Das Haus Zamis 133
Beelzebub
von Simon Borner
Zwar
scheint die dämonische Familie geschlagen zu sein, die scheinbar für den Tod
von Michael, Thekla und Coco Zamis verantwortlich war, doch ehe Georg Zamis
überhaupt das Erbe über die Schwarze Familie von Wien antreten kann, bricht die
dämonische Welt quasi über seinem Kopf auch schon zusammen.
Denn die anderen dämonischen Sippen von Wien scheinen ihn nicht als Oberhaupt ernst zu nehmen und zu akzeptieren.
Und dann meldet auch noch Skarabäus Toth
Besitzansprüche für einen Baaltasar Zebub an, was die Villa der Zamis-Sippe
betrifft.
Denn
offenbar scheint Michael Zamis noch vor seinem Tod seine Stadtvilla eben an
diesen noch unbekannten Dämon veräußert zu haben, der nun durch den dunklen
Schiedsrichter den Zamis-Geschwistern ein knallhartes Ultimatum stellt, um das
Elternhaus zu verlassen.
Das
indessen nun wieder verlassene Galgenhaus wird durch mehrere Teenager in der
Nacht heimgesucht, die hier mit Drogen, Alkohol und Sex eine rauschende Party
feiern wollen. Ein Fehler ... denn hier hat sich längst etwas absolut Böses
eingenistet und wird ihr junges Leben beenden.
Und
während Georg Zamis versucht, die anderen dämonischen Sippen von Wien irgendwie
unter Kontrolle zu bringen, sind es seine Geschwister Lydia und Adalmar, die
auf ihre eigene Weise versuchen, hinter die Ziele dieses Baaltasar Zebub zu
kommen.
Allerdings
läuft Lydia dabei direkt in eine Falle, aus der sie nicht mehr herauskommen
kann. Denn der Beelzebub hat bereits alles bis ins Detail geplant gehabt, um
sie aus dem Spiel zu nehmen.
Doch
auch Wien und seine davon völlig ahnungslosen Bürger geraten immer mehr zur
Zielscheibe des "Herrn der Fliegen", der mit seinem tödlichen Terror
sowohl in der Kanalisation, auf dem Zentralfriedhof oder auch in einem
Passagierflugzeug dunkle Schwärme seiner ekligen Fliegen einsetzt, um Tod und
Vernichtung zu säen, womit er gleichsam auch seine eigenen dämonischen Kräfte
steigern kann.
Und
während dies auch die anderen dämonischen Sippen in Wien immer mehr in
Aufregung versetzt, versucht es Georg Zamis in der Kanzlei von Skarabäus Toth
mit der direkten Konfrontation auf zuerst verbaler Ebene. Denn auch Baaltasar
Zebub ist in seiner menschlichen Gestalt zugegen.
Aber
in den Geschwistern Zamis keimt auch längst der Verdacht, dass ihre Eltern und
Coco samt der Halbschwester Juna eben nicht wirklich getötet worden sein
könnten und das hier eher ein noch undurchsichtiger Trick des Beelzebub
dahinter stecken könnte, um die Zamis endgültig aus Wien zu vertreiben.
Indessen
ist es Adalmar Zamis, der langsam den wahren Zielen des Baaltasar Zebub auf die
Schliche kommt. Und als dieser ihn im Galgenhaus antrifft, versucht der
Beelzebub Adalmar für seine Ziele zu überreden. Denn Zebub will mehr als nur
Wien. Er will Asmodi selbst vom höllischen Thron stürzen.
- Veröffentlichung: 15. November 2025
- Autor: Simon Borner
-
Verlag:
Bastei
„Die Stimme ... und das elende Galgenhaus. Das Haus, über das die Lebenden nicht gelogen hatten. Das Haus, das schlimmer war als der Tod.“ (Das Haus Zamis/Band 133, "Beelzebub"/Seite 9)
In Band 133 mit dem Titel „BEELZEBUB“ strickt nun der
Autor Simon Borner weiter an der recht interessanten Handlung um den Dämon Baal
und seine Brut der Fliegen.
Dabei sind gerade die Passagen innerhalb der Handlung,
die sich um bestimmte Orte von Wien und damit der Bedrohung für die normalen
Mitmenschen drehen, auch an sich die spannendsten, welche die Handlung
regelrecht vorantreiben. Denn die ahnen schließlich nichts davon, dass unter
ihnen Dämonen in menschlicher Gestalt leben und wirken.
Und wenn dann ein Kaliber wie Baal (Beelzebub oder eben
Baaltasar Zebub) auf den Plan tritt, kann dies für die Normalsterblichen schon
mehr als nur recht gefährlich ausarten.
Als Leser erfährt man dann zudem auch, dass es Baal wohl
nicht in erster Line um die Zamis-Sippe geht. Aber sie kontrollieren eben die
gesamte Schwarze Familie in Wien, was natürlich eine besondere Basis ist, um
weiter nach höherem zu streben. Vielleicht liegt genau darin auch der Grund,
warum Baal die meisten der Zamis nicht gleich in die Hölle entsorgt hat und
diese deshalb immer noch leben.
Die Geschwister Georg und Lydia tun indessen eigentlich
nur das, was sie immer tun. Dabei können sie aber so noch keine Pflöcke im
Kampf gegen Baal für sich in den Boden schlagen.
Denn eines ist klar, auch wenn sie dem Geheimnis immer
wieder um kleine Schritte näher kommen, so sind sie einem Baaltasar Zebub als
Dämon des centro terrare wohl eher kaum gewachsen.
Nur Adalmar kommt am Ende dem eigentlichen Rätsel am
nächsten, was jedoch eher ein Thema der nächsten Romane sein dürfte. Und so
sind es eben die Zamis selbst, die eher etwas Ruhe zur Handlung beisteuern und
das Level der Spannung auch immer mal wieder etwas dämpfen.
Und dann bringt der Autor in diesem Roman auch noch die
dämonischen Gäste von Cocos „Cafe Zamis“ mit ins Spiel, die ebenfalls nicht an
den Tod von Coco und den anderen glauben wollen.
Das ist noch nicht unbedingt spannend, auch hier dürfte
der Faden im kommenden Roman wohl weiter aufgenommen werden. Ob das allerdings
die Spannung weiter hebt?
Aber hier bleibt das Ränkespiel zwischen den Dämonen
jedenfalls weiterhin interessant und man darf gespannt sein, wie es im
folgenden Roman mit dem Titel „GEFANGEN!“ (Band 134 von DAS HAUS ZAMIS)
weitergeht.
Und der Roman dürfte in der Handlung wohl auch einen
Ortswechsel beinhalten, in dem Coco wieder eine gewichtige Rolle spielen
dürfte.
© by Konrad Wolfram

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen