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Mittwoch, 18. Februar 2026

Das Hexenloch

Marek der Pfähler 5

Das Hexenloch

von Ian Rolf Hill (Florian Hilleberg)

Frantisek und Marie Marek befinden sich noch immer in der Gewalt von Matei, dem Agenten der Securitate und befinden sich mit ihm auf der Fahrt zurück nach Petrila, wo bereits die Vampirhexe Veruca mit weiteren Männern der Geheimpolizei auf sie warten.

Aber auch das Blut-Manifest von Dracula befindet sich (noch) in ihren Händen. Doch dies wird der Vampir Gabor ändern, als er mit ihnen einen Autounfall provoziert.

Und so überleben zwar Frantisek und Marie, doch Gabor nimmt das Blut-Manifest an sich um die Rückkehr von Dracula verhindern zu können. Aber er macht auch Matei zum Vampir, der deshalb von diesem nun abhängig ist.

Im Inselkloster nahe Snagov erwacht indessen Seraphina und scheint ihre gesundheitliche Schwäche überwunden zu haben. allerdings scheint ihr Bruder Juri sie auch gebissen zu haben, ohne jedoch größeren Schaden bei ihr angerichtet zu haben.

Aber auch Rettung ist unterwegs durch einige Mönche des Kloster Dealu. Doch Juri ist noch nicht vernichtet und wird für sie und Seraphina erneut zu einer lebensbedrohlichen Gefahr.

Doch bevor Juri, der selbst jeweils zur Hälfte Werwolf und Vampir ist, seine Schwester erneut angreifen kann, greift plötzlich Myxin der Magier ein, der ebenfalls Seraphina retten will.

Allerdings verfolgt Myxin samt seinen Schwarzen Vampiren hierbei ein ganz eigenes Ziel mit Seraphina. Denn er will die endgültige Vernichtung der letzten Megäre Varuca sowie das erneute erwachen von Dracula im Körper von Frantiseks Sohn Alexandru verhindern, um seinem Erzfeind, dem Schwarzen Tod zu schaden.

Inzwischen erreichen auch Frantisek und Marie Petrila und laufen in ihrem eigenen Haus direkt in die Arme von Varuca und der von ihr befehligten Geheimpolizei. Und die haben Alexandru nahe dem Dorf in das berüchtigte Hexenloch geworfen, um seinen Widerstand gegen Dracula zu brechen, der immer noch wie ein Virus um die Vorherrschaft in Alexandrus Körper kämpft.

Frantisek als auch Marie sehen sich indessen einer Übermacht an menschlichen Gegnern der Securitate gegenüber und wissen immer noch nicht, wo man ihren Sohn Alexandru festhält. Dafür aber überschlagen sich die Ereignisse immer mehr auch ohne ihr Zutun.

Denn nicht nur die dämonische Varuca bedroht ihr aller Leben. Auch der Vampir Gabor und zwei weitere ihm nun untergebene Vampire samt einem Rudel hungriger Wölfe ist auf dem Weg zum Hexenloch, um Alexandru/Dracula zu vernichten. Aber auch Myxin der Magier und seine Schwarzen Vampire samt Seraphina treffen am Hexenloch ein.

Zwar eilt auch Frantisek Marek herbei um Alexandru zu retten und wird in die Kämpfe mit hineingerissen. Doch Veruca hat nun nicht nur eine Armee von lebenden Skeletten gegen Myxins Schwarze Vampire entfesselt, sondern offenbar auch mit dem Blut-Manifest endlich Alexandrus Körper durch einen Blutstein zu dem von Dracula verwandelt.

Und als wäre dies nicht genug, verwandelt sich Seraphina auch noch in eine Werwölfin…

  • Erschienen am 14. Februar 2026
  • Ein Roman von Ian Rolf Hill (Florian Hilleberg)
  • Taschenheft Band 5 von 6
  • Erscheinungsweise monatlich

„Ein Lächeln zupfte an den Mundwinkeln des elfjährigen Knaben. Endlich konnte er das Sterben des Mannes in Ruhe genießen. Im Geiste stellte er sich vor, es sei sein Vater, der dort oben auf dem Pfahl saß.“ (Marek der Pfähler: Band 5, "Das Hexenloch"/Seite 26)

Was soll ich sagen? Also ... zuerst einmal kann ich feststellen, dass der Autor Ian Rolf Hill auch hier weiß, wie man die Spannung ordentlich weiter treibt, trotz zu vieler unlogischer Begebenheiten, so das zumindest keine Langeweile aufkommt.

Aber Heute, den 16. Februar 2026, wo ich die Rezension schreibe, ist ja im Rheinland gerade Karneval und es geht in den Hochburgen wie Köln oder Düsseldorf richtig hoch her.

Und irgendwie so kommt mir auch das Finale dieses Roman vor, nur das dabei noch JOHN SINCLAIR und Suko als Prinzenpaar noch irgendwie fehlen könnten.

Denn mittlerweile läuft ja nicht nur der Schwarze Tod als Drahtzieher im Hintergrund auf dem Spielfeld rum, sondern auch Myxin der Magier hat Langeweile und will hier nun mitspielen.

Und als wenn das noch nicht reicht, tauchen Schwarze Vampire, lebende Skelette und sonstige Blutsauger von allen möglichen Fraktionen auf.

Ganz zu schweigen von dämonischen Mischwesen wie Juri oder Veruca, und nicht zu vergessen, ein Rudel hungriger Wölfe, was da auch noch die jeweiligen Reste verspeisen möchte.

Das wird allerdings jetzt langsam etwas zu viel der "Gaststars" aus dem JS-Club und das Ganze wirkt, trotz der spannenden Grundhandlung, eher bisweilen unglaubwürdig weil nicht wirklich logisch aufgebaut.

Schließlich hätte man da auch mit „MAREK DER PFÄHLER“ eine wirklich gute Kurzserie hinbekommen können ohne ständig Werbung für den englischen Geisterjäger zu machen.

Reduziert auf eine wirklich durchdachte Geschichte über klassische Vampire und einem gut geschriebenen Dracula hätte man da sicherlich mit Frantisek Marek auch eine starke Geschichte über sechs Bände aufbauen können.

Aber gut, man muss nehmen was man kriegt, da ja auch der Bastei Verlag kein Ponyhof mit eigenem Wunschkonzert ist.

Von daher hoffe ich noch auf einen spannenden finalen Abschluss, ohne weitere Überladungen aus der Hautserie JOHN SINCLAIR bei Band 6 unter dem Titel „STURM AUF PETRILA“.

Aber wenn da John Sinclair und Co. auch noch in Rumänien für ein großes Stelldichein plötzlich an die Tür klopfen, hat man mich als Leser wohl leider am Boden liegen.

© by Konrad Wolfram

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