Gespenster-Krimi 200
Der Hexer von Salem
Die Wiederkehr
von Wolfgang
Hohlbein
Der
Hochseeclipper „Spuid“ mit gut zwei Dutzend Seeleuten und vier Wissenschaftlern
fischen einen seltsamen großen Messingzylinder vom Meeresgrund nach oben.
Doch
als man diesen Zylinder öffnet, scheint neben ganz feinem Sand auch das Grauen
selbst daraus zu entweichen.
Robert Craven befindet sich indessen in einer lebhaften Diskussion mit der Fotografin Gladys Seaborn an der Themse.
Denn seine Freunde Howard Lovecraft und der
leicht halbseidene Rowlf scheinen den Hexer mit Gladys verkuppeln zu wollen.
Und
genau hierbei fährt der dreimastige Clipper quasi unkontrolliert auf die
geschlossene Brücke zu und kollidiert mit der selbigen. Eine Mannschaft scheint
nicht mehr an Bord zu sein, wie Craven die Situation einschätzt. Aber es
befindet sich etwas lebendiges und böses unter Wasser, welches Craven
Aufmerksamkeit weckt.
Als
sie versuchen, möglichen Überlebenden zur Rettung zu kommen, schießt Gladys
indessen einige Bilder der Katastrophe und verschwindet mit dem Material, nur
um späterhin bei Craven mit den entwickelten Fotos wieder aufzutauchen.
Und
diese Vergrößerungen zeigen etwas, was es eigentlich nicht geben dürfte. Craven
weiß genau, mit welchen dunklen Mächten er es hier zu tun hat. Jedoch hat er
dem Kampf gegen die Tiefen Wesen als Kreaturen der kosmischen Großen Alten auf
der Erde längst abgeschworen.
Doch
Gladys lässt sich bei diesen Beweisen auf den Fotos so leicht nicht mehr
ausbremsen. Gleiches gilt auch für Wilbur Cohen vom Scotland Yard, der längst
zum Assistent Commissioner aufgestiegen ist und der seit langem eine Art
Hassliebe zu Craven pflegt.
Und
auch der merkt, dass man es hier mit Dingen zu tun hat, welche für ihn
unzweideutig mit Robert Craven in Verbindung stehen müssen.
An
anderen Stellen scheint das Grauen allerdings auch längst seine Fühler
ausgestreckt zu haben. Denn die Besatzung des Fischerboot „Sea Dragon“ macht
einen total ungewöhnlichen wie gewaltigen Fang. Doch scheinen die Meerestiere
scheinbar in wilder Flucht in ihre Netze zu gehen.
Und
in einem alten Zirkus taucht ein krötenartiges Monster auf, welches von
ungewöhnlichen Zwitterwesen bekämpft wird, die Ähnlichkeiten mit Seejungfrauen
aufweisen. Aber auch bei der späterhin folgenden Vorstellung bricht hier unter
den Tieren des Zirkus eine regelrechte Panik aus, die weitere Menschenleben
fordert.
Und
während Commissioner Cohen sich an Craven und Gladys festzubeißen scheint,
taucht der Navy-Zerstörer „HMS Thunderchild II“ vor einem kleinen Dorf an der
Küste auf. Doch was sich Kapitän Ogilvy und seiner Mannschaft dort bietet, ist
das unbeschreibliche Grauen.
So
findet man zwar keine lebenden Einwohner mehr, aber der Strand und das Dorf ist
angefüllt mit unzähligen toten Robben.
- Roman Veröffentlichung: 06. Juni 2026
- Autor: Wolfgang Hohlbein
- Der Hexer
- Ein Doppelroman (Buch 1 & 2 von 4)
- Doppelter Umfang: 128 Seiten
-
Titel
Buch 1: Aus der Tiefe
"Etwas Finsteres hing in der Luft, unsichtbar und hinter der brennenden Kälte und der schreienden Stille verborgen, etwas Böses und durch und durch Verdorbenes, das an meiner Menschlichkeit zu schaben gegann." (Gespenster-Krimi/Band 200, Buch 1, "Aus der Tiefe"/Seite 63)
Und ja, der Autor Wolfgang Hohlbein schabte beim Lesen
des ersten von insgesamt vier "Büchern" auch spätestens ab der Hälfte
von „AUS DER TIEFE“ an meinen Nerven.
