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Donnerstag, 17. September 2026

Comic: Da waren es nur noch Vier!

Marvel Origins

X-Men 5

Da waren es nur noch Vier!

Offenbar ist Professor Xavier zu geschwächt und scheint nun seiner Mutantenkräfte völlig beraubt, was die X-Men in eine gewisse Zwickmühle bringt. Denn nun müssen sie völlig ohne dessen Hilfe auskommen.

Und dann tauchen auch noch unvermittelt Jean Greys Eltern zu Besuch auf, die nichts vom Zweck dieser Schule und den Fähigkeiten ihrer Tochter wissen. 

Aber auch Mastermind von der Bruderschaft der bösen Mutanten ist ganz in der Nähe und such das Hauptquartier der X-Men.

Doch da er damit scheitert, holt Quicksilver ihn wieder ab und bringt ihn zu einem Asteroiden in der Umlaufbahn der Erde, wo Magneto und die anderen Mutanten ihre Basis haben.

Und Magneto hat bereits einen neuen Plan und schickt Toad maskiert auf ein Sportfest, wo seine unglaublichen Fähigkeiten bald den Unmut der Zuschauer wegen Betrugsverdacht auslöst.

Zwar kommen die X.Men ihm zu Hilfe und retten ihn vor den wütenden Menschen, jedoch erkennt Beast recht schnell, wer sich wirklich hinter der Maske verbirgt und das dies nur eine weitere Falle ist.

Doch dann taucht Magneto mit seinen Mutanten auf und bei der gewaltsamen Auseinandersetzung können die X-Men Toad zwar festhalten, doch Magneto und die anderen nehmen Angel als Geisel mit auf den Asteroiden. Und dort unterzieht ihn Magneto einer Folter um endlich den Aufenthaltsort von Prof. Xavier zu erfahren.

Toad indessen wirkt wie in Trance und will zurück zu Magneto, was die X-Men ausnutzen können, um mit einem der Raumkapseln von Magnetos Basis im Weltraum mitzufliegen und so Angel zu befreien.

Aber auch hier kommt es schnell zu weiteren Kämpfen zwischen den X-Men und den Mutanten Magnetos. Und letzterer würde nur zu gerne die X-Men nun endgültig vernichten. Doch die Scarlet Witch schreitet gegen Magneto ein, weil sie einen solchen Mord nicht auf ihrem Gewissen haben will.

Und so wird in der weiteren Auseinandersetzung eher aus Versehen der Sprengmechanismus der Asteroidenbasis ausgelöst. Cyclops, der versucht hatte Quicksilver und die Scarlet Witch dazu zu bringen, die Seiten endgültig zu wechseln, wird nun fasst das erste Opfer von Magneto.

Doch es gelingt den anderen X-Men ihn zu retten und mit einer der Rettungskapseln zur Erde zu entkommen. Dabei wissen sie nur zu gut, das ein weiterer Kampf gegen Magneto und seiner Bruderschaft der bösen Mutanten nur wieder aufgeschoben ist.

Indessen in der Schule von Prof. Xavier angekommen, erfahren die X-Men dann, das der Professor nie seine Fähigkeiten verloren hatte, sondern dies alles von ihm als ein letzter Test betrachtet wurde, um zu sehen, ob die X-Men auch ohne seine ständige Hilfe nun Handlungsfähig sein würden.

  • Erschienen Mai 1964
  • Autor: Stan Lee
  • Zeichner: Jack Kirby
  • Vertieb: Hachette Collections SNC
  • Fortsetzung von X-MEN #4

Tritt Magneto hier noch wie ein kaltblütiger Schurken auf, der seine bösen Taten aufgrund eines krankhaften Verfolgungswahn, gepaart mit einem intensiven Machtanspruch verübt, so trifft dies eigentlich nur auf die Zeit zwischen 1963 bis 1985 bei dieser Figur von Marvel zu.

Dafür merkt man allerdings hier schon schnell, dass die Mutanten Scarlet Witch und Quicksilver langsam in Richtung Helden aufgebaut werden sollen.

Erst der Autor Chris Claremont machte sich später in Sachen Magneto daran, dieses aufgebaute Schwarz-Weiß-Schema in den Comics nachhaltig aufzubrechen. Denn hinter dem feindlichen Verhalten von Magneto steckten auch dessen dunkle Erfahrungen als Kind in einem Konzentrationslager.

Und später wird sich in der Serie dann herausstellen, das bei nicht wenigen Teilen der normalen Menschen gegen Mutanten durchaus aus Angst eine Form des Rassismus heranwächst.

Genau das scheint aber auch den dann folgenden Hype der „X-MEN“-Comics ausgelöst zu haben. Und hier ist Magneto dann auch nicht mehr nur einfach ein Monster mit geradezu krankhaften Machtgelüsten.

Denn er wird z.B. sogar zum Ausbilder am Xavier-Institut für Mutanten (seitens Professor X) und entwickelt sich so auch immer mehr zu einer der wichtigsten Schlüsselfiguren in Marvels X-Universum.

Die Beliebtheit der Figur Magneto (Erik Lehnsherr) erfuhr dann nochmals einen gewaltigen Schub unter den Comic-Fans durch die „X-MEN“-Kinofilme, in denen Magneto von den Schauspielern Ian McKellen und später dann die jüngere Version von Michael Fassbender verkörpert wurden.

Dieser Prozess, in dem auch die Mutanten zumeist nicht mehr nur in Gut oder Böse einsortiert wurden, dürfte wohl der eigentliche Ausgangspunkt für die nun rasch wachsende Beliebtheit der späteren „X-MEN“-Comics gewesen sein.

Denn zu Beginn dümpelte die Beliebtheit der Serie ja eher etwas mager vor sich hin und es gab sogar Stimmen, die behaupteten, dass dies wohl (nur) an der einheitlichen Kostümierung gelegen habe, da die X-Men so nicht farbenfroh genug für die damals noch recht jungen Fans wirkten.

Dass letztere Kritik allerdings nicht so ganz den Kern traf, zeigt z.B. recht eindringlich die ebenfalls einheitliche wie in ihrer Art schlichte Kostümierung der FANTASTIC FOUR, welche trotzdem die erste Erfolgswelle (November 1961) für die späteren Superhelden-Serien aus dem Hause Marvel in Sachen Beliebtheit auslösten.

Viel eher dürfte der Hemmschuh zum schnellen Erfolg der neuen Serie „X-MEN“ (1963) darin gelegen haben, das hier erst einmal nur ein weiteres Team von Superhelden sich mit einer Riege von bösen Gegnern prügelte. Dieses Feld war damals aber schon für die Comic-Fans bei Marvel abgedeckt durch die FANTASTIC FOUR oder den AVENGERS.

Aber auch das schlichte Schwarz-Weiß-Konstrukt hinsichtlich der Schurken zeitigte bei den X-Men erst einmal keine neuen Impulse für ein weiteres Helden-Team. Zumal, wer würde sich denn bitte ernsthaft selbst als "böse" Mutanten bezeichnen?

Gerade aber die spätere Vielschichtigkeit der Handlungen bei den X-Men war es dann, welche zu dem eher verspäteten Erfolg der Serie“ X-MEN“ führte.

© by Konrad Wolfram

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