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Dienstag, 24. Februar 2026

Ein Gott erwacht

Castor Pollux

Ein Gott erwacht

von Michael Schauer

Bonifazius, der oberste Richter der Finsteren benötigt Erfolge, wenn er seine Position in der Hölle halten will.

Denn Barnabas, ein anderer Richter scheint ihm offen den Fehdehandschuh hinwerfen zu wollen, indem er dessen Entscheidungen in Frage stellt.

Deshalb lässt er auf Korsika einige Skelett-Legionäre die Römer angreifen. 

Dabei ahnt niemand, dass dahinter ein völlig anderer Plan steckt, um Castor Pollux und Kimon aus Rom weg zu locken.

Auch der dämonische Pergon scheint von Bonifazius ausgesandt worden zu sein, um den Stadthalter von Hispania, Lucius Galba, mit seinen Legionen dazu zu bewegen, nach Rom zu marschieren um dort Kaiser Nero zu stürzen.

Gleichsam soll er auch mit der dämonischen Jägerin Tasch die immer noch flüchtige Cassia vernichten. Doch die hat eine neue Fähigkeit an sich entdeckt, seit sie an der Hand von einem Werwolf leicht verletzt worden ist. Und damit wird sie für Pergon alleine zu einer zu großen Gefahr um sie direkt selbst anzugreifen.

In Rom sind indessen Stephanus, der Kommandant des kleinen Legionslager auf Korsika und zwei seiner Männer in Rom bei Senator Urbanus und damit bei Castor Pollux angekommen. Und der ersucht die Hilfe von Castor und Kimon gegen die lebenden Skelette, welche seine Legionäre in Korsika bedrohen.

Selbst jedoch kann Stephanus aber nicht mit ihnen zurückreisen, da  offenbar eine Verletzung am Bein sonst seine Gesundheit und sein Bein selbst bedrohen könnten.

Dass Senator Urbanus mit seiner Gastfreundschaft aber das Böse geradezu eingeladen hat, ahnt weder er noch Florentina oder Julia Anca. Indessen machen sich Castor Pollux und Kimon mit Stephanus Begleiter auf nach Korika, womit das Böse nun in Rom freie Bahn hat.

Unterdessen kommt der Grieche Milon von Kroton nach Rom um Castor Pollux endlich mal zu besuchen. Und genau dem kommt Stephanus schnell äußerst seltsam vor. Aber auch Julias kleine Tochter Zoe scheint nicht positiv auf Stephanus zu reagieren.

Denn Stephanus ist in Wirklichkeit der tote Varus, der für Bonifazius die kleine Zoe entführen und ins Reich der Finsteren bringen soll. Zoe ist nämlich als Zwitter geboren, halb Mensch und halb Finstere, mit der der oberste Richter des Bösen den Gott Elat wieder aus dem ewigen Schlaf erwecken will.

Und sollte der wieder in der höllischen Welt der Finsteren wandeln, würde es erneut zu einer Schlacht der Götter kommen, in der Elat wieder gegen seine Brüder Mogum und Teren kämpfen würde.

Als Castor und Kimon allerdings wieder in Rom eintreffen, scheint alles zu spät zu sein. Denn Stephanus/Varus hat Zoe bereits in die Dimension der Finsteren entführt. Dabei konnten ihm allerdings Julia und Milon durch das Dimensionstor folgen.

Doch können sie die kleine Zoe noch retten, und wie sollen sie selbst zurück in ihre Welt gelangen, bevor die Finsteren sie vernichten?

  • Erschienen am 21. Februar 2026
  • Ein Roman von Rafael Marques
  • Taschenheft Band 11 von 12 (zweite Staffel)
  • Erscheinungsweise monatlich

„Er hob die Arme, sodass Zoe auf ihn herabsah, und stimmte einen seltsamen Singsang in einer fremden Sprache an. Milon lauschte mit klopfendem Herzen. Waren das überhaupt Worte?

Was er da hörte, erinnerte ihn eher an die klagenden Laute einer hungrigen Katze, in das sich das Heulen eines Wolfs mischte.“ (Castor Pollux: Band 11/Staffel 2, "Ein Gott erwacht"/Seite 131)

Ja, der Einblick in die Handlung von Band 11 mit dem Titel „EIN GOTT ERWACHT“, wirkt beim lesen durchaus etwas schwer gestrafft. Aber das liegt auch daran, dass hier eine Menge passiert und so einige rote Fäden zusammengeführt werden.

Und letzteres lässt auf ein richtig krachendes Finale der zweiten Staffel von „CASTOR POLLUX“ hin, welches mit Band 11 ja beginnt.

An Spannung fehlt es aber sicherlich auch im vorliegenden ersten Teil des Finale nicht. Hält aber offenbar auch jetzt schon ein paar empfindliche Schläge auch für unsere Helden bereit.

Davon mal ab, zeigen auch die dämonischen Finsteren, wie verschlagen und hinterhältig sie selbst unter ihresgleichen sein können, wenn es um Macht und Einfluss geht. Und wenn das noch nicht reicht, so gibt es hier fast schon mehr Brennpunkte des Bösen, als Helden, die überall präsent sein könnten.

Und was die Geschichte des römischen Reich betrifft, gibt es auch noch einen schönen wie spannenden Rückblick auf die Schlacht von Varus und dem Cherusker Arminius.

Das ganze Taschenheft ist also prall gefüllt mit spannungsgeladenen wie auch düsteren Vorkommnissen, bei denen selbst dem Leser mitunter die Luft weg bleibt. Oder anders gesagt, im ersten Teil dieses Zweiteilers bekommt man gleich das ganz große Kino für den Kopf geboten. Und das sollte man sich als Fan des dunklen Genres sicherlich nicht entgehen lassen.

Da könnten aber gleich auch ein paar Tränen fließen, weil mit Band 12 dann im März auch die zweite Staffel von „CASTOR POLLUX“ ihr Ende findet.

Aber auch hier kann ich durchaus Entwarnung geben, denn sowohl Michael Schauer als auch Rafael Marques arbeiten schon an einer dritten Staffel von „CASTOR POLLUX“, die noch im Herbst 2026 starten soll. So versichert man uns dies jedenfalls auch in Band 11 auf den Seiten 72 - 73.

Hätte mich aber auch gewundert, wenn die Fans des Genre bei einer so genialen Reihe nicht nach weiteren Abenteuern im alten Rom gegen das Böse gerufen hätten.

 © by Konrad Wolfram

1 Kommentar:

Stefan Robijn hat gesagt…

Die neuen Staffeln werden aber nur noch 6 Bände umfassen, weil sich das Konzept bei den Sinclair Taschenhheft - Serien angeblich "durchgesetzt" hat... 🤔