Das Haus Zamis 147
Abraxas
von Michael M.
Thurner
Michael
Zamis grämt sich alleine in seiner Villa. Denn außer seinem unsichtbaren Hüter
Oskar befindet sich niemand mehr aus der Familie bei ihm.
Coco,
Georg und Juna gelten immer noch als verschwunden. Adalmar hat sich im Streit
wieder verzogen um seine magischen Experimente zu betreiben und Lydia macht
wieder die Welt der Männer, die noch gut im Saft stehen, in London unsicher.
Bliebe nur Michaels Frau Thekla. Doch die pflegt seit einiger Zeit Affären mit ganz anderen Dämonen...
...und lässt ihren Mann ganz links liegen. Und das wurmt das
Oberhaupt der Zamis-Sippe gewaltig.
Nicht
umsonst hat er den alten Dämon Basilius Kupferhand auf Thekla angesetzt. Und
die scheint auf dem stattlichen Segelschiff ABRAXAS nun eine Reise nach
Valencia anzutreten. Doch warum unternimmt sie diese Reise? Hat sie eventuell
eine neue Affäre?
Eifersüchtig
wie Michael Zamis nun einmal ist, will er dies ganz genau wissen und begibt
sich vor Ort auf den Basar, wo er erst einmal einige Assassine des
marokkanischen Dämon Karim Bey vernichtet, bevor dieser bereit ist, mit Michael
einen Handel zu machen.
Denn
durch Karim Bey erhält Michael nicht nur für sich und Basilius eine Reservierung
auf der ABRAXAS, sondern er nimmt sogar dessen Sklavin Amina mit an Bord,
nachdem er auch Karim Bey selbst eben mal vernichtet hat.
Auf
dem Segelschiff selbst gibt es jedoch einige Ungereimtheiten, die sich Michael
Zamis nicht recht erklären kann. Denn weshalb dürfen die Dämonen auf dem Schiff
später nicht über die Menschen für eine recht blutige Orgie herfallen. Warum
befinden sich überall seltsame Gemmen und finstere Amulette, auf welche die
Dämonen eher wenig positiv reagieren.
Und
was Michael Zamis noch mehr unter den Nägeln brennt, ist die Frage, warum
Thekla ihm auf dem Schiff mit Kapitän Ayllon fremd geht, welcher ein Dämon ist,
der eigentlich aus unzähligen Insektenleibern besteht und so ein kollektives
Bewusstsein bildet?
Was
Michael Zamis allerdings auf dem Schiff nicht ahnt, ist die Möglichkeit, dass
Thekla eventuell im Auftrag von Asmodi selbst handeln könnte. Doch hat sie ihn
erkannt, trotz dass er sich unter anderem Namen und mit einem völlig anderen
Aussehen an Bord befindet?
Und
was noch viel wichtiger wäre, ist die Frage, welches böse Spiel die Dämonen
Hormazabal und Prada in Valencia spielen?
Denn
offenbar ist die ABRAXAS nur ein Baustein im Spiel eines finsteren Kult,
welcher nun einen unbekannten Dämon und Gott heraufbeschwören will.
- Veröffentlichung: 30. Mai 2026
- Autor: Michael Marcus Thurner
-
Verlag: Bastei
> "Jaja, schon gut. Wie willst du deine Frau haben? Lebend oder tot? Geröstet oder gepökelt? Von mir geschändet und geschwängert?" (Das Haus Zamis/Band 147, "Abraxas"/Seite 11)
Nun, was soll ich nach einigen extrem schwachen Romanen
nun zum Band 147 von Michael Marcus Thurner sagen? Also, fangen wir mal damit
an, warum Michael Zamis überhaupt bei seiner Thekla so eine eifersüchtige Welle
macht. Denn alleine in diesem Roman steigt er ja auch gleich mal mit zwei Damen
in die Kiste, weil im Schritt eben nicht gerade die Flöhe jucken.
Man könnte das ganze doch einfach mal als offene
Beziehung in sexuellen Dingen abhaken. Und was Emanzipation unter Dämonen zu
suchen hat, interessiert mich bei einem Gruselroman irgendwie auch nicht (aber
gut, Dämonen sind hier in der Serie zumeist wohl auch nur schwache Menschen).
Dafür gibt es aber bei Bastei wohl eher den „DR. STEFAN FRANK“.
Dass es sich hier irgendwie wieder um eine Art
Lückenfüller handelt, indem ein wildes Ränkespiel zelebriert wird, merkt man
indessen als Leser recht schnell. Und das Ränkespiel ist so gut zu Papier gebracht,
das ich häufiger mal beim Lesen wieder versucht war, einfach einige Passagen zu
überspringen.
Man merkt also, ein Roman der spannend ist, eine düstere
Atmosphäre aufweist und mich als Leser bei der Stange hält, scheint auch Band
147 nicht geworden zu sein.
Das schlimme dabei ist aber auch, dass die Handlung über
ganze Passagen hinweg durchaus auch mal mit der einen oder anderen
interessanten Ideen aufwarten kann, mit denen man einen wirklich guten
Gruselroman hätte zaubern können.
Denn mal ehrlich, schreiben können die Autoren doch, nur
scheint mir langsam der Verdacht nahe, das ihnen eventuell die Lust für einen
spannenden Gruselroman dieser Reihe abhandengekommen sein könnte.
Ansonsten wird auf dem Mittelteil, der Mystery-Press
nicht nur wieder auf die mögliche finanzielle Förderung neuer Romane von „DAS
HAUS ZAMIS“ als Taschenbuch beim Zaubermond Verlag hingewiesen, sondern auch
unser Online-Magazin „THE BLACK STONE MAGAZINE“ erwähnt.
Genauer gesagt begeistert sich Logan Dee (Uwe Voehl) für
meine Rezensionen zur Serie „DAS HAUS ZAMIS“ und hebt hier explizit den Artikel
zu Band 140 hervor. Von daher erst einmal recht lieben Dank für die Erwähnung.
Allerdings ob Uwe Voehl mich seit den darauf folgenden,
und eher kritischen Artikeln noch genauso lieb hat, kann ich jetzt noch nicht
abschließend sagen.
Aber man soll ja generell bei Rezensionen bzw. Kritiken
(positiv wie negativ) auch immer bedenken, dass diese nie objektiv werden bzw.
überhaupt sein können.
Und womit einige Leser (gerne) leben können, bereitet
eben anderen Lesern (leider) Bauchschmerzen. Aber es ist ja bekanntlich auch
nie gut, aus seinem Herzen eine Mördergrube zu machen um nicht anzuecken.
© by Konrad Wolfram

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