The House of a Hundred Whispers
von Graham Masterton
Herbert
Russell, der ehemalige Direktor des örtlichen Gefängnisses, der viele Jahre in
Allhallows Hall, einem alten Herrenhaus am Rande des Dartmoor gelebt hat, wird mit
einer Wunde am Kopf tot in seinem Haus aufgefunden.
Seine
Leiche wird nach Plymouth ins Derriford Hospital gebracht, damit eine Autopsie
durchgeführt werden kann, um die genaue Todesursache festzustellen.
Denn die Polizei geht davon aus, dass Russell womöglich von einem Einbrecher angegriffen wurde.
Am
Tag der Testamentseröffnung, die von Russells Anwältin Margaret Walsh
durchgeführt wird, kommt es zwischen den drei Geschwistern Rob, Martin und
Grace zum Streit. Zudem will Martin das neue Testament seines Vaters anfechten.
Denn
Herbert Russell hat kurz vor seinem Tod sein Testament geändert. Ursprünglich
war vorgesehen, dass Allhallows Hall zu gleichen Teilen zwischen seinen drei
Kindern aufgeteilt wird.
Doch
nun soll das Haus nach seinem Tod von den drei Geschwistern für dreizehn Jahre
treuhänderisch verwaltet werden, bis Timmy, der fünfjährige Sohn von Rob und
seiner Frau Vicky, volljährig ist, um das Haus danach zu erben.
Während
der dreizehn Jahre sind die Treuhänder gleichermaßen für den Unterhalt,
Reparaturen, Kommunalsteuern und Betriebskosten und dergleichen verantwortlich.
Sollte
einer der drei Geschwister im Laufe dieser dreizehn Jahre versterben, dann
müssen die verbliebenen Treuhänder die Kosten tragen, bis die Treuhandschaft
ausläuft
Als
Treuhandverwalter steht es allen Familienmitgliedern zudem frei, im Haus zu
wohnen oder es als Feriendomizil zu nutzen.
Der
Hausrat darf während drei dreizehn Jahre nicht verkauft werden. Auch darf
niemand außerhalb der Familie das Haus nutzen.
Nach
der Testamentseröffnung verschwindet der fünfjährige Timmy. Und trotz der
Durchsuchung des Hauses durch alle Familienangehörigen und der Einschaltung der
Polizei und der Suche mit einem Spürhund, der sich merkwürdig verhält, bleibt
der Junge spurlos verschwunden...
- Erschienen am 19. August 2026
- Übersetzt von Heiner Eden
- Festa Verlag
- Horror & Thriller - Band 225
- 464 Seiten, 16,99 Euro (Buch), 5,99 Euro (Ebook)
Der Autor GRAHAM MASTERTON verbindet die düstere
Atmosphäre eines alten Hauses in der Nähe des Dartmoor, indem es anscheinend zu
spuken scheint, mit den üblichen Zutaten eines Dämonen-Szenarios.
Ob dies allerdings ein so guter Mix ist, lass ich mal
dahingestellt, denn das muss jeder Leser selbst entscheiden, mir jedenfalls hat
dieser Geisterhaus-Spuk-Dämonen-Exorzismus-Mix nicht besonders gut gefallen,
was durchaus seine Gründe hatte.
Zum einen ist der Roman „THE HOUSE OF A HUNDRED
WHISPERS“ mit seinen über 450 Seiten viel
zu lang geraten, wodurch die Geschichte und die Handlung des Buches ziemlich in
die Länge gezogen wurde, dem eine Kürzung von mindestens 100 Seiten durchaus
gut getan hätte.
Zudem passiert im ersten und bis weit ins zweite Drittel
des Horror-Romans außer dem Verschwinden von Timmy und der Suche nach dem
fünfjährigen auch nicht allzu viel, abgesehen davon, dass Herbert Russell am
Anfang des Buches von einem Unbekannten im Haus ermordet wird.
Danach plätschert die Geschichte viele Seiten vor sich
hin, in denen vor allem Vicky, die Frau von Rob Russell und Mutter des
fünfjährigen Timmys, ein seltsames Flüstern und die Stimme eines Kindes im alten Herrenhaus
Allhallows Hall wahrnimmt bzw. hört.
Bei der Suche nach Timmy bekommen Rob und Vicky Hilfe von
John Kipling, der im Haus nach verborgenen Verstecken sucht, der schließlich
vorschlägt Ada Grey, ein in der Gegend bekanntes Medium, die sich aber selbst
als Beschwörerin bzw. als Hexe bezeichnet, einzuschalten.
Hinzu kommt, dass man als Leser auch ständig mit den
Streitereien zwischen dem unsympathischen Martin und seiner Frau Katherine
genervt wird, der dann auch (glücklicherweise) spurlos verschwindet.
Doch das all reichte für mich persönlich als Leser nicht
aus, um kontinuierlich am Ball zu bleiben, weil bei mir durch dieses langatmige
und völlig unrealistische Szenario auch eine gewisse Langeweile aufkam, so dass
ich den Roman danach nur noch Stück für Stück und Kapitel für Kapitel las, dabei aber immer
wieder Pausen einlegte und unter anderem einen anderen Roman parallel las, um etwas Abwechslung zu
bekommen.
Fazit: Mit dem Buch „THE HOUSE OF A HUNDRED WHISPERS“ präsentiert GRAHAM MASTERTON einen ziemlich langweiligen und langatmigen Horror-Roman, der unter anderem auch daran kränkelt, dass der Autor zu viele unpassende Versatzstücke aus Filmen wie „POLTERGEIST“, „CONJURING“, etc. sowie aus diversen HAUNTED-HOUSE-Filmen und – Romanen und am Ende auch noch Exorzismus-Kram verwendet, was alles dafür sorgt, dass der Roman weder sehr stimmig und noch sehr glaubwürdig wirkt.
© by Ingo Löchel

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