Und mal abgesehen davon, dass ich den Autor schon damals
mal als "deutschen Stephen King" betitelt, eher für überbewertet
empfunden hatte, wusste er hier mit der ersten Hälfte des umfangreichen „GESPENSTER-KRIMI“
(Band 200 mit 128 Seiten und damit zwei von insgesamt vier Romanen) dies auch
gleich für mich wieder zu bestätigen.
Denn der Hexer Robert Craven taucht hier in der Handlung häufig mit seinen Freunden Howard Lovecraft und Rowlf auf, fühlt sich von der jungen Fotografin Gladys Seaborn angezogen und muss sich den Sticheleien des Assistent Commissioner Wilbur Cohen vom Scotland Yard erwehren.
Für mehr ist der "Held" im ersten Doppelroman
noch nicht zu gebrauchen. Denn er ziert sich mächtig, sich den Gefahren,
ausgehend von den Tiefen Wesen als Diener der Großen Alten in den Weg zu
stellen.
Damit aber zumindest etwas Spannung die besagte Handlung
von „AUS DER TIEFE“ (Buch 1 von 4) kreuzt, wird zuerst einmal das Böse mit dem Hochseeclipper Squid vom Meeresboden
gehoben, das setzt sich dann fort auf dem Fischerboot „Sea Dragon“, dessen
Besatzung den Fang ihres Lebens macht und zieht sich dann durch einen
altersschwachen Zirkus in London bis hin zu dem Zerstörer HMS Thunderchild II,
welches auf ein verlassenes Dorf an der Küste samt tausenden von toten Robben
trifft.
Mit einem roten Handlungsfaden in „AUS DER TIEFE“ tut
sich der Autor aber noch etwas schwer, weshalb diese Vorkommnisse eher noch wie
Flickwerk wirken, während Craven und Co. sich seitenlang in mitunter recht
belanglosen Dialogen abarbeiten dürfen.
Aber auch die Hassliebe zwischen Cohen und Craven
erinnert mich hier doch sehr stark an die ständigen Auseinandersetzung von
Pater Brown und Inspektor Mallory aus der britischen Kriminalserie „FATHER
BROWN“ (deutsche Erstausstrahlung: ZDFneo ab April 2014).
Dabei fing die Handlung in diesem Doppelroman durchaus
interessant an. Doch spätestens ab Seite 30 war ich schon das erste Mal
versucht, diesen „GESPENSTER-KRIMI“ aus Langeweile an Seite zu legen.
Da hofft man zumindest als Rezensent des Roman, das der
zweite Streich (Buch 2 im GK-Band 200) unter dem Titel „MIT DEM NEBEL“ mal
langsam in Wallung kommen möge.
Unschön wäre es nämlich, wenn Wolfgang Hohlbein auch hier
die Handlung sich noch etwas weiter im Kreis laufen lässt, statt langsam mal
kontinuierlich an der Spannungsschraube zu drehen.
© by Konrad Wolfram

2 Kommentare:
Danke Konrad.
Ich habe jetzt 3,95 € für den Kauf gespart.
Ich wollte doch tatsächlich (obwohl ich wußte)
Aber Deine Rezension bestätigt meine Ahnung.
Hallo Matthias,
manche mögen die Schreibe von Hohlbein ja, was wieder einmal zeigt, dass auch Kritiken nie objektiv sind. Und schreiben kann er schon. Nur schweift er mir zu sehr ab, dreht sich in der Handlung mitunter im Kreis und er kommt nur schleppend vorwärts. Und eben diese Seitenschinderei lässt die Spannung bei mir dann auch enorm kippen. Aber mal sehen wie der zweite Teil des ersten Doppelbandes wird.
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