John Sinclair 2504
Zombiestadt New York
von Ian Rolf Hill (Florian Hilleberg)
Durch den Einsatz von Johns Kreuz (siehe “Liliths Meisterplan) wurde Xorron ins Nichts geschleudert, wo weder Raum noch Zeit existieren.
Seine Reise zwischen den Dimensionen endet schließlich für den Herrn der Zombies und Ghouls (aus welchen Gründen auch immer) in New York City, genauer gesagt in Manhattan, wo Xorron nach und nach eine Vielzahl von Menschen tötet und sie in Zombies verwandelt.
Nach einem Angriff auf das „Tavern on the Green“ wird der FBI-Agent Abe Douglas von seinem Vorgesetzten James Levine eingeschaltet.
Unterdessen
statten John Sinclair und Chief Inspector Tanner Kara (die von der
Teufelstochter Asmodina besessen ist) im Büro der Firma „Hopkins Chemicals“
einen Besuch ab, um sie wegen der Ermordung von Raoul Thompson (siehe „Der Bestatter) zu befragen.
Während
der Befragung beginnt plötzlich der Würfel des Unheils an zu leuchten, der Bilder
projiziert, in denen Xorron und der FBI-Agent Abe Douglas zu sehen sind.
John Sinclair schließt darauf ein Bündnis mit Asmodina, der Dämonin, die den Würfel des Unheils einsetzt, um zusammen mit John Sinclair nach New York City zu gelangen…
- Erschienen am 4. Juli 2026
Spätestens ab der zweiten Hälfte verkommt das „JOHN SINCLAIR“-Abenteuer zu einer oberflächlichen 08/15-Unterhaltungssoße, wobei sich “ZOMBIESTADT NEW YORK“ als müder Abklatsch des „HELMUT RELLERGERD“-Romans „GHOULS IN MANHATTAN“ (erschienen am 21. Dezember 1981) entpuppt, auf dessen Handlung im Roman auch noch eingegangen wird.
Wie auch auf andere Geschehnisse aus der Vergangenheit
der Horror-Serie „GEISTERJÄGER JOHN SINCLAIR“, die für die Handlung und das
Verständnis des „JOHN SINCLAIR“-Romans aber ebenfalls völlig unnötig und belanglos
sind.
Dabei kam es mir spätestens ab der Kämpfe zwischen
Asmodina und Xorron sowie zwischen
Xorron und Hel in New York City so
vor, als befände ich mich in irgendeiner oberflächlich inszenierten Marvel-Comic-Verfilmung
bzw. in irgendeinem seelenlos inszenierten Hollywood-Blockbuster,
wobei die Romanhandlung durch diese völlig überzogenen
und substanzlos wirkenden Actionszenen auch noch völlig unglaubwürdig und
unrealistisch wurde.
Doch neben einer völlig an den Haaren herbeigezogenen Romanhandlung
mit Xorron, Asmodina und Hel, ziehen sich auch noch diverse Ungereimtheiten
durch den Roman.
Nicht nur, dass immer noch nicht die Frage geklärt wurde,
woher denn so plötzlich Asmodinas Todesengel hergekommen sind, die nach Asmodinas
Ableben (siehe „BRING MIR DEN KOPF VON ASMODINA“, JS 202, erschienen am 17. Mai
1982) alle vernichtet wurden,
so wird im Roman “ZOMBIESTADT NEW YORK“ unter anderem auch
noch der Einsatzkoffer erwähnt, den John Sinclair aus dem Kofferraum seines
Wagens holt, obwohl dieser doch bei einen seiner früheren Einsätze ‚vernichtet‘
wurde.
Doch auch das Verhalten mancher Figuren im Roman,
insbesondere das von John Sinclair ist nicht wirklich nachvollziehbar, wobei
man sich insbesondere bei dem Geisterjäger die Frage stellt, ob dieser noch ganz
richtig im Kopf ist.
Denn ohne groß darüber nachzudenken bzw. über die Folgen
nachzudenken, schließt dieser mit Asmodina ein Bündnis, also mit der Dämonin,
die systematisch sein Leben und das seiner Freunde zerstört hat.
Aber auch über das Verhalten der Göttin Hel kann man im
Roman nur noch den Kopf schütteln, die den FBI-Agenten Abe Douglas rettet, weil
sie ihn so "schnuckelig" findet.
Wie infantil ist das denn? Wie alt ist Hel? Vierzehn?
Wobei man sich schon die Frage stellt, was die Göttin Hel
überhaupt in der Handlung des Romans “ZOMBIESTADT NEW YORK“ zu suchen hat, die darin
völlig fehl am Platz ist und darin auch gar nicht hineinpasst.
Dies trifft aber auch auf das Auftauchen von Suko und dem
Spuk in New York City zu, was vermutlich ebenfalls nur dazu diente, die Seiten
des handlungsarmen Romans zu füllen, um auf die obligatorische Romanheftlänge
zu kommen…
© by Ingo Löchel

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