Marvel Origins
The Avengers 4
Captain America
stößt zu den Rächern
Prinz
Namor, der Sub-Mariner hegt weiterhin einen Hass auf die Menschen, denn
offenbar hatte sein Volk der Atlanter ihn ehemals verlassen, weil er zu viel
Zeit in die Menschheit investiert hatte.
Vor
Wut greift er im Nordmeer daher eine Gruppe Eskimos an und schleudert ihren
Götzen, einen Mann, eingeschlossen in einem Eisblock dabei ins Meer.
Und genau der gerät in den warmen Golfstrom, wo die bisher eingefrohrene Person von dem U-Boot der Avengers aufgebracht und gerettet werden kann.
Und die Helden
Thor, Iron Man, Giant-Man und Wasp trauen ihren Augen nicht. Denn
vor ihnen wacht der berühmte Captain America auf, der seit 20 Jahren mit seinem
Sidekick Bucky als verschollen gilt.
Und
der kann die Avengers nicht nur davon überzeugen, dass er der echte Captain
America ist, sondern auch darüber aufklären, was mit Bucky geschah und das sein
Alterungsprozess durch den Kälteschlaf faktisch ausgesetzt wurde.
Als
die Avengers allerdings im Hafen von New York von Bord gehen, passiert ein
Unglück. Denn ein seltsamer Strahl trifft die Avengers und sie verwandeln sich
in steinerne Statuen direkt vor den Augen unzähliger Reporter.
Cap. America verlässt indessen etwas später das U-Boot und landet durch einen Polizisten erst einmal in einem Hotel, wohin ihn Rick Jones gefolgt ist.
Gemeinsam
wollen sie versuchen herauszufinden, was mit den Avengers passiert ist und
finden auf einem Pressefoto plötzlich einen seltsamen Fotografen, dessen Kamera
jedoch verdächtig nach einer futuristischen Waffe aussieht.
Der
ist auch schnell gefunden und nach einem kurzen Kampf entpuppt sich dieser
angebliche Reporter als ein Außerirdischer, der seit Jahrhunderten auf der Erde
gestrandet ist und nun auf die Hilfe des Sub-Mariner hofft. Im Gegenzug sollte
er dafür mit seiner Waffe die Avengers ausschalten.
Cap.
America merkt, dass das fremde Wesen eigentlich keine bösen Absichten verfolgt,
sondern nur Hilfe bei seinem versunkenen Raumschiff auf dem Meeresboden hoffte,
um endlich wieder die Erde verlassen zu können.
Gemeinsam mit den Avengers, die der Außerirdische zurückverwandelt, begibt man sich an die Bergung von dessen Raumschiff. Da greift der Sub-Mariner mit einer Garde seiner Atlanter an, die ihn kurz zuvor endlich wiederfinden konnten.
Als
dann jedoch ein Seebeben die Inseln zu verschlingen droht, wähnt sich der
Sub-Mariner als Gewinner und zieht mit seinen Atlantern in Sichere Gewässer ab.
Doch das Beben war in Wirklichkeit das Raumschiff des Außerirdischen, welches
unter Wasser zu seinem Heimatflug gestartet war.
Der
Kampf scheint so mit dem Sub-Mariner vorerst beendet. Dafür aber bitten die
Avengers Captain America darum, ihrem Team beizutreten.
- Erschienen Januar 1964
- Autor: Stan Lee
- Zeichner: Jack Kirby
- Vertieb: Hachette Collections SNC
-
Captain
America kehrt zurück
Der vierte Band der Serie „THE AVENGERS“ dürfte als
erster Meilenstein der Avengers-Serie bezeichnet werden. Holte man hier doch
CAPTAIN AMERICA 1964 aus der Golden Age Ära der Comics (1940er Jahre) zurück in
die Moderne (Silver Age/kreative Wiederbelebung der Superhelden-Serien zwischen
1956 bis ca. 1970).
Dabei hatte der Captain (erschaffen 1941 von Joe Simon
& Jack Kirby) schon damals in den 1940er Jahren nicht selten Seite an Seite
auch mit dem Sub-Mariner gegen die bösen Nazis gekämpft.
Hier aber scheint der gute Captain plötzlich einige
Gedächtnislücken zu haben, denn er scheint Prinz Namor, den Sub-Mariner, nicht
mehr wirklich zu kennen. Aber das kann auch an gewissen Hirnzellen liegen,
welche durch die Schockfrostung das zeitliche gesegnet haben könnten (oder
eventuell an der Übersetzung).
Auch hier tritt zudem ein neuer Außerirdischer auf den
Plan, der jedoch kaum böse, aber sicherlich verzweifelt sein dürfte. Denn der
irrt seit vielen Jahrhunderten schon seit seiner Notlandung auf der Erde umher.
Und ganz früher war er wohl auch die Vorlage für den Mythos der Medusa mit dem
Schlangenhaupt gewesen, welche die Krieger in Stein verwandeln konnte.
Gesamt betrachtet macht dieser Comic aber richtig Spaß,
auch wenn es ebenfalls seitens der
Handlung in der heutigen Zeit noch eher recht einfach gestrickt wirkt. Das mag
vielleicht auch etwas daran gelegen haben, das Stan Lee in diesen Jahren noch
für fast alle Comic-Reihen die Storys schrieb, was sicherlich eine gewaltige
Leistung bei dem Erfolg der Marvel Comics und deren Erscheinungsrhythmus war.
Schade fand ich als junger Spunt damals nur, das diese
Heldentruppe aus Captain America, Iron-Man, Giant-Man, Wasp und Thor nur für
eher eine kurze Zeit in dieser Konstellation auftraten.
Große Veränderungen im Team waren nämlich hier noch nicht
regelmäßig und in kurzen Abständen die Regel, aber das sollte sich dann
irgendwann in späteren Jahren mächtig ändern, so dass es eigentlich
mittlerweile keine Helden seitens des gewaltigen Marvel-Universums mehr geben
dürfte, welche nicht schon mal (wenn auch vielleicht nur kurzweilig) Mitglied
der Avengers waren.
Auffällig ist hier in diesem Comic aber auch ein gewisser
Pathos, der sowohl in Bild wie Text mitschwingt, wenn hier der Held Captain
America eingeführt wird, der in seinem Kostüm ja wie eine laufende
US-Nationalflagge wirkt.
Das wirkt einerseits heute auch eher altbacken, besitzt
aber irgendwie auch einen Anflug von Gefühlen zu Heimat und eigener Kultur, die
in der heutigen Zeit z.B. bei uns leider auch verlorengegangen zu sein scheint.
Mein Nostalgiefaktor wurde mit diesem Band 4 jedenfalls
wieder wohlig gestreichelt, was so manche aktuellen Comics seitens Marvel in
der Gegenwart sowohl zeichnerisch als auch inhaltlich nur noch recht selten auf
die Beine gestellt bekommen.
© by Konrad Wolfram

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