Dr. Morton 76
Drei Pfeile für Lord Morton
von John Ball
Bei Madame Tussauds wird auf die Wachsfigur von Lord Morton geschossen.
Der echte erhält daraufhin vorsichtshalber Schutz von
Chefinspektor Maugham und Scotland Yard.
Da ihm die Überwachung rund um die Uhr nicht gefällt, versucht Grimsby den Attentäter zu fassen. Nächtelang beobachtet er in Madame Tussauds heimlich eine neue Wachsfigur, in der OF hält er auch seine Messer bereit, um sie gegen den Unbekannten einsetzen zu können, S. 13.
Ein Verdächtiger erscheint, es kommt zu einem Vorfall,
bei dem Grimsby bewusstlos wird. Als Polizisten ins Museum stürmen, versteckt
er sich – in der OF denkt er an sein Messer, mit dem er nicht gefunden werden
möchte und das er gerade noch wegräumen kann, S. 15.
Dr. Mortons Wachsabbild ist geschmolzen, nur noch der
Anzug ist übrig, auf dem drei Pfeile liegen. Grimsby nimmt einen zur Analyse
mit. Er möchte den Täter finden, in der OF diesen mit Hilfe des Nervengases zum
Reden bringen, S. 17.
Um die Polizei von der Bewachung Mortons abzubringen,
muss ihr irgendein Täter präsentiert werden. Ein Zufallsopfer wird entführt und
in der unterirdischen Anlage mit einer Gehirnoperation manipuliert.
Mit dem Operierten wird ein fingiertes Attentat
arrangiert, aber Maugham traut der Sache nicht. Eine dritte Wachsfigur wird
aufgestellt und von Grimsby nachts heimlich beobachtet. Dabei erwischt er
ungewollt einen Scotland-Yard-Beamten, der die Figur auch bewacht. Er verhört
ihn, in der OF macht er ihn mit Nervengas gesprächig, S. 28.
Schließlich wird Morton noch intensiver bewacht, was
Grimsby ärgert: geplante Experimente werden zurückgestellt, Reginald Dee
kümmert sich um anwesende Probanden und Grimsby möchte eigentlich seine neu
entwickelte Strahlen- und Säurewaffe an den Opfern testen (OF S. 38).
- Original-Fassung (OF), Romantruhe, November 2021
-
Erstveröffentlichung
(EV): Drei Pfeile für den Lord, Dr. Morton Großband Nr. 3, Anne Erber Verlag,
1975
Mortons Gegner nennt sich Dietrich und ist ein „wahnsinniges
Genie“. Mit einem Lasergerät kann er Gegenstände auflösen und seine Handlanger
steuert er mit Drähten im Gehirn. Er entführt Morton und bietet ihm
Zusammenarbeit und die Weltherrschaft an.
Grimsby ist ihm auf der Spur. Dabei sieht er in der OF in einem Pub ein junges Mädchen, das ein unterdrücktes Verlangen hervorruft. Aber er kann sich kontrollieren und nimmt sich vor, es nach erfolgreicher Befreiungsaktion zu stillen, S. 49.
Der Schlupfwinkel wird entdeckt, Morton befreit, einige
Gegner werden mit Messern getötet, in der OF steckt eines in der Stirn eines
Mannes, S. 51. Am Ende des Romans kann Dietrich mit einem Hubschrauber
entfliehen.
Der Verlag kündigt den Folgeband mit einer Leseprobe
unter dem Titel „Terror in den Highlands“ für in 2 Wochen an. Aber dieses
sollte der letzte Dr. Morton Großband gewesen sein, anschließend erscheint
Der Lord Großband Nr. 1, zwar mit angekündigtem Titel,
aber nicht mit dem Roman, aus dem die Leseprobe stammt. Dieser erscheint erst
im Jahr 2024 als Dr. Morton Nr. 104.
In dem Roman lassen sich Elemente sowohl vom alten als
auch vom neuen Morton-Konzept finden: Sir Douglas wird erwähnt, Maugham und
Scotland Yard versuchen mitzumischen, aber schließlich stellt sich Team Morton
inklusive Paramih und Seta der Gefahr allein.
Einige Gas- und Messerangriffe werden beschrieben, andere
gestrichen. Ein Unschuldiger wird entführt und ausführlich beschrieben am
Gehirn operiert, aber eigentlich kann Morton seinen eigenen Experimenten nicht
nachgehen – wegen der Überwachung durch Scotland Yard und weil es einen starken
Gegner gibt, der Mortons Kapazitäten bindet. Eine mögliche Fortsetzung wird mit
Dietrichs Entkommen vorbereitet.
Das Seitenlayout wurde dahingehend abgeändert, dass auf
den ungeraden Seiten rechts oben nicht mehr das Dr.-Morton- und das
Verlags-Logo erscheinen; die Seitenzahl steht oben in der Mitte zwischen zwei
Spiegelstrichen – wie in der Serie "Der Lord".
Neben winzigen, bedeutungslosen Unterschieden, gibt es auch zwei putzige Tippfehler: Grimsby hat bei Butler Samson einen dicken Stein im Bett (EV, S. 26) bzw. im Brett (OF S. 30). Die Finger des Attentäters sind verätzt (EV, S. 20) bzw. verfitzt (OF, S. 24).
© by Helge Ebsen

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