Europa
Wir sind nicht allein
von Greig Beck
Unter
dem Kommando von Brad Morgan, Nina Barker und sieben weiterer Astronauten will
die USA mit der Traveler-Mission ihre erste bemannte Mission zum Jupitermond
Europa absolvieren.
Die Russen haben schon weit eher ein bemanntes Raumschiff nach Europa geschickt, um dort unter dem Eispanzer auch den gewaltigen Ozeane nach möglichem Leben zu untersuchen.
Doch kaum dort angekommen, ist jeglicher Kontakt vor knapp zwei Jahren zu dem Raumschiff abgebrochen.
Dass
es dort offenbar Leben in diesem Ozean gibt, hatte man bereits bei einer
unbemannten US-Mission feststellen können, denn die Unterwasserdrohne hatte
einen Kontakt zu einem Wesen, welches man auf der Erde nach den übermittelten
Bildern nur den "Engel in der Dunkelheit" getauft hatte.
Und
so gehen die Wissenschaftler und Forscher der Traveler-Mission mit
hochgesteckten Zielen an ihre Aufgabe, indem unter dem Kommando von Nina Barker
ein Team die weiten Eislandschaften des Mondes mit einem panzerartigen Mobil
erforschen wird, während Brad Morgan mit einem zweiten Team in einem Tauchboot
den gigantischen Ozean unter der enormen Eisdecke des Mondes erforschen will.
Dabei
scheinen für beide Teams zuerst die jeweiligen Missionen auch ganz nach Plan zu
verlaufen. Doch dies ändert sich schon recht bald. Denn der Landeplatz des
Raumschiffs selbst scheint alles andere als sicher. Und bedrohliche
Lebensformen gibt es nicht nur in dem gewaltigen Ozean von Europa.
Denn
so lebensfeindlich Europa auch auf seiner enormen Eisdecke für Menschen sein
mag, so scheinen hier kleine Kreaturen zu existieren, die Fadenwürmern nicht
unähnlich sind.
Doch
diese Kreaturen sind äußerst bedrohlich, denn sie fressen sich nicht nur durch
Raumanzüge und in die Körper von Menschen hinein, sondern lösen ihre Opfer
sogar vollständig auf, übernehmen dabei auch ihr ganzes Wissen und deren
Bewusstsein und bilden als Kollektiv sogar eine perfekte Kopie ihrer Opfer.
Und
das Ziel dieser offensichtlichen Parasiten, die selbst durch einen hohlen
Asteroiden aus dem Kosmos kamen, ist offenbar nun sogar die Erde. Dies aber
wäre die wohl größte vorstellbare Katastrophe für den Fortbestand der
Menschheit und allen Lebens auf unserem Planeten.
Aber
auch in dem gewaltigen Ozean des Mondes scheint man nicht nur auf tierisches
Leben zu stoßen, sondern man trifft hier auf Zeichen und Schriftformen, die
offensichtlich von einer intelligenten Spezies stammen könnte.
Doch längst befinden sich die letzten Überlebenden der Traveler-Mission auf der gefährlichen Suche nach dem russischen Raumschiff, wenn sie überhaupt überleben wollen.
Denn
ihr eigenes Raumschiff ist explodiert und die grausamen Parasiten setzen alles
daran, auch die letzten Überlebenden ihrer Schwarmintelligenz hinzuzufügen.
- Europa - Wir sind nicht allein
- Autor: Greig Beck
- Genre: Sci-Fi/Horror
- ISBN: 978-3-95835-940-6
- Taschenbuch ca. 340 Seiten
- Luzifer Verlag
-
Deutsche
Erstveröffentlichung: Am 14. August 2026
„Draußen aus der Dunkelheit gingen kleine Lichter an. Augen. Zuerst zwei, dann eine Traube, dann immer mehr. Sie standen eine Weile im Wasser und beobachteten das Tauchboot, dann erloschen die meisten. Und dann nahmen sie die Verfolgung auf.“ (Europa - Wir sind nicht allein/Seite 130)
Im Grunde wissen die Leser hier schon bald, das offenbar
nur noch der Kommandant Brad Morgan mit einer russischen Rettungskapsel wieder
zur Erde zurückkehrt ist. So sieht es zumindest zu Beginn des Romans aus.
Das dämpft allerdings nicht die sich steigernde Spannung
des Romans. Denn dessen älterer Bruder Greg Morgan, ein Astrophysiker der NASA
sichtet die Informationen der Traveler-Mission.
Und damit schickt der Autor Greig Beck auch seine Leser
zeitlich mit zurück zum Beginn der Mission auf dem Jupitermond Europa und setzt
sie damit einem kosmischen Schrecken aus, den man sich eventuell filmisch
irgendwo zwischen „DIE KÖRPERFRESSER KOMMEN“ (1978) und John Carpenters „DAS
DING AUS EINER ANDEREN WELT“ (1982) vorstellen darf. Dazu kommt dann ein guter
Schuss Wahnsinn aus dem Sci-Fi-Horrorfilm „EVENT HORIZON“ (1997) hinzu und
fertig ist ein überaus spannender literarischer Schrecken in unserem
Sonnensystem.
Leben allerdings kann vieles sein. So z.B. die Existenz
simpler Einzeller bis hin zu komplexeren Lebensformen, die wir ja selbst in den
Meeren unserer Erde an Stellen finden können, bei denen wir früher vo eher
lebensfeindlichen Bedingungen ausgegangen waren.
Und diese wissenschaftlichen Theorien und Erkenntnisse
der Astrophysik mixt der Autor hier mit Möglichkeiten einer düsteren Phantastik
und treibt so die Handlung immer weiter, bis das der Schrecken geboren ist, den
er seiner Leserschaft in seines Roman „EUROPA“ eiskalt serviert.
Und dabei geht offensichtlich die größte Gefahr nicht
von größeren Kreaturen aus, sondern eher
von den ganz kleinen, die jedoch kollektiv in der Lage sind, selbst Menschen
täuschend echt zu kopieren.
Und wen dieses Fieber zwischen Science Fiction, Thriller
und kosmischem Horror am Ende des vorliegenden Roman gepackt haben sollte, der
darf sich bereits auf die Fortsetzung „EUROPA 2 - WIR SIND NICHT ALLEIN“
freuen, welchen der Luzifer Verlag bis jetzt zum 15 Januar 2027 angekündigt
hat.
Von daher sollte man sich also diesen bereits
vorliegenden Roman mit dem Titel „EUROPA - WIR SIND NICHT ALLEIN“ von Greig
Beck sicherlich nicht entgehen lassen.
© by Konrad Wolfram


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