Dorian Hunter 124
Das zweite Gesicht
von Neal Davenport (Kurt Luif)
Aus einer Vision Neljas eines Bergdorfes in Kaschmir
schließt man, dass der Januskopf Vozu sich dort befindet.
Kiwibin fliegt mit Abi, Nelja, Tirso und Philip, sowie einigen Agenten per Hubschrauber hin, der aber von Luguri zum Absturz gebracht wird, welcher es ebenfalls auf Vozu abgesehen hat.
Vozu ist derweil auf dem Weg zu dem Dimensionstor. Dass die Zugänge von Malkuth aus gesperrt wurden, weiß er noch nicht.
Abi, Kiwibin und Gefährten müssen nach dem Absturz gegen
ein paar Flugvampire kämpfen und ihnen wird klar, dass man es hier mit zwei
Parteien zu tun hat.
Nelja gelingt es, Vozus Spur weiter zu verfolgen,
doch als sie ihm zu nah kommt, kann dieser Besitz von ihrem Geist ergreifen und
sie in seinem Sinne steuern. Es kommt zu Konflikten zwischen Abi und Kiwibin,
der dies ahnt, während Abi, der in Nelja verliebt ist, sie noch beschützen
will.
Schließlich kommt es zu einem erbitterten Kampf
zwischen Luguri und Vozu, bei dem es Luguri gelingt, den Januskopf mittels
einer magischen Kugel zu vernichten.
Abi und Kiwibin sind zwar verletzt, können aber
gerettet werden, Nelja jedoch verschwand während des Kampfes in der magischen
Kugel.
- Erschienen am 30. Mai 2023
- Erstveröffentlichung: Am 14. Dezember 1976 als „Dämonenkiller Band 121“
-
Titelbild: Mark Freier
Laut Expose sollte diesen Roman
ursprünglich Dirk Hess schreiben, der aber vor Beginn des Malkuth-Zyklus
bereits ausgestiegen war. Doch auch wenn seine Beiträge nicht unbedingt die
besten waren, so muss man sich nach der Lektüre dieses Romans fragen, ob er das
zugrunde liegende Expose wirklich sehr viel schlechter umgesetzt hätte, als KurtLuif.
Tatsächlich wirkt auch dieser
Roman, ähnlich wie bereits der vorherige ebenfalls von Luif verfasste, ziemlich
lustlos und unmotiviert herunter geschrieben.
Zwar gelingt es dem Autor, die
Konflikte zwischen dem eher praktisch denkenden Kiwibin und dem hoffnungslos
verliebten Abi Flindt recht glaubwürdig zu schildern (wenn er den Russen auch
nicht so gut darstellt, wie Warren), dafür wirken Tirso und Phillip hier eher
wie Ballast, den man irgendwie durch die Handlung schleppt, ohne sehr viel
sinnvolles mit diesen starken Figuren anzufangen.
Das geht so weit, dass der
Autor die beiden im letzten Drittel gar nicht mehr erwähnt, so als hätte er
bereits vergessen, dass sie noch da sind. Zuvor lässt er Tirso noch kurz nach
dem Absturz des Hubschraubers eine Schneeballschlacht (!) starten, so als wäre
nichts weiter passiert.
Dass Luguri die Gelegenheit
nicht wahrnimmt, diese beiden mächtigen Gegner auszuschalten, obwohl er sich
genau das vorgenommen hat, wird natürlich damit begründet, dass er Nelja noch
braucht, um mehr über die Janusköpfe zu erfahren. Angesichts der eher
spärlichen Informationen fragt man sich dann aber, ob das (aus Luguris Sicht)
wirklich so eine kluge Entscheidung war.
Die finalen Kämpfe zwischen
Luguri und dem durchaus ebenbürtigen Vozu werden zwar immerhin einigermaßen
packend geschildert, aber man ahnt natürlich, dass der Januskopf am Ende
unterliegen muss, da eine Rückkehr nach Malkuth ja ohnehin nicht mehr möglich
ist.
Dem Leser wird diese Rückkehr indes nicht erspart bleiben, da das Ende des Zyklus noch in weiter Ferne liegt. Ob das nun ein Grund zur Freude ist, sei zunächst mal dahingestellt. Romane wie der vorliegende, den man ganz sicher nicht zu Luifs besten Werken zählen kann, sorgen jedenfalls eher nicht für ein wohliges Gefühl der Vorfreude…
© by Stefan Robijn
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