Reverend Pain
Das teuflische Paar
von Steve Salomo (Peter Thannisch)
Reverend Pain befindet sich bereits lange Wochen des Fastens in einem Leuchtturm, als ein seltsamer Blonder Mann mit einem Boot zu ihm kommt, ihn Fisch und Wein gibt, und ihm eine neue Aufgabe in der Stadt Darkmoon gibt.
Pain weiß in diesem Augenblick bereits genau, das der Fremde in
Wirklichkeit ein Engel des Herrn ist.
Die Stadt selbst, in der es neben den Mönchen des Klosters eine christliche, aber auch durch die Stadtpolizei eine weltliche Gerichtsbarkeit gibt, ist noch in den Händen Gottes.
Doch offenbar scheint das
Böse nun einen grausamen Schlag gegen die dort lebenden guten Christen
ausführen zu wollen.
Und ja, es gibt in der Stadt Banden, welche den
satanischen Riten huldigen und gegeneinander eine Art Gladiatorenkämpfe auf
Leben und Tod abhalten, welche Bloodbone-Battlings genannt werden. Und genau
gegen diese geht der alte Abt Garibaldian mit seinen beiden Novizen, Bruder
Luke und Bruder Francis nun entschieden selbst vor.
Doch auch sie müssen feststellen, dass die Macht des
Christentums anfängt zu bröckeln und der Ungehorsam der zum Satanismus
verleiteten immer dreister wird. Und das nicht ohne Grund, denn ein paktieren
mit den Dämonen der Hölle würde unweigerlich Folter zur Läuterung und
anschließende lebendige Verbrennung auf dem Scheiterhaufen zur Rettung ihrer
Seelen nach sich ziehen.
Doch die wahre Gefahr für die noch gläubige Stadt
Darlmoon geht von den jungen Geschwistern Virginia und Paul Hayes aus. Denn
beide lassen sich in einer Höhle mit Kramphumeth, dem Dämon des ersten
Feuerkreises Luzifers und einem weiteren Dämon des dritten Feuerkreises ein,
treiben mit ihnen schändliche Unzucht und empfangen so satanische Macht um ihr
Werk vollenden zu können.
Und dieses Werk besteht darin, den Glauben an den
Herrn in Darkmoon zu Fall zu bringen und die Stadt so wieder zu einem Zentrum
zu machen, von dem der Feldzug des Dämon Kraphumeth gegen die Welt erneut
geführt werden soll. Und gerade Paul Hayes ist hier eine enorme Gefahr, denn er
ist auch der Chef der Stadtpolizei und genießt so das Vertrauen der gläubigen
Mönche.
Als Reverend Pain allerdings in die Stadt kommt,
überschlagen sich die Ereignisse. Paul Hayes beschuldigt ihn nämlich ein als
Reverend getarnter Frauenmörder und Satanist zu sein und lässt Pain erst einmal
in den Kerker werfen.
Und danach beginnt das Grauen in Darkmoon als Paul
und Virginia Hayes den Dämonen der Hölle die Möglichkeiten geben, in die Körper
der Menschen zu fahren und selbst Garibaldian und seine frommen Mönche
anzugreifen.
Doch Reverend Pain kommen nicht nur ein Wächter zu
Hilfe, der zum wahren Glauben zurückfinden will, sondern auch das schwarze
Schaf der Gemeinde, Steelbabe, dessen Hass auf seinen Widersacher King Mary
entflammt ist, seit dieser seinen Zwillingsbruder bei einem der
Bloodbones-Battlings getötet hatte.
Aber wird Pain Steelbabe ebenfalls zurück zu Gott
führen können, oder wird dieser trotzdem für seine satanistischen Untaten auf
dem Scheiterhaufen brennen müssen? Und was wird überhaupt aus den gläubigen
Seelen der Stadt Darkmoon?
- Das teuflische Paar (Roman 3 von 12)
- Deutsche Erstveröffentlichung: 02. Mai 2000
- Reihe Grusel-Schocker des Bastei Verlag
- Titelbild: Kike
- Vorliegende Veröffentlichung: September 2007
- Hardcover/2 Romane, Zaubermond Verlag
-
Titelbild: Sandobal
„Steelbabe wusste, wie so was abging, obwohl er noch nie bei einer Blutmesse dabeigewesen war. Erst würde man das Girl auspeitschen bis aufs Blut, dann schänden - und anschließend würde man ihr die Kehle durchschneiden!“ (Reverend Pain/Seite 89, "Das teuflische Paar"/Zaubermond Verlag)
Der Autor Steve Salomo machte
es seinen Lesern hier in der postapokalyptischen Zukunft nicht gerade leicht.
Denn irgendwie taugt unser fanatischer REVEREND PAIN nicht wirklich zu einem
strahlenden Helden, mit dem man gerne mitfiebert.
Und wenn, wie hier, selbst der
Abt und einige seiner gläubigen Mitbrüder auf grausame Weise ihr Leben
verlieren, hält sich bei mir als Leser das Mitgefühl trotzdem immer noch stark
in Grenzen.
Und die Aussage ist gerade in
diesem Roman durchaus sehr klar: Die weltliche Gerichtsbarkeit ist voller
Fehler und nur zu Anfällig für das Böse, während nur die geistliche
Gerichtsbarkeit frei von Fehlern ist.
O.K. ... wenn man da also
gerade lebendig auf dem Scheiterhaufen brennt, hat man halt Pech gehabt, denn
das Ableben ist offenbar generell immer gerechtfertigt weil von Gott gewollt.
Mal ehrlich, da findet man als Leser nur sehr schwer zu einem
"Helden", den man wirklich noch in seinem Streben für das
"Gute" anfeuern möchte.
Aber ansonsten hatte mir die
Handlung durchaus gefallen, egal wie düster sie leider auf beiden Seiten auch
sein mochte. Man muss sich einfach nur immer wieder sagen, dass das Leben in
dieser Zukunft eben kein Ponyhof ist und wirklich "strahlende Helden"
eh nur überbewertet werden.
Ich frage mich aber auch
irgendwie immer noch, warum man den niederen Dämonen nun unbedingt jede Menge
verschiedener Tierköpfe verpassen muss? Hier sind es ja die Köpfe von
Schlangen, Hunden und Vögeln.
Gut, ich kann verstehen, dass
der Autor hier keine der Tiergruppen bwenachteiligen wollte, aber es gibt doch
auch so schöne andere Darstellungen des Bösen, die man hier hätte nutzen können,
ohne dabei gleich den ganzen Kölner Zoo im Misskrdit zu bringen.
Das Cover der Buchausgabe von
Sandobal, seitens des Zaubermond Verlags gefällt mir wieder wirklich gut.
Jedenfalls um Längen besser als das Cover aus der damaligen Reihe „GRUSEL-SCHOCKER“
(hier Band 29) seitens Kike (wer immer das auch sein mag).
Aber was die Cover der
Bastei-Reihe „GRUSEL-SCHOCKER“ betraf, hatte man sich damals ja generell nicht
wirklich mit Ruhm bekleckert.
© by Konrad Wolfram
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