ideen der Planung um sich zu werfen, welche dann im Finale wieder geändert werden müssen, weil eh jeder in der Zamis-Familie macht was er gerade will.
Gäbe es für die Romane ein Punktesystem, wären es für den
Roman „FAMILIENBANDE“ leider ebenfalls nur knapp zwei von insgesamt fünf Punkten.
© by Konrad Wolfram

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