Tony Ballard 97
Die Knochenkammer der Dämonen
von A.F Morland
(Friedrich Tenkrat)
In
einem Kaufhaus taucht ein Mann mit einer Monsterklaue auf, tötet einen Wachmann
und entführt schließlich eine Frau.
Ballard und Silver werden von Peckinpah auf den Fall aufmerksam gemacht und nehmen die Verfolgung des Mannes auf, von dem Silver vermutet, dass es ein Endzeitdämon sein könnte, der seine kurze Lebensspanne mittels eines Kristalls aus der Hölle und der Lebensenergie seiner Opfer verlängern will.
Dabei stellt sich heraus, dass Yul, der Cyborg aus der Hölle, offenbar gemeinsame Sache mit den Endzeitdämonen macht.
Die
Spur führt zu einem Schloss, in dem Boram bereits ein paar der Gegner
vernichten kann, bevor auch Ballard und Silver dort auftauchen und es zu einem
erbitterten Kampf gegen Yul kommt, der schließlich - mit dem Höllenschwert -
fliehen kann.
- Erschienen
am 6. Juni 1986
In diesem Roman hört man zum ersten Mal von einer neuen
Dämonenart, die sogenannten Endzeitdämonen. Wer dabei an postapokalyptische
Wesen denkt, liegt jedoch falsch, da sich der Begriff nur auf die kurze
Lebenszeit der Dämonen bezieht.
Da Morland des öfteren spontan irgendwelche neuen Gegner
erfand, ist fraglich, ob man ihnen noch einmal begegnen wird, wobei diese
Kreation auch nicht zu den besten des Autors zählt.
Dabei fragt man sich ohnehin, warum hier zum einen sofort
von einem Dämon die Rede ist, da hier zunächst nur ein Mann mit einer
Monsterklaue auftaucht, und zum anderen, warum Ballard noch nie von den
Endzeitdämonen gehört hat, obwohl Silver scheinbar alles über sie weiß.
Ebenso fragt man sich, warum Morland unbedingt den Höllen
-Cyborg Yul auftauchen lassen und ihn mit den Endzeitdämonen zusammen agieren
lassen muss, was nicht wirklich Sinn macht. Offenbar sollte die Figur hier
einfach wieder ins Spiel gebracht werden, um einen größeren Gegner präsentieren
zu können.
Immerhin ist so dafür gesorgt, dass es am Ende zu einem
durchaus packenden Kampf gegen den Cyborg kommt, der ein wenig an den ebenfalls
beinahe unbesiegbaren Xorron erinnert. Da er noch das Höllenschwert bei sich
hat, das für sich allein schon brandgefährlich ist, wundert man sich nicht,
dass er am Ende entkommen kann.
Ein Wiedersehen wird es wohl in dem fünfteiligen Loxagon
- Zyklus geben, in dem es letztlich auch um das Höllenschwert geht, dessen
Namen Silver in Erfahrung bringen will. Und natürlich würde er es auch gern
wieder in seinen Besitz bringen.
© by Ingo Löchel

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