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Mittwoch, 10. Juni 2026

Der Hexer von Salem - Die Wiederkehr

Gespenster-Krimi 200

Der Hexer von Salem 

Die Wiederkehr

von Wolfgang Hohlbein

Der Hochseeclipper „Spuid“ mit gut zwei Dutzend Seeleuten und vier Wissenschaftlern fischen einen seltsamen großen Messingzylinder vom Meeresgrund nach oben.

Doch als man diesen Zylinder öffnet, scheint neben ganz feinem Sand auch das Grauen selbst daraus zu entweichen.

Robert Craven befindet sich indessen in einer lebhaften Diskussion mit der Fotografin Gladys Seaborn an der Themse. 

Denn seine Freunde Howard Lovecraft und der leicht halbseidene Rowlf scheinen den Hexer mit Gladys verkuppeln zu wollen.

Und genau hierbei fährt der dreimastige Clipper quasi unkontrolliert auf die geschlossene Brücke zu und kollidiert mit der selbigen. Eine Mannschaft scheint nicht mehr an Bord zu sein, wie Craven die Situation einschätzt. Aber es befindet sich etwas lebendiges und böses unter Wasser, welches Craven Aufmerksamkeit weckt.

Als sie versuchen, möglichen Überlebenden zur Rettung zu kommen, schießt Gladys indessen einige Bilder der Katastrophe und verschwindet mit dem Material, nur um späterhin bei Craven mit den entwickelten Fotos wieder aufzutauchen.

Und diese Vergrößerungen zeigen etwas, was es eigentlich nicht geben dürfte. Craven weiß genau, mit welchen dunklen Mächten er es hier zu tun hat. Jedoch hat er dem Kampf gegen die Tiefen Wesen als Kreaturen der kosmischen Großen Alten auf der Erde längst abgeschworen.

Doch Gladys lässt sich bei diesen Beweisen auf den Fotos so leicht nicht mehr ausbremsen. Gleiches gilt auch für Wilbur Cohen vom Scotland Yard, der längst zum Assistent Commissioner aufgestiegen ist und der seit langem eine Art Hassliebe zu Craven pflegt.

Und auch der merkt, dass man es hier mit Dingen zu tun hat, welche für ihn unzweideutig mit Robert Craven in Verbindung stehen müssen.

An anderen Stellen scheint das Grauen allerdings auch längst seine Fühler ausgestreckt zu haben. Denn die Besatzung des Fischerboot „Sea Dragon“ macht einen total ungewöhnlichen wie gewaltigen Fang. Doch scheinen die Meerestiere scheinbar in wilder Flucht in ihre Netze zu gehen.

Und in einem alten Zirkus taucht ein krötenartiges Monster auf, welches von ungewöhnlichen Zwitterwesen bekämpft wird, die Ähnlichkeiten mit Seejungfrauen aufweisen. Aber auch bei der späterhin folgenden Vorstellung bricht hier unter den Tieren des Zirkus eine regelrechte Panik aus, die weitere Menschenleben fordert.

Und während Commissioner Cohen sich an Craven und Gladys festzubeißen scheint, taucht der Navy-Zerstörer „HMS Thunderchild II“ vor einem kleinen Dorf an der Küste auf. Doch was sich Kapitän Ogilvy und seiner Mannschaft dort bietet, ist das unbeschreibliche Grauen.

So findet man zwar keine lebenden Einwohner mehr, aber der Strand und das Dorf ist angefüllt mit unzähligen toten Robben. 

  • Roman Veröffentlichung: 06. Juni 2026
  • Autor: Wolfgang Hohlbein
  • Der Hexer
  • Ein Doppelroman (Buch 1 & 2 von 4)
  • Doppelter Umfang: 128 Seiten
  • Titel Buch 1: Aus der Tiefe

"Etwas Finsteres hing in der Luft, unsichtbar und hinter der brennenden Kälte und der schreienden Stille verborgen, etwas Böses und durch und durch Verdorbenes, das an meiner Menschlichkeit zu schaben gegann." (Gespenster-Krimi/Band 200, Buch 1, "Aus der Tiefe"/Seite 63)

Und ja, der Autor Wolfgang Hohlbein schabte beim Lesen des ersten von insgesamt vier "Büchern" auch spätestens ab der Hälfte von „AUS DER TIEFE“ an meinen Nerven.

