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Freitag, 26. Juni 2026

Der Hexer von Salem - Die Wiederkehr (Teil 4)

Gespenster-Krimi 201

Der Hexer von Salem 

Die Wiederkehr (Teil 4)

von Wolfgang Hohlbein

In der Kirche, in der bisher die Nonne Gertrud ihren Dienst am Herrn geleistet hat, sieht es mittlerweile aus wie nach einem Bombeneinschlag.

Denn auch von den Neun (Seejungfrauen) leben auch nicht mehr alle, da sie massiv durch die Krötenwesen angegriffen wurden. 

Dafür hat es der stellvertretene Commissioner Cohen auf Graven, Gladys sowie Lovecraft und Rowlf abgesehen.

Allerdings scheint auch hier das Glück auf ihrer Seite zu stehen. Denn Dr. jur. Jerome Ewing kann Cohen ordentlich lang machen und Craven samt seiner Freunde als Rechtsbeistand erst einmal aus der Patsche helfen.

Doch jeglicher Versuch von Howard Lovecraft und Rowlf, Gladys endlich zum Reden zu bringen, kann diese weiterhin vereiteln, indem sie diese mit ihrem Summen geistig manipuliert.

Und das klappt am besten bei Craven selbst, der immer noch kaum wirkliche Aktivitäten gegen die zunehmend gefährliche Situation in London ergreift, außer eben mit Anwesenheit zu glänzen.

Aber auch im Krankenhaus taucht eine Seejungfrau auf, die wie ein weiteres Duplikat von Gladys aussieht. Allerdings sorgt sie dafür, dass alle Besatzungsmitglieder des Hochseeclippers samt den vier Wissenschaftlern in ihrem seltsamen Tiefschlaf sterben.

Dies ist für Cohen endlich der Grund, Haftbefehle gegen Craven, Gladys, Rowlf und Lovecraft zu erwirken. In der Zwischenzeit hat auch Kapitän Ogilvy samt seiner Mannschaft des Navy-Zerstörer „Thunderchild II“ in der Themse einige handfeste Probleme. Denn er und seine Leute stehen unter Arrest.

Doch auch ihre weiteren Aktionen werden scheinbar von außen gesteuert. Und zwar von den exotischen Schönheiten, welche sich gleichen wie ein Ei dem anderen.

Cohen kann zwar Craven und die anderen mit einem Haftbefehl festnehmen lassen und versucht sie nun aufs Revier zu bringen. Doch dies wird ihm nicht gelingen, da immer mehr Krötenwesen auftauchen und es offenbar als ihr Hauptziel ansehen, besonders Gladys zu töten.

Zwar gelingt es ihnen zurück in das Haus von Craven zu gelangen, wo sie aber von immer mehr Krötenwesen belagert werden. Doch dann taucht unerwartet Hilfe auf von mehreren jungen Frauen, die alle wie eine Kopie von Gladys aussehen

Nun kann jedoch Gladys ihr Geheimnis nicht mehr vor Craven und den anderen geheim halten. Denn eine der jungen Frauen ist Ariel, ihre Mutter und gleichzeitig auch die Königin des Volkes der Seejungfrauen. Und wenn sie stirbt, dürfte es das Ende dieses Volk aus den Meerestiefen bedeuten.

Doch um diesen Krieg der Tiefen Wesen in London zu beenden und die Seejungfrauen samt Gladys wieder in Sicherheit zu schaffen, ist nun die Hilfe von Kapitän Ogilvy und seinen Männern vonnöten.

Denn nur sie können die Seejungfrauen gefahrlos mit der Nautilus in ihre Heimat am Meeresboden zurückbringen.

  • Roman Veröffentlichung: Am 20. Juni 2026
  • Autor: Wolfgang Hohlbein
  • Der Hexer
  • Ein Doppelroman (Buch 4 von 4)
  • Doppelter Umfang: 128 Seiten
  • Titel Buch 3: In der Nacht

"Sie haben die Engel getötet", sagte sie. "Sie haben die Engel des Herrn umgebracht!"  (Gespenster-Krimi/Band 201, Buch 4, "In der Nacht"/Seite 75)

Gut, Engel wurden hier sicherlich nicht umgebracht, auch wenn die Nonne Gertrud es gerne so sehen möchte. Zumindest langsam abgetötet hatte indessen der Autor Wolfgang Hohlbein meinen Geduldsfaden für einen vierteiligen Roman, den man vielleicht eher spannend in unter zwei Romanheften hätte zusammenfassen sollen.

Also eine etwas dickere Version der Ausgabe 200 hätte es locker auch getan. Denn der Autor kommt auch in Teil 4 eigentlich nicht aus den Hufen und dreht sich munter weiter im Kreis um ja genug Seiten gefüllt zu bekommen. Und bevor der Leser einschläft, kramt er dann wieder Angriffe der Krötenwesen hervor.

Unter dem Strich haben wir allerdings so einen Robert Craven, ohne den die vier Romane auch funktioniert hätten. Einen Cohen von Scotland Yard, der in seiner Sinnlosigkeit eigentlich nur noch nervt. Eine wunderschöne Gladys, eine in Wirklichkeit vierjährige Göre von Seejungfrau, die von zu Hause getürmt ist.

Dann die Nautilus von Kapitän Nemo, weil man für ein gutes Ende halt ein Transportfahrzeug braucht, oder eine alte Nonne, die gegen Ende beim Laufen schon anfängt zu verwesen und ... ach ja, Ariel, die Königin der Seejungfrauen, die ihr Volk mangels männlicher Meeresbewohner der eigenen Art offenbar durch weibliche Klone vermehrt.

Habe ich da noch was vergessen?

Egal, wird wohl für diese Handlung eh nicht wirklich wichtig gewesen sein. Denn wenn gekämpft wird, dann gegen Krötenwesen, die immer passend auftauchen, wenn die Spannung bereits fasst die Tiefe des Mariannengraben im westlichen Pazifischen Ozean erreicht hat.

Ansonsten summt die getarnte Sirene Gladys stets jedes wirklich spannende vorankommen der Handlung weg, oder Mary Winden die Haushälterin von Craven vergrault alle, indem sie Enrico Caruso vom Grammophon kreischen lässt.

Und weil es so schön ist, wird die Besatzung der „Squid“ dann doch in Jenseits befördert, auch wenn wir immer noch nicht wissen, wie die überhaupt wieder in der Handlung auftauchen konnten.

Sorry, aber mit solchen Gruselgeschichten werde ich sicherlich in diesem Leben kein Freund der schriftstellerischen Werke eines Wolfgang Hohlbeins werden. Denn zu oft war ich hier bei den „HEXER“-Romanen wieder zu nahe dran, einfach gelangweilt das Handtuch zu werfen.

© by Konrad Wolfram

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