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Samstag, 5. September 2026

Roman: Europa - Wir sind nicht allein

Europa

Wir sind nicht allein

von Greig Beck

Unter dem Kommando von Brad Morgan, Nina Barker und sieben weiterer Astronauten will die USA mit der Traveler-Mission ihre erste bemannte Mission zum Jupitermond Europa absolvieren.

Die Russen haben schon weit eher ein bemanntes Raumschiff nach Europa geschickt, um dort unter dem Eispanzer auch den gewaltigen Ozeane nach möglichem Leben zu untersuchen. 

Doch kaum dort angekommen, ist jeglicher Kontakt vor knapp zwei Jahren zu dem Raumschiff abgebrochen. 

Dass es dort offenbar Leben in diesem Ozean gibt, hatte man bereits bei einer unbemannten US-Mission feststellen können, denn die Unterwasserdrohne hatte einen Kontakt zu einem Wesen, welches man auf der Erde nach den übermittelten Bildern nur den "Engel in der Dunkelheit" getauft hatte.

Und so gehen die Wissenschaftler und Forscher der Traveler-Mission mit hochgesteckten Zielen an ihre Aufgabe, indem unter dem Kommando von Nina Barker ein Team die weiten Eislandschaften des Mondes mit einem panzerartigen Mobil erforschen wird, während Brad Morgan mit einem zweiten Team in einem Tauchboot den gigantischen Ozean unter der enormen Eisdecke des Mondes erforschen will.

Dabei scheinen für beide Teams zuerst die jeweiligen Missionen auch ganz nach Plan zu verlaufen. Doch dies ändert sich schon recht bald. Denn der Landeplatz des Raumschiffs selbst scheint alles andere als sicher. Und bedrohliche Lebensformen gibt es nicht nur in dem gewaltigen Ozean von Europa.

Denn so lebensfeindlich Europa auch auf seiner enormen Eisdecke für Menschen sein mag, so scheinen hier kleine Kreaturen zu existieren, die Fadenwürmern nicht unähnlich sind.

Doch diese Kreaturen sind äußerst bedrohlich, denn sie fressen sich nicht nur durch Raumanzüge und in die Körper von Menschen hinein, sondern lösen ihre Opfer sogar vollständig auf, übernehmen dabei auch ihr ganzes Wissen und deren Bewusstsein und bilden als Kollektiv sogar eine perfekte Kopie ihrer Opfer.

Und das Ziel dieser offensichtlichen Parasiten, die selbst durch einen hohlen Asteroiden aus dem Kosmos kamen, ist offenbar nun sogar die Erde. Dies aber wäre die wohl größte vorstellbare Katastrophe für den Fortbestand der Menschheit und allen Lebens auf unserem Planeten.

Aber auch in dem gewaltigen Ozean des Mondes scheint man nicht nur auf tierisches Leben zu stoßen, sondern man trifft hier auf Zeichen und Schriftformen, die offensichtlich von einer intelligenten Spezies stammen könnte.

Doch längst befinden sich die letzten Überlebenden der Traveler-Mission auf der gefährlichen Suche nach dem russischen Raumschiff, wenn sie überhaupt überleben wollen.

Denn ihr eigenes Raumschiff ist explodiert und die grausamen Parasiten setzen alles daran, auch die letzten Überlebenden ihrer Schwarmintelligenz hinzuzufügen.

  • Europa - Wir sind nicht allein
  • Autor: Greig Beck
  • Genre: Sci-Fi/Horror
  • ISBN: 978-3-95835-940-6
  • Taschenbuch ca. 340 Seiten
  • Luzifer Verlag
  • Deutsche Erstveröffentlichung: Am 14. August 2026
„Draußen aus der Dunkelheit gingen kleine Lichter an. Augen. Zuerst zwei, dann eine Traube, dann immer mehr. Sie standen eine Weile im Wasser und beobachteten das Tauchboot, dann erloschen die meisten. Und dann nahmen sie die Verfolgung auf.“ (Europa - Wir sind nicht allein/Seite 130)

Im Grunde wissen die Leser hier schon bald, das offenbar nur noch der Kommandant Brad Morgan mit einer russischen Rettungskapsel wieder zur Erde zurückkehrt ist. So sieht es zumindest zu Beginn des Romans aus.

Das dämpft allerdings nicht die sich steigernde Spannung des Romans. Denn dessen älterer Bruder Greg Morgan, ein Astrophysiker der NASA sichtet die Informationen der Traveler-Mission.

Und damit schickt der Autor Greig Beck auch seine Leser zeitlich mit zurück zum Beginn der Mission auf dem Jupitermond Europa und setzt sie damit einem kosmischen Schrecken aus, den man sich eventuell filmisch irgendwo zwischen „DIE KÖRPERFRESSER KOMMEN“ (1978) und John Carpenters „DAS DING AUS EINER ANDEREN WELT“ (1982) vorstellen darf. Dazu kommt dann ein guter Schuss Wahnsinn aus dem Sci-Fi-Horrorfilm „EVENT HORIZON“ (1997) hinzu und fertig ist ein überaus spannender literarischer Schrecken in unserem Sonnensystem.

Und der Autor Greig Beck macht dies sehr geschickt. Denn er verbindet Forschungsergebnisse und Theorien zum Jupitermond Europa, bei denen selbst renommierte Wissenschaftler heute nicht mehr ausschließen, eher Leben im Ozean unter dem gewaltigen Eispanzer des Mondes finden zu können als etwa auf dem Mars.

Leben allerdings kann vieles sein. So z.B. die Existenz simpler Einzeller bis hin zu komplexeren Lebensformen, die wir ja selbst in den Meeren unserer Erde an Stellen finden können, bei denen wir früher vo eher lebensfeindlichen Bedingungen ausgegangen waren.

Und diese wissenschaftlichen Theorien und Erkenntnisse der Astrophysik mixt der Autor hier mit Möglichkeiten einer düsteren Phantastik und treibt so die Handlung immer weiter, bis das der Schrecken geboren ist, den er seiner Leserschaft in seines Roman „EUROPA“ eiskalt serviert.

Und dabei geht offensichtlich die größte Gefahr nicht von  größeren Kreaturen aus, sondern eher von den ganz kleinen, die jedoch kollektiv in der Lage sind, selbst Menschen täuschend echt zu kopieren.

Und wen dieses Fieber zwischen Science Fiction, Thriller und kosmischem Horror am Ende des vorliegenden Roman gepackt haben sollte, der darf sich bereits auf die Fortsetzung „EUROPA 2 - WIR SIND NICHT ALLEIN“ freuen, welchen der Luzifer Verlag bis jetzt zum 15 Januar 2027 angekündigt hat.

Von daher sollte man sich also diesen bereits vorliegenden Roman mit dem Titel „EUROPA - WIR SIND NICHT ALLEIN“ von Greig Beck sicherlich nicht entgehen lassen.

© by Konrad Wolfram

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