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Mittwoch, 29. Juli 2026

Dr. Morton 96: À la Robin Hood - Vergleiche mit der Originalfassung

Dr. Morton 96

À la Robin Hood

von John Ball

In den Wäldern von Cookbury raubt eine Bande Geld- und andere Transporte aus. 

Unter anderem auch einen mit Hightech wie Farbfernsehern und Plattenspielern beladenen Laster.

Diese werden billig in einer Slum-Gegend in Liverpool verkauft.

Der Lord findet dies heraus, aber verschweigt es den Behörden, damit die armen Käufer die Geräte nicht wieder hergeben müssen.

Bei späteren Überfällen gibt es zunehmend Todesopfer. Der Lord kommt dahinter, dass es sich um zwei Gruppen handelt: die erste, echte Robin-Hood-Gruppe lässt er davonkommen, die zweite Gruppe der brutalen Trittbrettfahrer will er stellen, indem er sich als Köder anbietet.

Die Bande bringt den Lord in ihre Gewalt, der als Geisel ihr sicheres Entkommen in einem Flugzeug garantieren soll. Sir Edward kann aber die Wahrnehmung der Verbrecher so manipulieren, dass sie glauben, in dem kleinen Flugzeug nach Südfrankreich zu fliehen, obwohl sie die ganze Zeit auf einem Flugfeld in England verbleiben.

  • Ungekürzte Original-Fassung (OF), Romantruhe, Juli 2023
  • Erstveröffentlichung: Der Lord Nr. 5, 1976

Die Geschichte ist weder gruselig noch sonderlich aufregend. Quester und Maugham zicken sich laufend an, der Lord verbringt lange Zeit in Trance und alle Beteiligten müssen viele Kilometer in Fahrzeugen zurücklegen. 

Immerhin kommt das moralische Gewissen von Sir Edward zum Tragen, da er den „guten“ Robin Hood nicht an Scotland Yard ausliefert.

Die Erwähnungen von Dr. Mortons Team in der Original-Fassung haben keinen Einfluss auf den Handlungsverlauf:

  • Chefinspektor Quester wird auf den Fall angesetzt, aber viel lieber würde er sich um die Machenschaften und Verbrechen von Dr. Morton kümmern. Leider ist diesem aber nichts nachzuweisen, zumal er mit den obersten Behörden zusammenzuarbeiten scheint (OF S. 10).
  • Die ermittelnden Polizisten in der Provinz werden von einem Mann beobachtet. Dabei handelt es sich um William Grimsby, der den Verbrechern bereits auf der Spur ist (OF S. 12).
  • Die Überfälle werden immer brutaler und gipfeln in Mord. Einem Opfer wird der Kopf zu einer blutigen Masse geschlagen (OF S. 24).
  • Rob Jones telefoniert mit Dr. Morton und erfährt, das Grimsby bereits den Verbrechern auf der Spur ist (OF S. 26).
  • Während alle noch im Dunkeln tappen, schnappen Grimsby und Vaultier einen der Raubmörder. In Brighton wird er dem Nervengas ausgesetzt, um Hinweise zu erhalten, die Dr. Morton aber nicht an Scotland Yard weitergeben will (OF S. 27).
  • Der Lord gestattet Rob nicht, Dr. Morton zu informieren – obwohl Jones dies ja bereits heimlich getan hat (OF S. 31). Rob Jones besinnt sich auf die ihm von Dr. Morton aufgetragene Aufgabe, seinen Herrn zu beschützen (OF S. 36).
  • Rob Jones berichtet Morton und Grimsby vom Abschluss des Falls, die ihre Aktivitäten bereits eingestellt haben, den Verbrecher in Brighton aber weiterhin ausfragen wollen (OF S. 62).

Das bereits für den Lord Nr. 5 verwendete Titelbild wurde horizontal gespiegelt. Allerdings unterscheidet sich die gedruckte Ausgabe von der Vorankündigung der Romantruhe (unten links).

Statt der Limousine, die eine gewundene Straße hinabfährt, erscheinen Teile des Covers von Occu Nr. 42 (unten Mitte). Vielleicht, weil besagte Straße bereits in einer Collage für Dr. Morton Nr. 61 verwendet wurde (unten rechts).

© by Helge Ebsen

 

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