Gespenster-Krimi 201
Der Hexer von Salem
Die Wiederkehr (Teil 4)
von Wolfgang
Hohlbein
In
der Kirche, in der bisher die Nonne Gertrud ihren Dienst am Herrn geleistet
hat, sieht es mittlerweile aus wie nach einem Bombeneinschlag.
Denn auch von den Neun (Seejungfrauen) leben auch nicht mehr alle, da sie massiv durch die Krötenwesen angegriffen wurden.
Dafür hat es der stellvertretene Commissioner Cohen auf Graven, Gladys sowie Lovecraft und Rowlf abgesehen.
Allerdings
scheint auch hier das Glück auf ihrer Seite zu stehen. Denn Dr. jur. Jerome
Ewing kann Cohen ordentlich lang machen und Craven samt seiner Freunde als
Rechtsbeistand erst einmal aus der Patsche helfen.
Doch
jeglicher Versuch von Howard Lovecraft und Rowlf, Gladys endlich zum Reden zu
bringen, kann diese weiterhin vereiteln, indem sie diese mit ihrem Summen
geistig manipuliert.
Und
das klappt am besten bei Craven selbst, der immer noch kaum wirkliche
Aktivitäten gegen die zunehmend gefährliche Situation in London ergreift, außer
eben mit Anwesenheit zu glänzen.
Aber
auch im Krankenhaus taucht eine Seejungfrau auf, die wie ein weiteres Duplikat
von Gladys aussieht. Allerdings sorgt sie dafür, dass alle Besatzungsmitglieder
des Hochseeclippers samt den vier Wissenschaftlern in ihrem seltsamen
Tiefschlaf sterben.
Dies
ist für Cohen endlich der Grund, Haftbefehle gegen Craven, Gladys, Rowlf und
Lovecraft zu erwirken. In der Zwischenzeit hat auch Kapitän Ogilvy samt seiner
Mannschaft des Navy-Zerstörer „Thunderchild II“ in der Themse einige handfeste
Probleme. Denn er und seine Leute stehen unter Arrest.
Doch
auch ihre weiteren Aktionen werden scheinbar von außen gesteuert. Und zwar von
den exotischen Schönheiten, welche sich gleichen wie ein Ei dem anderen.
Cohen
kann zwar Craven und die anderen mit einem Haftbefehl festnehmen lassen und
versucht sie nun aufs Revier zu bringen. Doch dies wird ihm nicht gelingen, da
immer mehr Krötenwesen auftauchen und es offenbar als ihr Hauptziel ansehen,
besonders Gladys zu töten.
Zwar
gelingt es ihnen zurück in das Haus von Craven zu gelangen, wo sie aber von
immer mehr Krötenwesen belagert werden. Doch dann taucht unerwartet Hilfe auf
von mehreren jungen Frauen, die alle wie eine Kopie von Gladys aussehen
Nun
kann jedoch Gladys ihr Geheimnis nicht mehr vor Craven und den anderen geheim
halten. Denn eine der jungen Frauen ist Ariel, ihre Mutter und gleichzeitig
auch die Königin des Volkes der Seejungfrauen. Und wenn sie stirbt, dürfte es
das Ende dieses Volk aus den Meerestiefen bedeuten.
Doch
um diesen Krieg der Tiefen Wesen in London zu beenden und die Seejungfrauen
samt Gladys wieder in Sicherheit zu schaffen, ist nun die Hilfe von Kapitän
Ogilvy und seinen Männern vonnöten.
Denn
nur sie können die Seejungfrauen gefahrlos mit der Nautilus in ihre Heimat am
Meeresboden zurückbringen.
- Roman Veröffentlichung: Am 20. Juni 2026
- Autor: Wolfgang Hohlbein
- Der Hexer
- Ein Doppelroman (Buch 4 von 4)
- Doppelter Umfang: 128 Seiten
-
Titel
Buch 3: In der Nacht
"Sie haben die Engel getötet", sagte sie. "Sie haben die Engel des Herrn umgebracht!" (Gespenster-Krimi/Band 201, Buch 4, "In der Nacht"/Seite 75)
Gut, Engel wurden hier sicherlich nicht umgebracht, auch
wenn die Nonne Gertrud es gerne so sehen möchte. Zumindest langsam abgetötet
hatte indessen der Autor Wolfgang Hohlbein meinen Geduldsfaden für einen
vierteiligen Roman, den man vielleicht eher spannend in unter zwei Romanheften
hätte zusammenfassen sollen.
Also eine etwas dickere Version der Ausgabe 200 hätte es
locker auch getan. Denn der Autor kommt auch in Teil 4 eigentlich nicht aus den
Hufen und dreht sich munter weiter im Kreis um ja genug Seiten gefüllt zu
bekommen. Und bevor der Leser einschläft, kramt er dann wieder Angriffe der
Krötenwesen hervor.
Unter dem Strich haben wir allerdings so einen Robert
Craven, ohne den die vier Romane auch funktioniert hätten. Einen Cohen von
Scotland Yard, der in seiner Sinnlosigkeit eigentlich nur noch nervt. Eine
wunderschöne Gladys, eine in Wirklichkeit vierjährige Göre von Seejungfrau, die
von zu Hause getürmt ist.
Dann die Nautilus von Kapitän Nemo, weil man für ein
gutes Ende halt ein Transportfahrzeug braucht, oder eine alte Nonne, die gegen
Ende beim Laufen schon anfängt zu verwesen und ... ach ja, Ariel, die Königin
der Seejungfrauen, die ihr Volk mangels männlicher Meeresbewohner der eigenen
Art offenbar durch weibliche Klone vermehrt.
Habe ich da noch was vergessen?
Egal, wird wohl für diese Handlung eh nicht wirklich
wichtig gewesen sein. Denn wenn gekämpft wird, dann gegen Krötenwesen, die
immer passend auftauchen, wenn die Spannung bereits fasst die Tiefe des
Mariannengraben im westlichen Pazifischen Ozean erreicht hat.
Ansonsten summt die getarnte Sirene Gladys stets jedes
wirklich spannende vorankommen der Handlung weg, oder Mary Winden die
Haushälterin von Craven vergrault alle, indem sie Enrico Caruso vom Grammophon
kreischen lässt.
Und weil es so schön ist, wird die Besatzung der „Squid“
dann doch in Jenseits befördert, auch wenn wir immer noch nicht wissen, wie die
überhaupt wieder in der Handlung auftauchen konnten.
Sorry, aber mit solchen Gruselgeschichten werde ich
sicherlich in diesem Leben kein Freund der schriftstellerischen Werke eines
Wolfgang Hohlbeins werden. Denn zu oft war ich hier bei den „HEXER“-Romanen
wieder zu nahe dran, einfach gelangweilt das Handtuch zu werfen.
© by Konrad Wolfram

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