Und mal abgesehen davon, dass ich den Autor schon damals mal als "deutschen Stephen King" betitelt, eher für überbewertet empfunden hatte, wusste er hier mit der ersten Hälfte des umfangreichen „GESPENSTER-KRIMI“ (Band 200 mit 128 Seiten und damit zwei von insgesamt vier Romanen) dies auch gleich für mich wieder zu bestätigen.

Denn der Hexer Robert Craven taucht hier in der Handlung häufig mit seinen Freunden Howard Lovecraft und Rowlf auf, fühlt sich von der jungen Fotografin Gladys Seaborn angezogen und muss sich den Sticheleien des Assistent Commissioner Wilbur Cohen vom Scotland Yard erwehren.

Für mehr ist der "Held" im ersten Doppelroman noch nicht zu gebrauchen. Denn er ziert sich mächtig, sich den Gefahren, ausgehend von den Tiefen Wesen als Diener der Großen Alten in den Weg zu stellen.

Damit aber zumindest etwas Spannung die besagte Handlung von „AUS DER TIEFE“ (Buch 1 von 4) kreuzt, wird zuerst einmal das Böse mit  dem Hochseeclipper Squid vom Meeresboden gehoben, das setzt sich dann fort auf dem Fischerboot „Sea Dragon“, dessen Besatzung den Fang ihres Lebens macht und zieht sich dann durch einen altersschwachen Zirkus in London bis hin zu dem Zerstörer HMS Thunderchild II, welches auf ein verlassenes Dorf an der Küste samt tausenden von toten Robben trifft.

Mit einem roten Handlungsfaden in „AUS DER TIEFE“ tut sich der Autor aber noch etwas schwer, weshalb diese Vorkommnisse eher noch wie Flickwerk wirken, während Craven und Co. sich seitenlang in mitunter recht belanglosen Dialogen abarbeiten dürfen.

Aber auch die Hassliebe zwischen Cohen und Craven erinnert mich hier doch sehr stark an die ständigen Auseinandersetzung von Pater Brown und Inspektor Mallory aus der britischen Kriminalserie „FATHER BROWN“ (deutsche Erstausstrahlung: ZDFneo ab April 2014).

Dabei fing die Handlung in diesem Doppelroman durchaus interessant an. Doch spätestens ab Seite 30 war ich schon das erste Mal versucht, diesen „GESPENSTER-KRIMI“ aus Langeweile an Seite zu legen.

Da hofft man zumindest als Rezensent des Roman, das der zweite Streich (Buch 2 im GK-Band 200) unter dem Titel „MIT DEM NEBEL“ mal langsam in Wallung kommen möge.

Unschön wäre es nämlich, wenn Wolfgang Hohlbein auch hier die Handlung sich noch etwas weiter im Kreis laufen lässt, statt langsam mal kontinuierlich an der Spannungsschraube zu drehen.

© by Konrad Wolfram  

2 Kommentare:

Matthias Glombik hat gesagt…

Danke Konrad.
Ich habe jetzt 3,95 € für den Kauf gespart.
Ich wollte doch tatsächlich (obwohl ich wußte)
Aber Deine Rezension bestätigt meine Ahnung.

Konrad Wolfram hat gesagt…

Hallo Matthias,
manche mögen die Schreibe von Hohlbein ja, was wieder einmal zeigt, dass auch Kritiken nie objektiv sind. Und schreiben kann er schon. Nur schweift er mir zu sehr ab, dreht sich in der Handlung mitunter im Kreis und er kommt nur schleppend vorwärts. Und eben diese Seitenschinderei lässt die Spannung bei mir dann auch enorm kippen. Aber mal sehen wie der zweite Teil des ersten Doppelbandes wird.