Das Haus Zamis 157
Aurora
von Michael M. Thurner
Aurora ist ein ganz besonderes Baby im Jahre 1566.
Denn das kleine Ding besitzt bereits den klaren Verstand einer erwachsenen Frau
und scheint auch sonst über besondere Fähigkeiten zu verfügen.
Denn es ist diesem Baby nur zu einfach, der Amme ihren eigenen und nicht selten sogar bösartigen Willen aufzuzwingen. Das sie aus einer Nacht zwischen ihrer Mutter Maria und einem Dämon entstammt, ahnt das Baby aber noch nicht.
Schon mit achtzehn Monaten ist die kleine Aurora
damit ein Teufel, gefangen im Körper eines Kleinkindes. Und so wächst sie
weiter heran und führt selbst ihre Amme in den Tod, bis das sie von Pater
Ricardo im Auftrag eines geheimen Oheims unter die Fittiche genommen wird.
Hier trifft sie auch auf das Zwitterwesen
Bruno/Brunella, welcher mal Junge und dann wieder ein Mädchen sein kann. Doch
späterhin wird dieser Freak, den Aurora als „Ermafrodito“ bezeichnet, den Namen
Purgatori (Fegefeuer) annehmen und seine männliche Seite beibehalten.
Aurora und Purgatori verbindet bald ein Blutpackt,
wobei sie mit Hilfe der anderen gepeinigten Kinder unter der Fuchtel von Pater
Ricardo eben dessen blutiges Ende einläuten.
Späterhin gerät Aurora mit Purgatori in die
dämonische Familie des Fürsten Augusta, welcher ihr Oheim und damit ihr
wirklicher Vater ist. Denn auch der hatte damals einen Packt mit ihrem
menschlichen Ziehvater Stefano abgeschlossen, damit dessen Frau Maria ihm ein
Kind austrägt.
Doch je älter und schöner Aurora wird, um so mehr
wächst auch ihre boshafte wie grausame Seite, während sie mit ihren nun
siebzehn Jahren sowohl Menschen als auch Dämonen den Kopf verdreht.
Dies zwingt sie und ihren Beschützer Purgatori
allerdings auch immer wieder, weiter in Europa hin und her zu reisen. Denn
Freunde macht sich Aurora auch unter den anderen Dämonen der Schwarzen Familie
nicht mit ihrem zerstörerischen Verhalten.
Doch in der etwas späteren Gemeinde Mayerling muss
Aurora und Purgatori bei einem Unwetter in einem Gasthaus nahe einer noch
ungeweihten Kirche übernachten und trifft dort auf den penetranten Weinhändler
Friedrich Canossa.
Und genau dieser Canossa scheint ihren magischen
Einflüsterungen widerstehen zu können, was Aurora zunehmend irritiert. Dabei
ahnt sie nicht wen sie da wirklich vor sich hat. Denn er ist das Oberhaupt
aller schwarzen Familien - Asmodi selbst - der hier Aurora einen erniedrigenden
Schlag versetzt, von dem sie sich nur sehr schwer wieder erholen kann.
Doch dann einige Zeit später wieder in Sizilien bei
ihrem Vater, kehren John Dee, das Medium Edward Kelley, deren Diener Wütherisch
und auch der Engel Anael in dessen Domizil ein.
Ein zusammentreffen jedoch, welches auch für Aurora
eine entscheidende Wende bedeutet. Denn nun wird ihr Leben zwischen der Hexe
und dem Engel zu einer Geschichte von Leben, Liebe und Tod.
- Veröffentlichung: Am 17. Oktober 2026
- Autor: Michael M. Thurner
- Titelbild: Mark Freier
-
Verlag: Bastei
„Die Wände des Raumes waren von Schimmel und Schleim überzogen. Auf dem Tisch standen Schüsseln, die mit Asseln, Kakerlaken, Würmern, Spinnen und menschlichen Eingeweiden gefüllt waren. Der Geruch war penetrant. Aurora betastete ihr Gesicht. Es war über und über mit Blut beschmiert.“ (Das Haus Zamis/Band 157, "Aurora"/Seite 48)
Insgesamt kann ich hier durchaus sagen, dass der Roman an sich recht gut geschrieben ist und über eine durchweg düstere Atmosphäre verfügt. Aber auch in Sachen Spannung kann der Roman „AURORA“ durchaus an vielen Stellen punkten.
Allerdings, so muss ich hier
gestehen, tat ich mich langsam mit dem vorletzten Roman der Heftreihe „DAS HAUS
ZAMIS“ doch schwer. Denn mit der nächsten Ausgabe 158 ist es mit dieser Serie
ja beim Bastei Verlag vorbei und der eigentliche rote Faden mit dem fremden
Dämon Abraxas und dessen Gehilfen Monsignore Tatkammer dürfte hier also so
nicht mehr zu Ende erzählt werden können.
Wer da also mehr wissen möchte,
sollte dann auf die letzten drei Taschenbücher beim Zaubermond Verlag zugreifen
die da heißen …
DHZ-Buch 67: Der Engel und die Hexe
- Roman 159: Grausame Erinnerung
-
Roman 160: Der Kopf des Dämon
DHZ-Buch 68: Das Heer der Gefallenen
- Roman 161: Luzifers Kralle
-
Roman 162: Das Heer der
Gefallenen
DHZ-Buch 69: Wolfsmond
- Roman 163: Wolfsmond
-
Roman 164: Hamburg soll brennen
Ob danach die Serie als
Taschenbücher mit je zwei Romanen im Zaubermond Verlag weiter erscheinen wird,
mag da auch noch mit einem Fragezeichen versehen sein.
Denn ob die Steady-Kampagne
zumindest einen gewissen Erfolg zeitigt, erfährt man hier außer einem
neuerlichen Verweis darauf auch nicht. Und so erspart man sich seitens Bastei
die sonst übliche Vorschau auf den kommenden Band 158 sogar ganz und greift
neben der Werbung zu Unterstützung im Mittelteil der Mystery-Press auch hier
nochmals auf die Unterstützungskampagne zurück.
© by Konrad Wolfram

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