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Freitag, 25. September 2026

Roman: The House of a Hundred Whispers

The House of a Hundred Whispers

von Graham Masterton

Herbert Russell, der ehemalige Direktor des örtlichen Gefängnisses, der viele Jahre in Allhallows Hall, einem alten Herrenhaus am Rande des Dartmoor gelebt hat, wird mit einer Wunde am Kopf tot in seinem Haus aufgefunden.

Seine Leiche wird nach Plymouth ins Derriford Hospital gebracht, damit eine Autopsie durchgeführt werden kann, um die genaue Todesursache festzustellen.

Denn die Polizei geht davon aus, dass Russell womöglich von einem Einbrecher angegriffen wurde.

Am Tag der Testamentseröffnung, die von Russells Anwältin Margaret Walsh durchgeführt wird, kommt es zwischen den drei Geschwistern Rob, Martin und Grace zum Streit. Zudem will Martin das neue Testament seines Vaters anfechten.

Denn Herbert Russell hat kurz vor seinem Tod sein Testament geändert. Ursprünglich war vorgesehen, dass Allhallows Hall zu gleichen Teilen zwischen seinen drei Kindern aufgeteilt wird.

Doch nun soll das Haus nach seinem Tod von den drei Geschwistern für dreizehn Jahre treuhänderisch verwaltet werden, bis Timmy, der fünfjährige Sohn von Rob und seiner Frau Vicky, volljährig ist, um das Haus danach zu erben.

Während der dreizehn Jahre sind die Treuhänder gleichermaßen für den Unterhalt, Reparaturen, Kommunalsteuern und Betriebskosten und dergleichen verantwortlich.

Sollte einer der drei Geschwister im Laufe dieser dreizehn Jahre versterben, dann müssen die verbliebenen Treuhänder die Kosten tragen, bis die Treuhandschaft ausläuft

Als Treuhandverwalter steht es allen Familienmitgliedern zudem frei, im Haus zu wohnen oder es als Feriendomizil zu nutzen.

Der Hausrat darf während drei dreizehn Jahre nicht verkauft werden. Auch darf niemand außerhalb der Familie das Haus nutzen.

Nach der Testamentseröffnung verschwindet der fünfjährige Timmy. Und trotz der Durchsuchung des Hauses durch alle Familienangehörigen und der Einschaltung der Polizei und der Suche mit einem Spürhund, der sich merkwürdig verhält, bleibt der Junge spurlos verschwunden...

  • Erschienen am 19. August 2026
  • Übersetzt von Heiner Eden
  • Festa Verlag
  • Horror & Thriller - Band 225
  • 464 Seiten, 16,99 Euro (Buch), 5,99 Euro (Ebook)

Der Autor GRAHAM MASTERTON verbindet die düstere Atmosphäre eines alten Hauses in der Nähe des Dartmoor, indem es anscheinend zu spuken scheint, mit den üblichen Zutaten eines Dämonen-Szenarios.

Ob dies allerdings ein so guter Mix ist, lass ich mal dahingestellt, denn das muss jeder Leser selbst entscheiden, mir jedenfalls hat dieser Geisterhaus-Spuk-Dämonen-Exorzismus-Mix nicht besonders gut gefallen, was durchaus seine Gründe hatte.

Zum einen ist der Roman „THE HOUSE OF A HUNDRED WHISPERS“  mit seinen über 450 Seiten viel zu lang geraten, wodurch die Geschichte und die Handlung des Buches ziemlich in die Länge gezogen wurde, dem eine Kürzung von mindestens 100 Seiten durchaus gut getan hätte.

Zudem passiert im ersten und bis weit ins zweite Drittel des Horror-Romans außer dem Verschwinden von Timmy und der Suche nach dem fünfjährigen auch nicht allzu viel, abgesehen davon, dass Herbert Russell am Anfang des Buches von einem Unbekannten im Haus ermordet wird.

Danach plätschert die Geschichte viele Seiten vor sich hin, in denen vor allem Vicky, die Frau von Rob Russell und Mutter des fünfjährigen Timmys, ein seltsames Flüstern und die  Stimme eines Kindes im alten Herrenhaus Allhallows Hall wahrnimmt bzw. hört.

Bei der Suche nach Timmy bekommen Rob und Vicky Hilfe von John Kipling, der im Haus nach verborgenen Verstecken sucht, der schließlich vorschlägt Ada Grey, ein in der Gegend bekanntes Medium, die sich aber selbst als Beschwörerin bzw. als Hexe bezeichnet, einzuschalten.

Hinzu kommt, dass man als Leser auch ständig mit den Streitereien zwischen dem unsympathischen Martin und seiner Frau Katherine genervt wird, der dann auch (glücklicherweise) spurlos verschwindet.  

Doch das all reichte für mich persönlich als Leser nicht aus, um kontinuierlich am Ball zu bleiben, weil bei mir durch dieses langatmige und völlig unrealistische Szenario auch eine gewisse Langeweile aufkam, so dass ich den Roman danach nur noch Stück für Stück und  Kapitel für Kapitel las, dabei aber immer wieder Pausen einlegte und unter anderem einen anderen Roman  parallel las, um etwas Abwechslung zu bekommen.

Fazit: Mit dem Buch „THE HOUSE OF A HUNDRED WHISPERS“ präsentiert GRAHAM MASTERTON einen ziemlich langweiligen und langatmigen Horror-Roman, der unter anderem auch daran kränkelt, dass der Autor zu viele unpassende Versatzstücke aus Filmen wie „POLTERGEIST“, „CONJURING“, etc. sowie aus  diversen HAUNTED-HOUSE-Filmen und – Romanen und am Ende auch noch Exorzismus-Kram verwendet, was alles dafür sorgt, dass der Roman weder sehr stimmig und noch sehr glaubwürdig wirkt.  

© by Ingo Löchel

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