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Freitag, 20. Februar 2026

Roman: Hotel der Finsternis

Hotel der Finsternis

von Dana Müller

Brooke Conwell weiß das ihr Bruder Adam alles daran setzt, sie mit ihren beiden anderen Geschwistern Christian und Daisy gemeinsamen zu einer großen Feier zu ihrem gemeinsamen 30. Geburtstag zu bewegen.

Denn Brooke und ihre Geschwister sind Vierlinge und hatten hierzu auch einmal einen gemeinsamen Pakt geschlossen.

Nur waren Christian und Daisy in der letzten Zeit für Brooke eher eine menschliche Enttäuschung gewesen, weshalb sie liebend gerne auf einen weiteren Kontakt mit ihnen verzichten würde.

Nur an Adam hängt Brooke noch sehr, und genau der will nun versuchen, alle Geschwister auf einer Gemeinsamen Geburtstagsfeier wieder zu vereinen.

Doch diese Feier entwickelt sich langsam zu einem Albtraum. Das Hotel liegt weit ab von jeglicher Zivilisation plötzlich im dichtem Nebel und dieses Gemäuer scheint mehr dunkle Geheimnisse zu bergen, als eine menschliche Seele eigentlich sehen sollte.

Und fasst schleichend scheinen in diesen Mauern die Grenzen zwischen Realität und Albtraum zu verwischen. Doch was steckt wirklich hinter diesem Schrecken, der sie wie eine Spirale des Wahnsinns erfasst?

Selbst, wenn sie sich zusammenraufen, scheinen sie diesem Schrecken hier nicht mehr entkommen zu können. Und der Grund dafür scheint tief in ihrer Kindheit zu liegen, als nach einem Streit der Eltern die Mutter das Haus verließ, und nie wieder zurückgekehrt war.

Und während die vier Geschwister in den finsteren Gängen dieses Hotel weiter umherirren, scheint das darin wohnende Böse die Schlinge immer enger um die Geschwister zu ziehen.

Sollte hier wirklich der Geist dieses Edgar in den Mauern hausen und durch das Opfer der Vierlinge seine Widergeburt einleiten wollen? Ein Mann, der in seiner Grausamkeit seine ganze Sekte mit in den Tod gerissen haben soll, welche sich die Mondkinder nannten?

Denn diese Geschichte aus ihrer Vergangenheit erleben sowohl Christian als auch Brooke, als sie in die Spiegel blicken, während sie in tiefer Apathie verfallen. Denn wenn das wahr ist, was ihnen die Spiegel zeigen, dann könnte ihre Mutter eine Hexe gewesen sein, welche allen Mitgliedern der Sekte Gift verabreichte.

Aber dann treffen die Vier auch noch auf einen alten Mann, der sich Wilson Wayne nennt und vorgibt, der Sohn des Sektenführers zu sein. Und der will mithilfe einer Krähe, die er Corvinius nennt, die vier Geschwister nun für die Opferung vorbereiten, an dessen Ende die Rückkehr des Sektenführer auf Erden stehen soll. Und auch der Geist von Edgar selbst, zeigt nun seine teuflische Präsenz.

Können die vier Geschwister jetzt überhaupt noch auf Rettung hoffen?

  • Hotel der Finsternis
  • Autor: Dana Müller
  • Taschenbuch ca. 236 Seiten
  • Verlag: Independently Published
  • Erstveröffentlichung: August 2024
  • ISBN: 979-8-3365-1087-4

"Ganz ruhig. Ich habe Buchungsunterlagen bekommen. Darin steht, dass die Zimmer für das ganze Wochenende bezahlt sind."

"Und von wem?", fragte Chris mit Nachdruck.

"Ich weiß es nicht. Wie es aussieht, haben wir einen Gönner."  (Hotel der Finsternis/Seite 45)

Nun ja, Adam scheint in Sachen Hotelbuchung eher sehr Blauäugig zu sein. Erst recht dann, wenn einem nach einer Suchanfrage im Internet plötzlich unaufgefordert ein solches Angebot gemacht wird, das einfach zu schön ist um wirklich wahr zu sein.

Und das ist nur einer von vielen Fehlern, welche die Vierlinge machen werden. Denn einmal angekommen, sind sie das, was böse Menschen eigentlich nur als potenzielle Opfer bezeichnen würden. Und genau das ist die Grundlage des Romans „HOTEL DER FINSTERNIS“ von Dana Müller.

Dabei wirkt gerade zu Beginn die Schreibweise wie bei einem gruseligen Jugendroman, was aber hier nun keine negative Kritik sein soll. Denn ich habe in meinem Leben schon so einige sehr gute gruselige Jugendromane lesen dürfen.

Allerdings als Jugendliche bzw. Teenager gehen unsere Protagonisten hier nicht durch, wie man es eigentlich von einem Jugendbuch erwarten dürfte.

Interessant ist zudem, dass es sich bei den Geschwistern Brooke, Daisy, Adam und Christian um Vierlinge handelt, wobei Chris und Daisy für Brooke eher in Sachen Vertrauen eine herbe Enttäuschung waren. Eine weitere Hürde also, die am Ende über Sein oder Nichtsein entscheiden könnte, wie es schon in Hamlet so schön heißt.

Nun, ohne hier nun mehr spoilern zu wollen, sei gesagt, dass es im finalen Bereich dann doch noch recht turbulent zugeht, wenn dann unverhofft noch Hilfe auftaucht von Seiten, welche die Geschwister bisher sicherlich nicht auf dem Schirm hatten.

Allerdings, als Leser hat man diese Hilfe auch nie wirklich auf dem Schirm, was die Handlung insgesamt damit auch nicht wirklich so ganz glaubwürdig erscheinen lässt. Da hätte die Autorin schon weit früher innerhalb der Handlung entsprechende Hinweise aufbauen sollen, damit dieser inhaltliche Quantensprung dann auch wirklich auf einer vom Leser nachvollziehbaren Logik basiert.

Insgesamt hat mir der Roman „HOTEL DER FINSTERNIS“ von Dana Müller aber durchaus Spaß gemacht, auch wenn die Spannung an sich hier nicht immer auf dem Niveau war, welche man sich vielleicht von dem Roman erhofft hatte.

Die Bezeichnung "Okkult Horror" würde ich dann auch etwas abschwächen wollen, hin zu einem Mystery Roman mit okkulten Elementen. Denn Blut fließt hier kaum und am Ende winkt dann doch ein zu üppiges Happy End auf allen möglichen Ebenen für einen richtigen Horror Roman.

© by Konrad Wolfram

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