Reverend Pain
Das Kloster der Wölfe
von Steve Salomo (Peter Haberl)
Schon früher waren es die Werwölfe, die den höllischen Terror in der kleinen Ortschaft Grayback auf die Spitze trieben.
Doch dann kamen die Männer des Glaubens und konnten das Böse aus Grayback und
seinem Umland vertreiben und die Menschen wieder zu Gott führen.
Doch offenbar stehen die Zeichen auch dort wieder auf Sturm und Finsternis, denn Reverend Pain erhält seitens Gott selbst eine erschreckende Vision, dass die Werwölfe bei Grayback wieder ihr Unwesen treiben.
Und so macht sich Pain auf, den Mönchen des
naheliegenden Klosters in ihrem Kampf Hilfe zu bringen, um so die Kreaturen des
Satans zurück in die Flammen der Hölle zu stoßen. Doch kann er auch dem jungen
Timothy Douglas noch helfen, der in seiner Vision vom bösen Keim eines Werwolf
infiziert wurde?
Schließlich leben auch sein Vater Christopher und
seine Mutter Eliza als auch seine junge Schwester Kimberly in großer Sorge um
ihn und verlieren mitunter sogar die Hoffnungen hinsichtlich der göttlichen
Hilfe.
Zwar kann Pain den jungen Timothy ausfindig machen,
welcher den Keim des Werwolf bereits in seinem Blut trägt. Doch der Versuch,
ihn im Haus seiner Familie dann einem Exorzismus zu unterziehen, um ihn doch
noch zu retten, misslingt kläglich und der zum Werwolf mutierte junge Bursche
kann erneut entkommen.
Und so ist es Timothy, welcher als Werwolf nun Joshua Wolter grausam ermordet und dessen hübsche Tochter Carolin entführt, um sie dann dem Werwolfdämon als zukünftige Stammmutter für seinen zukünftige teuflische Brut zuzuführen.
Zwar gelingt es Pain einige Zeit später, Timothy in
einer Höhle unter der Erde zu töten, aber der Werwolfdämon sorgt dafür, dass
Pain in dem Stollen nicht mehr weiter kommt, weil er diesen Zugang hiernach
zusammenbrechen lässt.
Doch offenbar gibt es noch weitere Stollen und
Höhlen wie ein Netzwerk, die hier irgendwie alle direkt zum Kloster selbst
führen, wo die Mönche sich offenbar nur noch um sich selbst kümmern und so dem
Bösen um Grayback immer mehr Raum zugestehen. Oder sollten gar der Prior des
Klosters und die Mönche selbst bereits die treibende dämonische Kraft sein,
welche hinter den Werwölfen steht?
Und dem nicht genug, greifen die Kreaturen des Werwolfdämon inzwischen auch die Familie Douglas an, töten die Mutter und entführen ebenfalls Timothys Schwester Kimberly, um auch sie zur Stammmutter des Bösen degradieren zu können.
Gemeinsam mit dem alten Christopher Douglas macht
sich Reverend Pain daher auf, dem finsteren Treiben der Werwölfe Einhalt zu
gebieten, was ihn auch immer wieder in die vom Bösen beseelten Stollen und
Höhlen führt, in denen er sogar von anderem Höllengezücht wie etwa Zombies
angegriffen wird. Doch kann er wirklich die beiden Mädchen noch retten und den
Werwolfdämon vernichtend schlagen?
- Das Kloster der Wölfe (Roman 4 von 12)
- Deutsche Erstveröffentlichung: September 2007
- Neuer Text in Länge eines Heftroman
- Hardcover/2 Romane, Zaubermond Verlag
-
Titelbild: Sandobal
„Und dann sah er den Wolf. Er hatte sich aufgerichtet. Die Augen schienen zu glühen. Auf den Hinterläufen stapfte die Kreatur auf Tim zu. Die Lefzen hoben sich über dem mächtigen Gebiss. Aus der mächtigen Brust des Ungeheuers drang ein tiefes Grollen.“ (Reverend Pain/Seite 142, "Das Kloster der Wölfe"/Zaubermond Verlag)
Und hier handelt es sich wieder
einmal - wie es noch öfter vorkommen wird - um einen Roman des Autors Peter
Haberl, der unter dem Pseudonym Steve Solomo damals neue Romane zur
Hardcover-Reihe „REVEREND PAIN“ beigesteuert hatte.
Den Unterschied zu den Romanen
von Peter Thannisch, welcher diese Reihe des christlichen Vorschlagshammer
Gottes damals in der Bastei Reihe „GRUSEL-SCHOCKER“ ans Licht der Welt brachte, kann man auch
hier im zweiten Roman von Haberl leider nur zu gut feststellen. Und das ist
leider auch nicht positiv gemeint.
Natürlich ist unser Reverend
bei beiden Autoren der typische, ja eher sogar fanatische Verteidiger des
göttlichen Willens in einer apokalyptischen Zukunft. Und sicherlich spaltet er
so auch die Leserschaft, die ansonsten eher strahlende Helden im Romanheft
gewohnt sind, denen man wohl gerne zumindest geistig nacheifern möchte.
Und gerade im letzten Punkt bin
ich als Leser sicherlich schon eher etwas schmerzfrei und komme auch mit einer
kaltschnäuzigen Bibelschleuder Gottes klar. Nur schafft es Peter Haberl auch
hier leider wieder, wie schon im Roman „WO DIE TOTEN SICH ERHEBEN“, die
Handlung mitunter auf dem Spannungsniveau eines Beipackzettels für Medikamente
zu halten.
Und so wirken sogar mehrseitige
Kampfhandlungen des Reverend fürs Grobe dabei eher in ihrer Beschreibung wie
lustlos abgearbeitet. Da bringt es dann auch nichts, wenn Haberl hier auch mal
aus dem Blickwinkel des Reverend den österreichischen Begründer der Psychoanalyse,
Siegmund Freud, durch feurige Glaubensbekenntnisse zieht.
Denn die Gefahr auch bei seinem
zweiten Beitrag zu REVEREND PAIN ist einfach schon zu hoch, diesen Roman nur
noch querlesen zu wollen, weil der ganze bisher verbrochene Ablauf der Handlung
mitunter sogar schon zum reinen Spannungskiller mutiert.
Denn als Leser ist es
sicherlich jedem sehr schnell klar, wo das Böse in dieser Handlung seine
Zentrale aufgeschlagen hat, nur eben unser Reverend eiert ständig wie vernagelt
im Kloster oder in den Stollen im Umland herum, bis das er dann endlich mal in
Richtung Ziel steuert.
Und weitere Romane aus der
Feder (wie man so schön sagt) von Peter Haberl stehen uns in der
Hardcover-Reihe des Zaubermond Verlag ja auch noch bevor. Bitten wir also mal den
Reverend, bei Gott ein gutes Wort für den Autor einzulegen, damit sich die
weiteren Handlungen doch bitte bessern mögen.
Und das Jesus Wasser in Wein
verwandelte, kann man schon in der Bibel nachlesen. Etwas albern wirkt es
allerdings, wenn der Autor hier unseren Reverend in die Lage versetzt, für
seine Harley Wasser in Benzin zu verwandeln.
Etwas schräg ist halt noch
lange nicht immer auch gut oder gar lustig. Dafür verpasst Peter Haberl dem
Reverend mittels eines beißwütigen Werwolf aber auch den Keim des Bösen, was ja
auch schon mal was wert ist.
© by Konrad Wolfram
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