Tony Ballard 41
Der Tod schleicht durch London (Teil 1)
von A.F Morland (Friedrich Tenkrat)
Ballard folgt einem anonymen Hinweis, der ihn zu
einem sterbenden Dämon führt, welcher angeblich weiß, wie man Fystanat von
seiner Lähmung befreien kann.
Allerdings kann er vor seinem Tod nur einen vagen
Hinweis geben, der Ballard und Silver zu den drei Tornados führt, bei denen es
sich um neutrale Dämonen handelt.
Diese behaupten, dass man die Lähmung mit dem Gift eines Shlaaks aufheben kann, eine noch unbekannte Dämonenart...
...die als Skelette
mit Schlangenfingern in Erscheinung treten, welche das Gift absondern.
Auch der Silberdämon Metal nimmt Kontakt mit den in
London aktiven Shlaaks auf, die hier eine Kolonie gründen wollen. Da er sich
wegen des Schicksals seiner Freundin Arma an Silver rächen will, plant er, die
Dämonen für seine Zwecke einzuspannen.
Erschienen am 13. April 1984
Der erste Teil des Doppelbandes
beginnt mit einer durchaus originellen Anfangsszene, in der Ballard einen
sterbenden Dämon von seiner Existenz erlöst, um von diesem zu erfahren, wie man
dem seit längerem gelähmten Fystanat helfen kann.
Mit den neutralen Dämonen, die
weder gut noch böse sind, von Asmodis aber jederzeit abberufen werden können,
hat der Autor einen weiteren originellen Einfall in die Handlung eingeflochten,
auch wenn die drei Tornados, abgesehen von dem entscheidenden Hinweis, noch
nicht viel dazu beitragen.
Dabei fragt man sich jedoch,
warum Silver, der Tony hier von seiner Lähmung befreit, nachdem der in eine
magische Falle tappte, dies nicht auch bei Fystanat versucht hat, zumal der ja
“nur” von ein paar Monster - Ratten gebissen wurde, aber das wäre natürlich zu
einfach gewesen.
Stattdessen werden hier also
die Shlaaks aus dem Hut gezaubert, welche in ihrer Erscheinungsform als
Skelette mit Schlangenhänden doch etwas seltsam und gewöhnungsbedürftig
daherkommen. Und wie schon bei Professor Kull hat Ballard noch nie etwas von
ihnen gehört und trifft erst jetzt, als sie in London eine Kolonie gründen
wollen auf sie.
Dass Metal sich mit ihnen
zusammentut, um sich an Silver zu rächen, sorgt in diesem insgesamt aber
durchaus überzeugenden Roman für Abwechslung, zumal hier bereits sein großer
Plan erwähnt wird, Roxane zu entführen und sie mittels eines magischen Rituals
die Identität Armas annehmen zu lassen. Tatsächlich umgesetzt wird dieser Plan
dann aber erst im fünfbändigen “Roxane-Zyklus” ab Band 66.
© by Stefan Robijn
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