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Dienstag, 3. Februar 2026

Der Kinderschreck

Gespenster-Krimi 191

Der Kinderschreck

von Henry Cardell

Wir befinden uns wieder in Battlecrease House, wo Lady Mildred Enderby ihrem Butler Isaac Finley weiteren Unterricht in Sachen dämonischer Kreaturen vermittelt.

Und hierbei kommt Mrs. Enderby späterhin auch dazu, Isaac eine Geschichte aus ihrer frühen Jugend zu erzählen.

 Damals als sie selbst noch elf und ihr Bruder Ronald bereits vierzehn Jahre alt waren.

Aber es ist auch ein wenig die Geschichte der siebenjährigen Katherine Mable...

...welche in der Nacht laut den Untersuchungen aus ihrem Bettchen gefallen und sich dabei das Genick gebrochen haben soll.

Doch genau das klingt eigentlich selbst für Ronald Enderby nicht wirklich glaubwürdig, weshalb er sich einige Tage und kurz nach der Beerdigung von Katherine auf den Friedhof von Gerrards Cross begibt. Dort, wo sich die Gräber der Kinder befinden.

Und dort macht Ronald Enderby eine grauenvolle Entdeckung. Denn das Grab von Katherine wie auch ihr Sarg wurden in der Nacht auf schreckliche Weise aufgebrochen und die Leiche des Mädchens gestohlen.

Doch Mildred Enderby, damals noch Millie genannt, ist trotz ihrer Jugend nicht auf den Kopf gefallen und muss in der folgenden Nacht nicht nur erfahren, das ihr Bruder bereits fieberhaft in den verbotenen Büchern ihres Vaters nach einer dämonischen Kreatur sucht, die Kinder ermordet und sie erst später aus ihren Gräbern entführt.

Und damit macht Millie auch das erste mal Bekanntschaft mit der kleinen aber gutherzigen Dämonin Panja aus Indien, die Robert offenbar schon etwas länger in Battlecrease House entdeckt hatte.

Gemeinsam machen sich die Geschwister nun daran, diese grausame Kreatur aufzuspüren, welche sich laut einem seltsamen Albtraum von Millie offenbar von den Kinderleichen ernährt. Und Robert ist klar, das es nun nicht bei einem Kindermord in Gerrards Cross bleiben wird.

Als die nächste Beerdigung ansteht, schleichen sich Millie und Robert heimlich in der Nacht auf den Friedhof und verstecken sich in unmittelbarer Nähe des Grabes des nächsten kindlichen Opfers.

Und hier sehen sie dann plötzlich nicht nur diese grauenerregende Kreatur in Natura, wie sie auch hier die Leiche des Kindes aus ihrem Grab raubt, sondern werden später auch vor dem Friedhof von einem Streifenpolizisten aufgegriffen.

Dabei treffen sie auch auf den freundlichen wie jungen neuen Inspektor Trumay. Aber die Kinder erfahren im weiteren Verlauf auch immer mehr über das Geheimnis, welches die Familie der Enderbys umgibt.

Und dann ist es Robert, der plötzlich weiß, wer sich wirklich hinter dem dämonischen Gestaltwandler verbirgt. Doch können sie diese Kreatur wirklich alleine aufhalten?

  • Erstveröffentlichung: 31. Januar 2026
  • Autor: Henry Cardell
  • Ein neuer Roman um den Butler Isaac Finley

„Das menschenähnliche Geschöpf kroch einer gigantischen Schnecke gleich über den Fenstersims hinunter auf die Holzdielen des Fußbodens. Dabei verursachte es ein schabendes Geräusch, das dafür sorgte, dass sich Katherines Nackenhärchen aufstellten.“ (Gespenster-Krimi/Band 191, "Der Kinderschreck"/Seite 7)

Vorab sei hier gesagt, das ich den Lesern, welche diesen Roman noch nicht gelesen haben sollten, hier nicht verrate, um welche Kreatur es sich bei dem "Gestaltwandler" handeln könnte.

Aber wer sich gut in Romanheften und Reihen des Genre auskennt, der wird wohl wie ich, ab einem gewissen Punkt die entsprechend dunkle Kreatur im Kopf haben, um die es sich hier dreht.

Dabei wird diese Kreatur hier sogar endlich vom Autor Henry Cardell richtig gut beschrieben und umgesetzt. Da kann z.B. der Autor Helmut Rellergerd (Jason Dark) sich sogar im Nachhinein noch wirklich eine Scheibe abschneiden. Denn so beschrieben hätte ich solche Kreaturen auch gerne früher in seiner Serie „JOHN SINCLAIR“ gelesen gehabt.

Das es sich bei dieser Art von Kreatur allerdings auch um einen Formwandler bzw. Metamorph handelt, hatte ich bisher auch noch nie gelesen. Aber ich fand diese Erklärung hier wirklich sehr interessant und wirklich unheimlich in seiner Konsequenz.

Im vorliegenden Roman selbst spielt Isaac Finley allerdings keine wirklich große Rolle, was aber die hier recht hohe Spannung nicht  beeinträchtigt. Ganz im Gegenteil. Hat dieser Roman aus der Vergangenheit von Lady Enderby doch einen perfekten Coming-of-Age-Charakter, den mir der Autor sicherlich auch häufiger gerne präsentieren darf.

Aber damit präsentiert uns der Autor Henry Cardell hier auch so einiges an Hintergrundinformationen um Lady Mildred Enderby und ihrer Familie, sowie, warum das Jagen von dämonischen Kreaturen für die alte Dame eigentlich so enorm im Vordergrund steht.

Genau das hatte mir bisher nämlich ebenfalls in dieser Sub-Reihe des „GESPENSTER-KRIMIs“ auch gefehlt. Aber nun macht der Autor hier langsam ein wirklich rundes Ding daraus, was die Sub-Reihe so in Sachen Spannung und interessanten Möglichkeiten erheblich aufwertet.

In jedem Fall hatte mir dieser Roman aus Cardells Sub-Reihe um den Geister jagenden Butler Isaac Finley und seiner Herrin, Lady Mildred Enderby, als Fan des Genre allgemein auch richtig Spaß gemacht. Damit hat bei mir der Roman „DER KINDERSCHRECK“ auch meine persönliche Höchstbewertung redlich verdient.

© by Konrad Wolfram

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