Marek der Pfähler 5
Das Hexenloch
von Ian Rolf Hill (Florian Hilleberg)
Frantisek
und Marie Marek befinden sich noch immer in der Gewalt von Matei, dem Agenten
der Securitate und befinden sich mit ihm auf der Fahrt zurück nach Petrila, wo
bereits die Vampirhexe Veruca mit weiteren Männern der Geheimpolizei auf sie
warten.
Aber auch das Blut-Manifest von Dracula befindet sich (noch) in ihren Händen. Doch dies wird der Vampir Gabor ändern, als er mit ihnen einen Autounfall provoziert.
Und
so überleben zwar Frantisek und Marie, doch Gabor nimmt das Blut-Manifest an
sich um die Rückkehr von Dracula verhindern zu können. Aber er macht auch Matei
zum Vampir, der deshalb von diesem nun abhängig ist.
Im
Inselkloster nahe Snagov erwacht indessen Seraphina und scheint ihre
gesundheitliche Schwäche überwunden zu haben. allerdings scheint ihr Bruder
Juri sie auch gebissen zu haben, ohne jedoch größeren Schaden bei ihr
angerichtet zu haben.
Aber
auch Rettung ist unterwegs durch einige Mönche des Kloster Dealu. Doch Juri ist
noch nicht vernichtet und wird für sie und Seraphina erneut zu einer
lebensbedrohlichen Gefahr.
Doch
bevor Juri, der selbst jeweils zur Hälfte Werwolf und Vampir ist, seine
Schwester erneut angreifen kann, greift plötzlich Myxin der Magier ein, der
ebenfalls Seraphina retten will.
Allerdings
verfolgt Myxin samt seinen Schwarzen Vampiren hierbei ein ganz eigenes Ziel mit
Seraphina. Denn er will die endgültige Vernichtung der letzten Megäre Varuca
sowie das erneute erwachen von Dracula im Körper von Frantiseks Sohn Alexandru
verhindern, um seinem Erzfeind, dem Schwarzen Tod zu schaden.
Inzwischen
erreichen auch Frantisek und Marie Petrila und laufen in ihrem eigenen Haus
direkt in die Arme von Varuca und der von ihr befehligten Geheimpolizei. Und
die haben Alexandru nahe dem Dorf in das berüchtigte Hexenloch geworfen, um
seinen Widerstand gegen Dracula zu brechen, der immer noch wie ein Virus um die
Vorherrschaft in Alexandrus Körper kämpft.
Frantisek
als auch Marie sehen sich indessen einer Übermacht an menschlichen Gegnern der
Securitate gegenüber und wissen immer noch nicht, wo man ihren Sohn Alexandru
festhält. Dafür aber überschlagen sich die Ereignisse immer mehr auch ohne ihr
Zutun.
Denn
nicht nur die dämonische Varuca bedroht ihr aller Leben. Auch der Vampir Gabor
und zwei weitere ihm nun untergebene Vampire samt einem Rudel hungriger Wölfe
ist auf dem Weg zum Hexenloch, um Alexandru/Dracula zu vernichten. Aber auch
Myxin der Magier und seine Schwarzen Vampire samt Seraphina treffen am
Hexenloch ein.
Zwar
eilt auch Frantisek Marek herbei um Alexandru zu retten und wird in die Kämpfe
mit hineingerissen. Doch Veruca hat nun nicht nur eine Armee von lebenden
Skeletten gegen Myxins Schwarze Vampire entfesselt, sondern offenbar auch mit
dem Blut-Manifest endlich Alexandrus Körper durch einen Blutstein zu dem von
Dracula verwandelt.
Und
als wäre dies nicht genug, verwandelt sich Seraphina auch noch in eine
Werwölfin…
- Erschienen am 14. Februar 2026
- Ein Roman von Ian Rolf Hill (Florian Hilleberg)
- Taschenheft Band 5 von 6
-
Erscheinungsweise
monatlich
„Ein Lächeln zupfte an den Mundwinkeln des elfjährigen Knaben. Endlich konnte er das Sterben des Mannes in Ruhe genießen. Im Geiste stellte er sich vor, es sei sein Vater, der dort oben auf dem Pfahl saß.“ (Marek der Pfähler: Band 5, "Das Hexenloch"/Seite 26)
Was soll ich sagen? Also ... zuerst einmal kann ich
feststellen, dass der Autor Ian Rolf Hill auch hier weiß, wie man die Spannung
ordentlich weiter treibt, trotz zu vieler unlogischer Begebenheiten, so das
zumindest keine Langeweile aufkommt.
Aber Heute, den 16. Februar 2026, wo ich die Rezension
schreibe, ist ja im Rheinland gerade Karneval und es geht in den Hochburgen wie
Köln oder Düsseldorf richtig hoch her.
Und irgendwie so kommt mir auch das Finale dieses Roman
vor, nur das dabei noch JOHN SINCLAIR und Suko als Prinzenpaar noch irgendwie
fehlen könnten.
Denn mittlerweile läuft ja nicht nur der Schwarze Tod als
Drahtzieher im Hintergrund auf dem Spielfeld rum, sondern auch Myxin der Magier
hat Langeweile und will hier nun mitspielen.
Und als wenn das noch nicht reicht, tauchen Schwarze
Vampire, lebende Skelette und sonstige Blutsauger von allen möglichen
Fraktionen auf.
Ganz zu schweigen von dämonischen Mischwesen wie Juri
oder Veruca, und nicht zu vergessen, ein Rudel hungriger Wölfe, was da auch
noch die jeweiligen Reste verspeisen möchte.
Das wird allerdings jetzt langsam etwas zu viel der
"Gaststars" aus dem JS-Club und das Ganze wirkt, trotz der spannenden
Grundhandlung, eher bisweilen unglaubwürdig weil nicht wirklich logisch
aufgebaut.
Schließlich hätte man da auch mit „MAREK DER PFÄHLER“
eine wirklich gute Kurzserie hinbekommen können ohne ständig Werbung für den
englischen Geisterjäger zu machen.
Reduziert auf eine wirklich durchdachte Geschichte über
klassische Vampire und einem gut geschriebenen Dracula hätte man da sicherlich
mit Frantisek Marek auch eine starke Geschichte über sechs Bände aufbauen
können.
Aber gut, man muss nehmen was man kriegt, da ja auch der
Bastei Verlag kein Ponyhof mit eigenem Wunschkonzert ist.
Von daher hoffe ich noch auf einen spannenden finalen
Abschluss, ohne weitere Überladungen aus der Hautserie JOHN SINCLAIR bei Band 6
unter dem Titel „STURM AUF PETRILA“.
Aber wenn da John Sinclair und Co. auch noch in Rumänien für ein großes Stelldichein plötzlich an die Tür klopfen, hat man mich als Leser wohl leider am Boden liegen.
© by Konrad Wolfram

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