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Dienstag, 20. Oktober 2026

Heftroman: Die Nacht der Vogelscheuche

Gespenster-Krimi 209

Die Nacht der Vogelscheuche

von Morgan D. Crow

In der Gemeinde Little Paddocks gibt es vielen Jahren schon eine besondere Tradition. Denn wenn jemand im Dorf stirbt, fertigt man im Gedenken an den Verstorbenen eine Vogelscheuche an.

Doch sollte diese hässlich sein oder gar zerbrechen, so sagt man, würde dies Unglück für die Hinterbliebenen bedeuten. Und gerade jetzt findet man in Little Paddocks mehrere Leichen.

Darunter nicht nur der stadtbekannte Trinker Tevor Haynes, sondern auch die alte Mrs. Maberly, die schon immer irgendwie recht seltsam wirkte, offenbar viel Geld besaß und eher zurückgezogen von ihren direkten Mitmenschen lebte.

Molly Andrews wird indessen in der kommenden Nacht offenbar in ihrem eigenen Haus bedroht. Dabei war erst kürzlich ihre ältere wie kranke Schwester Alana verstorben.

Allerdings war Alana nie eine liebenswerte Person, sondern war selbst ihrer Schwester Molly gegenüber eine zänkische und unausstehliche Person gewesen.

Das hierbei die Vogelscheuche zu ihrem Gedenken nicht gerade ansehnlich ausgefallen war, ist unter diesen Umständen nur zu verständlich.

An der Universität, erhält Professor Harker indessen einen Hilferuf seitens einer ehemaligen Studentin. Und da auch Lady Eliza Fitzgibbon gerade bei ihm weilt, machen sie sich gemeinsam nach Little Paddocks auf, um nach dem Rechten zu sehen.

Allison Whitney, die besagte Studentin hatte schon früher eher ihren eigenen Kopf und wirre Vorstellungen von Archälogie. Und so finden Harker und Eliza sie bei ihrem Geldgeber, Professor Maddison, welcher die verrückte Idee besitzt, ein altes Anwesen in eine okkulte Akademie zu verwandeln.

Aber zum Leidwesen von Harker und Eliza scheint sich auch der düstere Roderick Craine plötzlich in Little Paddocks herumzutreiben. Und Eliza ist sich sicher das Craine offensichtlich ein Teufel sein muss, denn ein normaler Mensch ist er sicherlich nicht.

Doch welche Verbindung gibt es zwischen Craine und der ermordeten Mrs. Maberly, und wer ist für die grausamen Morde in der beschaulichen ländlichen Gemeinde verantwortlich?

Antworten könnte vielleicht Molly Andrews geben, die aus Angst vorübergehend bei der resoluten Madge Hunter wohnt. Und welche Rolle spielt hierbei Roderick Craine?

Und dann wird auch noch der versponnene Professor Maddison, laut Allison Whitney, von lebendig gewordenen Vogelscheuchen ermordet.

Und ehe sich Eliza Fitzgibbon und Professor Harker versehen, sehen sie sich als Fremde dem wütenden Mob der Anwohner ausgesetzt, bevor die Vogelscheuchen ihre mörderischen Aktivitäten öffentlich zur Schau stellen.

Doch wer oder was steckt hinter diesem offensichtlichen Fluch?

  • Erstveröffentlichung: Am 10. Oktober 2026
  • Autor: Morgan D. Crow
  • Neuer Roman der „Musgrave Hall“-Serie

„Auch er erinnerte sich gut an Craine. Hinter seinen Manieren und seiner gewählten Ausdrucksweise, hinter dem feinen Auftreten und der scheinbaren Beiläufigkeit verbarg sich eine ganz besondere Art von Ungeheuer.“ (Gespenster-Krimi/Band 209, "Die Nacht der Vogelscheuchen"/Seite 24)

Im GESPENSTER-KRIMI Band 209 gibt es endlich ein Wiedersehen mit Lady Fitzgibbon von Musgrave Hall aus Goodman's Land. Jedoch verlegt der Autor Morgan D. Crow dieses Abenteuer in eine kleine Gemeinde irgendwo in Exeter.

Das macht allerdings nichts, denn die Spannung bleibt auch hierbei auf einem recht ansprechenden Niveau, selbst wenn so einige liebgewonnene Charaktere aus Goodman's Land in diesem Roman nicht auftauchen.

Dafür gibt sich aber die finstere Gestalt Roderick Craine vom Anwesen Ravenhead in Goodman's Land wieder die Ehre.

Und der scheint offensichtlich Professor Harker und Lady Eliza hier wie Schachfiguren zu benutzen, um den verfluchten Vogelscheuchen Einhalt zu gebieten.

Doch welcher Geist am Ende wirklich hinter diesen morbiden Vogelscheuchen steckt, bleibt über eine weite Strecke durchaus ein Geheimnis. Man kann sich zwar so seine eigenen Gedanken beim Lesen machen und versuchen, Rückschlüsse zu ziehen. Allerdings so wirklich kann man die Hintergründe bis zum finalen Bereich des Romans nicht wirklich einfach in der Handlung festmachen.

Das steigert natürlich die Spannung, auch wenn der Autor vielleicht auf Seite 1 zum Einstieg in die Handlung einen durchaus entscheidenden Hinweis hinterlässt.

Auch das Cover liefert durchaus einen Hinweis, zumal es perfekt zur vorliegenden Handlung passt und eine gewisse düstere Stimmung verbreitet.

In dem Sinne konnte der Roman „DIE NACHT DER VOGELSCHEUCHE“ bei mir wieder absolut punkten und erhält so wieder einmal eine sichere Leseempfehlung von mir.

Man darf nur hoffen, dass es in der Reihe „GESPENSTER-KRIMI“ nicht zu lange dauert, bis man von Morgan D. Crow ein neues Abenteuer von Musgrave Hall geliefert bekommt. Einen Spitzenplatz unter den Sub-Serien in dieser Reihe haben diese Abenteuer bei mir jedenfalls sicher.

© by Konrad Wolfram

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