Translate

Mittwoch, 10. Juni 2026

Dr. Morton 76: Drei Pfeile für Lord Morton - Vergleiche mit der Originalfassung

Dr. Morton 76

Drei Pfeile für Lord Morton

von John Ball

Bei Madame Tussauds wird auf die Wachsfigur von Lord Morton geschossen. 

Der echte erhält daraufhin vorsichtshalber Schutz von Chefinspektor Maugham und Scotland Yard.

Da ihm die Überwachung rund um die Uhr nicht gefällt, versucht Grimsby den Attentäter zu fassen. Nächtelang beobachtet er in Madame Tussauds heimlich eine neue Wachsfigur, in der OF hält er auch seine Messer bereit, um sie gegen den Unbekannten einsetzen zu können, S. 13.

Ein Verdächtiger erscheint, es kommt zu einem Vorfall, bei dem Grimsby bewusstlos wird. Als Polizisten ins Museum stürmen, versteckt er sich – in der OF denkt er an sein Messer, mit dem er nicht gefunden werden möchte und das er gerade noch wegräumen kann, S. 15.

Dr. Mortons Wachsabbild ist geschmolzen, nur noch der Anzug ist übrig, auf dem drei Pfeile liegen. Grimsby nimmt einen zur Analyse mit. Er möchte den Täter finden, in der OF diesen mit Hilfe des Nervengases zum Reden bringen, S. 17.

Um die Polizei von der Bewachung Mortons abzubringen, muss ihr irgendein Täter präsentiert werden. Ein Zufallsopfer wird entführt und in der unterirdischen Anlage mit einer Gehirnoperation manipuliert.

Mit dem Operierten wird ein fingiertes Attentat arrangiert, aber Maugham traut der Sache nicht. Eine dritte Wachsfigur wird aufgestellt und von Grimsby nachts heimlich beobachtet. Dabei erwischt er ungewollt einen Scotland-Yard-Beamten, der die Figur auch bewacht. Er verhört ihn, in der OF macht er ihn mit Nervengas gesprächig, S. 28.

Schließlich wird Morton noch intensiver bewacht, was Grimsby ärgert: geplante Experimente werden zurückgestellt, Reginald Dee kümmert sich um anwesende Probanden und Grimsby möchte eigentlich seine neu entwickelte Strahlen- und Säurewaffe an den Opfern testen (OF S. 38).

  • Original-Fassung (OF), Romantruhe, November 2021
  • Erstveröffentlichung (EV): Drei Pfeile für den Lord, Dr. Morton Großband Nr. 3, Anne Erber Verlag, 1975

Mortons Gegner nennt sich Dietrich und ist ein „wahnsinniges Genie“. Mit einem Lasergerät kann er Gegenstände auflösen und seine Handlanger steuert er mit Drähten im Gehirn. Er entführt Morton und bietet ihm Zusammenarbeit und die Weltherrschaft an.

Grimsby ist ihm auf der Spur. Dabei sieht er in der OF in einem Pub ein junges Mädchen, das ein unterdrücktes Verlangen hervorruft. Aber er kann sich kontrollieren und nimmt sich vor, es nach erfolgreicher Befreiungsaktion zu stillen, S. 49.

 Der Schlupfwinkel wird entdeckt, Morton befreit, einige Gegner werden mit Messern getötet, in der OF steckt eines in der Stirn eines Mannes, S. 51. Am Ende des Romans kann Dietrich mit einem Hubschrauber entfliehen.

Der Verlag kündigt den Folgeband mit einer Leseprobe unter dem Titel „Terror in den Highlands“ für in 2 Wochen an. Aber dieses sollte der letzte Dr. Morton Großband gewesen sein, anschließend erscheint

Der Lord Großband Nr. 1, zwar mit angekündigtem Titel, aber nicht mit dem Roman, aus dem die Leseprobe stammt. Dieser erscheint erst im Jahr 2024 als Dr. Morton Nr. 104.

In dem Roman lassen sich Elemente sowohl vom alten als auch vom neuen Morton-Konzept finden: Sir Douglas wird erwähnt, Maugham und Scotland Yard versuchen mitzumischen, aber schließlich stellt sich Team Morton inklusive Paramih und Seta der Gefahr allein.

Einige Gas- und Messerangriffe werden beschrieben, andere gestrichen. Ein Unschuldiger wird entführt und ausführlich beschrieben am Gehirn operiert, aber eigentlich kann Morton seinen eigenen Experimenten nicht nachgehen – wegen der Überwachung durch Scotland Yard und weil es einen starken Gegner gibt, der Mortons Kapazitäten bindet. Eine mögliche Fortsetzung wird mit Dietrichs Entkommen vorbereitet.

Das Seitenlayout wurde dahingehend abgeändert, dass auf den ungeraden Seiten rechts oben nicht mehr das Dr.-Morton- und das Verlags-Logo erscheinen; die Seitenzahl steht oben in der Mitte zwischen zwei Spiegelstrichen – wie in der Serie "Der Lord".

Neben winzigen, bedeutungslosen Unterschieden, gibt es auch zwei putzige Tippfehler: Grimsby hat bei Butler Samson einen dicken Stein im Bett (EV, S. 26) bzw. im Brett (OF S. 30). Die Finger des Attentäters sind verätzt (EV, S. 20) bzw. verfitzt (OF, S. 24).

© by Helge Ebsen

Keine Kommentare: