Die Schattenjäger 1
Wer die Schatten jagt…
von Mara Laue
1999. Im dem geheimen Forschungslabor
„Station 2“ im Industriepark Frankfurt-Höchst kommt es bei dem wissenschaftlichen
Experiment von Doktor Amira Sayyed und ihrem Team, Partikel in einem
Teilchenbeschleuniger auf Überlichtgeschwindigkeit zu bringen, zu einer
Explosion.
Nach diesem Vorfall, bei dem siebzehn Menschen getötet und zweiunddreißig Menschen teils schwer verletzt wurden, scheint laut Dr. Lange ein weiteres Problem aufgetreten. zu sein.
Denn die Wissenschaftlerin berichtet ihrem Vorgesetzten Burghart
Seger, dass durch die Implosion des Teilchenbeschleunigers ein Dimensionstor entstanden
ist, durch das Wesen aus der Anderswelt in die Welt der Menschen kommen
könnten.
Daraufhin beschließt Sieger die Untergeschosse des zerstörten
Forschungslabors mit Beton und anderen Füllmaterial zu versiegeln und Station 3
in Betrieb zu nehmen, woraufhin Dr. Yrsa Lange kündigt.
2001.
Hauptkommissar Fabian Mahler wird ins Büro der der Polizeipräsidentin Frauke
Isenbert gerufen, von der er eine Sonderaufgabe zugeteilt bekommt, da Mahler früher
Ermittler in einer Sondereinheit gewesen war, die sich mit unerklärlichen
Phänomenen beschäftigte.
Der Hauptkommissar macht dabei die Bekanntschaft mit Staatssekretär
Gullbrand Saalfeld, der ihm anbietet, einer speziellen Einsatztruppe
beizutreten, die Wesen aus der Schattenwelt jagen soll, die seit dem Vorfall im
Industriepark Frankfurt-Höchst vermehrt in diesem Gebiet in Erscheinung getreten
sind und Menschen töten.
Um die Wesen aus der Schattenwelt effizient bekämpfen zu
können, soll eine geheime Behörde gegründet werden, die Mahler leiten soll.
Zudem soll Mahler ein Einsatz-Team zusammenstellen, dessen Mitglieder er
sorgfältig aussuchen soll.
2005.
Die AEPOCS (Agence Européenne de Police pour les Crimes Surnaturels – die
europäische Polizeiagentur für übernatürliche Verbrechen) unter der Leitung von
Fabian Mahler hat ihren Sitz im Tiefgeschoss des alten Polizeipräsidium in der
Friedrich-Ebert-Anlage das unter Denkmalschutz steht, deren Büros mit der
modernsten Computertechnik ausgestattet sind.
Zudem besitzt der unterirdische Komplex unter anderem auch
eine eigene Krankenstation nebst OP, die von Dr. Indira Ranga geleitet wird.
Hinzu kommt, dass es weltweit andere Organisationen gibt,
die sich mit den durch Schattenwesen begangenen Verbrechen beschäftigen, wie
die N.O.I.R.E (die Nouvelle Organisation d’Intervention et de Recherche
Extra-normale) in Frankreich, die BCMS (Brigada de Crímenes del Mundo Sombrío) in
Spanien, das DOC (Departement of Occult Crimes) in den USA oder das das BOWA (Bureau
of Otherworldly Affaires) in Australien.
Die Schattenjäger in Frankfurt haben es mit einem neuen
Fall zu tun, um den sich Fabian Mahler, der Leiter der AEPOCS, zusammen mit
drei weiteren Agenten seiner geheimen Behörde persönlich kümmert.
Zwei blutleeren Frauenleichen wurden entdeckt. Im Fokus
der Ermittlungen gerät der Künstler Bert Nachtwey, der vor dem Verschwinden der
beiden Frauen ein Treffen mit Inken Nowak und Nora Janssen in seiner Garderobe hatte…
- Erschienen am 12. September 2026
- Novo-Books im vss-verlag
Es ist ja immer schön, wenn eine neue Horror-Serie gestartet wird, aber das
Konzept der Serie „DIE SCHATTENJÄGER“ wirft leider diverse Fragen auf.
