Translate

Montag, 30. März 2026

Das Kind des Krakatau

Dorian Hunter 198

Das Kind des Krakatau

von Dario Vandis (Dennis Erhardt)

In den Tiefen des Krakatau kommt es zur Versammlung der Sippen, bei welcher der neue Fürst der Finsternis gewählt werden soll.

Zakum schlägt Larissa vor und beruft sich dabei auf die Prophezeiung, doch dann taucht plötzlich Isbrant auf, der sich selbst vorschlägt.

Er und Larissa sollen einen Zeitschacht öffnen, wobei Zakim nicht abnt, dass Larissas eigentlicher Plan darin besteht, in die Schemenwelt zurückzukehren.

Dorian Hunter erinnert sich wieder an sein siebtes Leben und erkennt, dass Isbrant das Auge des Kalifen benötigte, um damit den Zeitschacht zu manipulieren.

Dieser inszeniert daraufhin ein Schauspiel, bei dem Hunters Sohn Martin im Zeitschacht verschwindet…

- SPOILER -

Am Ende erfährt man dann, dass Isbrants Suche nach dem Auge und die Entführung Martins bis hin zu dessen Sturz durch den Zeitschacht nur das Ziel hatten, eine Zeitschleife zu schließen, denn er selbst ist Hunters Sohn Martin, der nach dem Sturz durch den Schacht einen Weg suchte, um in seine Zeit zurückzukehren und dabei einen dunklen Weg einschlug.

Mit diesem Roman endet nun also der Zyklus um Hunters Sohn, und auch wenn dieses Ende durchaus fulminant und

dramatisch daherkommt, hinterlässt das Gebotene doch einen zwiespältigen Eindruck. Ganz abgesehen von dem tieferen Sinn der Zeitschleife oder im Zusammenhang damit der Frage, ob die ganze Geschichte um Isbrant nach der Erkenntnis um seine Identität noch logisch nachvollziehbar ist, erscheint auch Zakums Verhalten etwas seltsam.

Dass dieser Larissa als Fürstin vorsieht, um über sie als Marionette selbst Einfluss zu nehmen ist noch einigermaßen nachvollziehbar. Dass er dann so schnell von Isbrant als würdiger Nachfolger überzeugt und regelrecht begeistert ist, nicht mehr so wirklich. Scheinbar reicht hier nur eine kurze Demonstration seiner Macht, die aber letztlich auf der Nutzung des Kalifenauges basiert.

Andererseits waren auch die vorherigen Anführer der schwarzen Familie nicht unbedingt qualifizierter...

Auch wenn am Ende vieles einen Sinn ergibt, etwa Isbrants Jagd auf Van Vlothen, welche sich auf das Ende der Handlung um Hendrick in der Vergangenheit bezieht, so hat man sich mit der Zeitschleife für eine Lösung entschieden, die ebenso unbefriedigend ist, wie die im Merlin Zyklus der Zamis Serie. Isbrant entführt Martin, denn er muss dafür sorgen, dass er als Kind durch den Schacht stürzt, weil er nun mal als Kind durch den Schacht gestürzt ist...

Tragisch und vom Autor sehr überzeugend dargestellt ist am Ende Hunters völliger Absturz, nachdem ihm klar geworden ist, dass er seinen Sohn endgültig verloren hat. Wenn man sich jedoch  vor Augen führt, dass seine einzige wirkliche

Aktion in diesem und den letzten Bänden überhaupt erst dazu geführt hat, ist das schon mehr als traurig.

 © by Stefan Robijn

Keine Kommentare: