Das Höllentor
von Greig Beck
Eine Seite der ersten Bibel von vor 3500 Jahren barg ein finsteres Geheimnis, weshalb man sie herausgerissen hatte.
Es gab Gerüchte, die Seite wäre
nachträglich von Judas Ischariot geschrieben worden. Doch andere behaupten,
Satan selbst hätte sie verfasst.
Im Jahre 2020 fördert ein seltsames Beben genau die Silberrolle in der Grabeskirche in Jerusalem hervor, die unterhalb im Gewölbe des Grabes Jesu versteckt war und die in sich die Papyrusrolle schützt, welche den Weg zum Eingang der Hölle beinhalten soll.
Drake
Stoker, ein Elitesoldat der US-Reaper-Spezialeinheit trifft bei einem Einsatz
in Afghanistan aus diesem Grund auf die nicht minder gefährliche Italienerin
Isabella Romano, welche dieses Artefakt unbedingt für den Vatikan wieder in
ihren Besitz bringen will.
Sie
selbst gehört zum Orden der Tempelritter, welche in gefährlichen Fällen vom
Vatikan zum Einsatz kommen.
Denn
die Papyrusrolle des Teufels ist in Syrien den Beauftragten des Vatikans
abhandengekommen und danach in die Hände genau der Mudschahedin in Afghanistan
geraten, die Drake und sein Einsatzteam ausschalten sollen.
Das
Jahr 2023: Auch Conti Octavian will in den Besitz der Papyrusrolle gelangen,
die nun äußerst aufwendig wie vorsichtig im Vatikan entrollt wird, um sie nicht
zu zerstören und den Inhalt übersetzen zu können. Denn auch er sucht das Tor
zur Hölle um unbeschreibliche Macht zu erlangen. Denn Octavian ist ein
Satanist, der hierfür sogar seine eigenen Söldner gnadenlos in den Tod schicken
würde.
Ethan,
Drake Stokers jüngerer Bruder, dessen Verlobte Addison und dessen Freund Ferris
besteigen indessen nahe der australischen Küste die Felsformation, welche man
Ball's Peak oder auch Devil's Peak nennt. Denn dieser dunkle Felsen ragt wie
ein Haifischzahn mitten im Meer in schwindelerregende Höhen auf.
Doch
als sie bei ihrer Klettertour auf halber Höhe eine Höhle erreichen,
verschwindet Ferris plötzlich in der Nacht und auch Ethan wird scheinbar von
seltsamen Kreaturen entführt.
Nur
Addison gelingt mit einem waghalsigen Sprung die Flucht. Doch wegen der
Verletzungen die dabei entstanden, verbringt sie erst einmal eine gewisse Zeit
im Krankenhaus.
Drake,
der seit einigen Jahren gemeinsam mit Ethan die Firma des verstorbenen Vaters
führt, trommelt nun seine Kameraden Brody, Benson, Thor und Sheila vom
ehemaligen Reaper-Team zusammen, um mit Addison in die Höhle des Devil's Peak
vorzudringen und seinen dort verschollenen Bruder Ethan zu finden.
Schon
bei den Vorbereitungen trifft er hier auch wieder auf Isabella und zwei weitere
Templer, die alles daran setzen wollen, genau dieses Tor zur Hölle zu
schließen. Denn längst sind parasitäre Plagen und groteske Missbildungen
überall auf der Welt ein Zeichen, das Satan die Hölle verlassen wird, um sich
die Erde zu unterwerfen.
Doch
während sie gemeinsam den gefährlichen Abstieg in die neun Kreise der Hölle
beginnen, ist auch Octavian bereits vor Ort. Doch können sie Ethan wirklich
noch lebend befreien? Und was noch wichtiger ist, können sie die Hölle selbst
je wieder verlassen?
- Das Höllentor
- Autor: Greig Beck
- Genre: Action/Horror
- ISBN: 978-3-95835-944-4
- Taschenbuch ca. 314 Seiten
- Verlag Luzifer
-
Deutsche
Erstveröffentlichung: 11. September 2026
„Die Fliegenwolke hatte sie zum Kadaver geführt, und er erinnerte sich, dass der Gestank selbst aus zehn Fuß Entfernung so übel war, dass sie sich nicht die Mühe machten, ihn herauszuziehen, sondern zurückgingen, Benzin holten, den aufgeblähten Leichnam übergossen und in Brand setzten.“ (Das Höllentor/Seite 246)
Nun, das muss als Appetithäppchen reichen, was ja schon
mal mehr ist, als man auf dem Buchrücken selber im Vorfeld nachlesen kann.
Der Roman an sich fängt zu Beginn in einem kurzen Prolog
schon recht Stimmig im Jahre 33 - in der Nähe des Bergs Golgatha - kurz vor der
Beisetzung von Jesus Christus an, was gleich für die passende Stimmung sorgt.
Und danach geht es dann aber noch ins Jahr 1788 zum
Segelschiff Supply unter dem Kapitän Henry Lidgbird Ball von der Royal Navi,
der die seltsame wie düstere Felsformation in der Nähe von Lord Howe Island im
Pazifik entdeckt und gleich einige Männer verliert, die dort mit einem
Ruderboot anlanden.
Diese Felsformation wie auch den besagten Kapitän gab es
übrigens als hier aufgeführtes Beispiel wirklich. In der Wikipedia findet man
unter dem Suchbegriff "Ball's Peak" sogar ein Foto dieser
Felsformation mitten im Meer.
Schließlich ist hier nicht alles eine Erfindung des Autors Greig Beck, wie er es auch am Ende des Romans in seinen Anmerkungen schreibt. Das mag auch mit ein Grund sein, warum man diesen Roman einfach gespannt bis zur letzten Seite lesen muss.
Ein paar kleine Wermutstropfen gibt es aber leider auch
zu vermelden. Denn es gibt durchaus hier und da kleine Hänger, die man mit ein
paar Kürzungen hätte vermeiden können.
Zudem wird der typische Stolz auf die US-Armee und hier
auf eine Spezialeinheit etwas zu sehr ausgewalzt. Da hätte man z.B. auf das
eine oder andere Salutieren unter den Kameraden auch verzichten können.
Insgesamt aber konnte der Roman gerade in Sachen Spannung
punkten, auch wenn gesamt betrachtet eine schaurige Atmosphäre mitunter dann
doch etwas zu kurz kommt.
Das Ende wiederum verwirrte mich dann doch etwas und ließ
mich auch eher unbefriedigt zurück, was aber auch mehr als genug Raum für eine
Fortsetzung in einem weiteren Roman um „DAS HÖLLENTOR“ bieten könnte.
Aber da müssen wir wohl etwas abwarten, ob Greig Beck
hier wirklich noch eine Fortsetzung folgen lässt. Ganz unrealistisch ist dies
bei dem Autor jedenfalls nicht, wie man anhand seiner bisherigen Romane samt
den Fortsetzungen ja bereits weiß.
© by Konrad Wolfram

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