Denn wieso spielt eine Horror-Serie, die am 12. September
2026 gestartet wurde, nicht auch im Jahr 2026. Stattdessen werden im ersten
Band der neuen Horror-Serie zwei ‚Vorgeschichten‘ präsentiert, die im Jahr 1999
und 2001, und eine ‚Hauptgeschichte‘ präsentiert, die im Jahr 2005 spielt. Also
21 Jahre in der Vergangenheit.
Auch fragte ich mich beim Lesen des Romans „WER SCHATTEN
JAGT“, wieso nur böse Schattenwesen aus der anderen Dimension bzw. aus der
Anderswelt in die Menschenwelt gelangen bzw. kommen, die dort anscheinend
nichts anderes tun wollen, als Menschen zu töten und Verbrechen zu begehen.
Und wieso hat die AEPOCS seit ihrer Gründung im Jahr 2001
kein Gerät entwickelt, womit man Schattenwesen in ihrer menschlichen Gestalt
erkennen kann?
Störend wirkt (insbesondere für mich als männlicher
Leser) aber auch die offensichtliche Frauenlastigkeit des ersten Bandes der
Serie „DIE SCHATTENJÄGER“.
Angefangen mit der Wissenschaftlerin Dr. Yrsa Lange und
der Polizeipräsidentin Frauke Isenbert über Dr. Indira Ranga und Clarisse Dumont bis hin zu Marla Singer
und Linda Scholz.
Wenn man für eine Serie Leser beiderlei Geschlechts
ansprechen will, sollten zumindest die Protagonisten und Figuren der Serie
ausgewogen sein, zumal der einzige männliche Bezugspunkt in der Serie Fabian
Mahler, der Leiter von AEPOCS, ist.
Die wenigen übrigen männlichen Figuren im Roman sind dagegen
zumeist unsympathisch und negativ beschrieben und dargestellt oder entpuppen
sich im Verlauf der Handlung des Romans als Bösewichte und/oder als
Schattenwesen oder treten als Agenten der AEPOCS nur am Rande auf.
Auch sind im ersten Band viel zu viele
Informationen verarbeitet, die insbesondere auch die AEPOCS und ihre Ableger auf
der ganzen Welt betreffen, die man lieber dosiert auf einige Bände hätte
verteilen sollen.
Auch fallen im Roman einige Fehler im Text auf, die das im Impressum des Romans
angegebene Korrektorat (aus welchen Gründen auch immer) übersehen hat.
So fängt zum Beispiel ein neues ‚Kapitel‘ mit nachfolgendem verstümmelten
Satz an.
„die vierzig in einem dunklen Anzug vorzufinden“,
was beim Lesen natürlich direkt ins Auge fällt. Was schade ist. Denn wenn man eine Serie
Professionell veröffentlichen will, sollten solche Fehler im Text nicht
vorkommen bzw. auch nicht übersehen werden.
Fazit
1: Nach den durchaus interessanten
beiden Vorgeschichten mit dem geheimen Forschungslabor „Station 2“ im Jahr 1999
und mit Hauptkommissar Fabian Mahler im Jahr 2001, flacht die zweite Hälfte des
Romans, die im Jahr 2005 spielt, allerdings erheblich ab.
Das liegt vor allem an der sehr vorhersehbare Handlung,
aus der sich sehr schnell herauskristallisiert, dass es sich bei den
Schattenwesen, die Mahler und sein Team suchen, um Vampire handelt.
Aber auch die Unterteilung der Vampire in verschiedene
Klassen bringt in der Serie „DIE SCHATTENJÄGER“ nichts ‚Neues‘ oder ‚Interessantes‘
zutage, denn ähnliches kennt man als Leser von Horror-Romanen bereits aus
diversen anderen Heftroman-Serien bzw. Buch-Serien, etc.
Fazit
2: Insgesamt hinterlässt der erste Band der Horror-Serie „DIE SCHATTENJÄGER“
nicht nur ein großes Fragezeichen, sondern der Roman „WER SCHATTEN JAGT“ der
Autorin MARA LAUE hat aufgrund seiner nicht gerade sehr unterhaltsamen
und spannungsreichen Handlung (insbesondere in der zweiten Hälfte des Romans) in
keiner Weise mein Interesse geweckt, auch die nachfolgenden Bände der neue
Horror-Serie zu lesen.
© by Ingo Löchel

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