Castor Pollux
Ein Pakt aus Blut
von Rafael
Marques (Rafael Hoppe)
Senator
Urbanus wird aus der Hafenstadt Tarentum von einem Boten mit Namen Livius
Caercus aufgesucht, welcher ihn um die dringende Hilfe des Bezwingers Castor
Pollux ersucht.
Castor
kommt dieses Ersuchen jedoch nicht wirklich gelegen.
Denn einerseits läuft es mit Florentina und ihm wieder gut und da die Reise per Handelsschiff verlaufen würde, wird ihn sicherlich auch wieder die Seekrankheit plagen.
Doch
in Tarentum ist es der Sohn des dortigen Prätor Quintus Cova, der
offensichtlich seinen eigenen Sohn Marinus eingesperrt hat, weil dieser
plötzlich zu einem blutrünstigen Vampir geworden war.
Einige
Zeit vorher in den verlassenen Tempelruinen nahe Tarentum: Hier ist es Marinus
der gemeinsam mit den jungen Frauen Aurelia Caerellius, sowie dem
Straßenmädchen Nivena, die mit einer Schale voller schwarzem Blut auf Ewig ihre
Freundschaft besiegeln wollen.
Denn
sowohl Marinus als auch Aurelias Eltern ist diese seltsame Freundschaft ein
Dorn im Auge. Denn standesgemäß ist diese Verbindung sicherlich nicht.
Doch
das seltsame Blut, welches sie von einer schwarzen alten Frau ohne Gesicht
hierzu erhalten, schweißt ihre Freundschaft nicht noch enger, sondern
verwandelt sie in Vampire, welche selbst in ihrer Gier nach diesem Lebenssaft
dann nicht einmal vor ihren eigenen Familien halt machen lässt.
Nur
die nymphenhaft junge Nivena scheint dieser seltsamen Gier nach frischem Blut
seltsamer Weise nicht wirklich zu erliegen. Dafür will die alte Schwarze Frau
ohne Gesicht nun Aurelia vernichten, wobei sie sich in eine dunkle geflügelte
Kreatur verwandelt, der offenbar stets drei Eulen folgen.
Aurelia
gelingt jedoch die Flucht, wobei ihr diese dunkle Kreatur sogar vorher noch
einen Arm abreißen kann. Doch dieser regeneriert sich bei Vampiren in relativ
kurzer Zeit wieder und in die Fluten des Meeres kann die geflügelte Kreatur
Aurelia nicht folgen.
Castor
Pollux, der indessen in Tarentum angekommen ist und feststellen muss, das
Marinus Cova längst aus seiner Gefangenschaft entkommen ist, trifft statt
dessen auf die Vampirin Aurelia, die ihrerseits auf der Suche nach Marinus ist.
Aber sie hat auch einen Freund von Castor zum Vampir gemacht, welchen er
zufällig dort wiedergetroffen hatte.
Zwar
gelingt es Castor im Kampf gegen Aurelia die Oberhand zu behalten, doch muss er
dann seinen Freund erlösen, den er aus den Kämpfen mit der finsteren
Meerjungfrau Borania her kennen lernte.
Doch
dies macht seinen Auftrag deshalb nicht einfacher. Denn zu viel Blut von
Unschuldigen ist schon geflossen, Marinus der Vampir will nun an seine eigene
Schwester herankommen und offenbar gehört die geflügelte alte Frau ohne Gesicht
nicht zu den Finsteren. Ist sie vielleicht eher ein Wesen aus einer anderen und
sehr dunklen griechischen Mythologie?
- Erschienen am 24. Januar 2026
- Ein Roman von Rafael Marques
- Taschenheft Band 10 von 12 (zweite Staffel)
-
Erscheinungsweise
monatlich
„Unter Aurelias erstauntem Blick entfaltete sich das Flügelpaar. Es gab den Blick auf das Geschöpf frei, das zusammengesunken auf dem Brunnendach gehockt hatte und sich nun langsam aufrichtete. "Du!", stieß Aurelia hervor, als sie die uralte Frau aus ihren Träumen erkannte.“ (Castor Pollux: Band 10/Staffel 2, "Ein Packt aus Blut"/Seite 30)
Um den erneuten Riss zum Reich der Finsteren bleibt es
auch in Band 10 der zweiten Staffel von „CASTOR POLLUX“ eher still. Doch hier
muss der Bezwinger der Finsteren sich auch nicht wirklich mit Gefahren aus
früheren Aktivitäten bzw. Hinterlassenschaften der Finsteren beschäftigen.
Denn auch wenn hier das Blut eines toten Vampir eine
nicht unerhebliche Rolle spielt und offenbar drei junge Menschen, die völlig in
ihrer eigenen Welt leben wollten, ins Unglück stürzt, so ist das eigentliche Böse etwas völlig
anderes.
Und so muss Castor Pollux lerne, dass es nicht nur
Monster aus dem Reich der Finsteren gibt. Doch, ist diese schwarze alte Frau
ohne Gesicht, die sich in ein gewaltiges gehörntes und mit dunklen Schwingen
bewehrtes Monster verwandeln kann wirklich so böse, wie sie aussieht?
Gut, reizen sollte man diese Kreatur nicht, die
sicherlich kein Vampir ist. Doch eigentlich steckt hinter ihren Taten eher die
Sehnsucht nach Liebe, Nähe und dem Wunsch, nicht alleine die Ewigkeit zu
durchschreiten. Und schon das passt sicherlich nicht zu den Finsteren. Doch was
hat dies dann mit der mädchenhaften Nivena zu tun?
Der Roman liest sich wieder äußerst spannend und weiß
auch wieder eine gehörige Portion an düsterer Atmosphäre aufzubauen. Aber unser
Held muss auch vorsichtiger sein, denn auf sich gestellt, kann er auf Hilfe
eher kaum vertrauen.
Schließlich hat sein Partner Kimon eine eigene kleine
Familie die es zu schützen gilt. Und das schon deshalb, weil die gefährliche
Cassia ja ein Auge eben auf diese kleine Familie geworfen hatte.
Was den Roman indessen wirklich aufwertet ist die
schwarze alte Frau, dessen Gesicht man eigentlich nie wirklich erkennen, aber
zu einer enorm gefährlichen Kreatur mutieren kann.
Da ist es selbst für einen Leser der Serie vielleicht
schwer, sie nicht bei den Finsteren einzuordnen. Aber genau das macht die
Handlung dieses Taschenheft gerade so interessant wie spannend.
Leider werden wir aber bald wieder etwas auf möglichen
Nachschub in Sachen „CASTOR POLLUX“ warten müssen. Denn Februar und März wartet
noch ein Zweiteiler für das Finale von Staffel 2 auf uns.
Und danach müssen wir uns auf eine mögliche Staffel 3 von
„CASTOR POLLUX“ wohl eben wieder etwas gedulden müssen. Doch dieser noch in den
Startlöchern stehende Zweiteiler als Finale dürfte es sicherlich noch in sich
haben.
© by Konrad Wolfram

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