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Donnerstag, 4. Juni 2026

Abraxas

Das Haus Zamis 147

Abraxas

von Michael M. Thurner

Michael Zamis grämt sich alleine in seiner Villa. Denn außer seinem unsichtbaren Hüter Oskar befindet sich niemand mehr aus der Familie bei ihm.

Coco, Georg und Juna gelten immer noch als verschwunden. Adalmar hat sich im Streit wieder verzogen um seine magischen Experimente zu betreiben und Lydia macht wieder die Welt der Männer, die noch gut im Saft stehen, in London unsicher.

Bliebe nur Michaels Frau Thekla. Doch die pflegt seit einiger Zeit Affären mit ganz anderen Dämonen...

...und lässt ihren Mann ganz links liegen. Und das wurmt das Oberhaupt der Zamis-Sippe gewaltig.

Nicht umsonst hat er den alten Dämon Basilius Kupferhand auf Thekla angesetzt. Und die scheint auf dem stattlichen Segelschiff ABRAXAS nun eine Reise nach Valencia anzutreten. Doch warum unternimmt sie diese Reise? Hat sie eventuell eine neue Affäre?

Eifersüchtig wie Michael Zamis nun einmal ist, will er dies ganz genau wissen und begibt sich vor Ort auf den Basar, wo er erst einmal einige Assassine des marokkanischen Dämon Karim Bey vernichtet, bevor dieser bereit ist, mit Michael einen Handel zu machen.

Denn durch Karim Bey erhält Michael nicht nur für sich und Basilius eine Reservierung auf der ABRAXAS, sondern er nimmt sogar dessen Sklavin Amina mit an Bord, nachdem er auch Karim Bey selbst eben mal vernichtet hat.

Auf dem Segelschiff selbst gibt es jedoch einige Ungereimtheiten, die sich Michael Zamis nicht recht erklären kann. Denn weshalb dürfen die Dämonen auf dem Schiff später nicht über die Menschen für eine recht blutige Orgie herfallen. Warum befinden sich überall seltsame Gemmen und finstere Amulette, auf welche die Dämonen eher wenig positiv reagieren.

Und was Michael Zamis noch mehr unter den Nägeln brennt, ist die Frage, warum Thekla ihm auf dem Schiff mit Kapitän Ayllon fremd geht, welcher ein Dämon ist, der eigentlich aus unzähligen Insektenleibern besteht und so ein kollektives Bewusstsein bildet?

Was Michael Zamis allerdings auf dem Schiff nicht ahnt, ist die Möglichkeit, dass Thekla eventuell im Auftrag von Asmodi selbst handeln könnte. Doch hat sie ihn erkannt, trotz dass er sich unter anderem Namen und mit einem völlig anderen Aussehen an Bord befindet?

Und was noch viel wichtiger wäre, ist die Frage, welches böse Spiel die Dämonen Hormazabal und Prada in Valencia spielen?

Denn offenbar ist die ABRAXAS nur ein Baustein im Spiel eines finsteren Kult, welcher nun einen unbekannten Dämon und Gott heraufbeschwören will.

  • Veröffentlichung: 30. Mai 2026
  • Autor: Michael Marcus Thurner
  • Verlag: Bastei

> "Jaja, schon gut. Wie willst du deine Frau haben? Lebend oder tot? Geröstet oder gepökelt? Von mir geschändet und geschwängert?" (Das Haus Zamis/Band 147, "Abraxas"/Seite 11)

Nun, was soll ich nach einigen extrem schwachen Romanen nun zum Band 147 von Michael Marcus Thurner sagen? Also, fangen wir mal damit an, warum Michael Zamis überhaupt bei seiner Thekla so eine eifersüchtige Welle macht. Denn alleine in diesem Roman steigt er ja auch gleich mal mit zwei Damen in die Kiste, weil im Schritt eben nicht gerade die Flöhe jucken.

Man könnte das ganze doch einfach mal als offene Beziehung in sexuellen Dingen abhaken. Und was Emanzipation unter Dämonen zu suchen hat, interessiert mich bei einem Gruselroman irgendwie auch nicht (aber gut, Dämonen sind hier in der Serie zumeist wohl auch nur schwache Menschen). Dafür gibt es aber bei Bastei wohl eher den „DR. STEFAN FRANK“.

Dass es sich hier irgendwie wieder um eine Art Lückenfüller handelt, indem ein wildes Ränkespiel zelebriert wird, merkt man indessen als Leser recht schnell. Und das Ränkespiel ist so gut zu Papier gebracht, das ich häufiger mal beim Lesen wieder versucht war, einfach einige Passagen zu überspringen.

Man merkt also, ein Roman der spannend ist, eine düstere Atmosphäre aufweist und mich als Leser bei der Stange hält, scheint auch Band 147 nicht geworden zu sein.

Das schlimme dabei ist aber auch, dass die Handlung über ganze Passagen hinweg durchaus auch mal mit der einen oder anderen interessanten Ideen aufwarten kann, mit denen man einen wirklich guten Gruselroman hätte zaubern können.

Denn mal ehrlich, schreiben können die Autoren doch, nur scheint mir langsam der Verdacht nahe, das ihnen eventuell die Lust für einen spannenden Gruselroman dieser Reihe abhandengekommen sein könnte.

Ansonsten wird auf dem Mittelteil, der Mystery-Press nicht nur wieder auf die mögliche finanzielle Förderung neuer Romane von „DAS HAUS ZAMIS“ als Taschenbuch beim Zaubermond Verlag hingewiesen, sondern auch unser Online-Magazin „THE BLACK STONE MAGAZINE“ erwähnt.

Genauer gesagt begeistert sich Logan Dee (Uwe Voehl) für meine Rezensionen zur Serie „DAS HAUS ZAMIS“ und hebt hier explizit den Artikel zu Band 140 hervor. Von daher erst einmal recht lieben Dank für die Erwähnung.

Allerdings ob Uwe Voehl mich seit den darauf folgenden, und eher kritischen Artikeln noch genauso lieb hat, kann ich jetzt noch nicht abschließend sagen.

Aber man soll ja generell bei Rezensionen bzw. Kritiken (positiv wie negativ) auch immer bedenken, dass diese nie objektiv werden bzw. überhaupt sein können.

Und womit einige Leser (gerne) leben können, bereitet eben anderen Lesern (leider) Bauchschmerzen. Aber es ist ja bekanntlich auch nie gut, aus seinem Herzen eine Mördergrube zu machen um nicht anzuecken.

© by Konrad Wolfram

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