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Donnerstag, 5. November 2026

Dr. Morton 125: Tödliche Experimente in den Highlands - Vergleiche mit der Originalfassung

Dr. Morton 125

Tödliche Experimente in den Highlands

von John Ball

Der Lord erhält einen anonymen Brief, in dem er vor einer Gefahr gewarnt wird. Nur in der OF erwägt Rob Jones, dass eventuell Dr. Morton eingeschaltet werden

müsste, S. 3. Der Lord und Rob Jones folgen dann einer Einladung nach Schottland. Sie wissen nicht, dass ein verrückter Wissenschaftler die Angestellten und anderen Gäste auf Blairmore Castle mit verseuchtem Wasser und Lebensmitteln langsam vergiftet, sodass sie immer aggressiver werden.

 Bei einer Anstrengung schwächelt Sir Edward etwas und denkt an Erholungsurlaub. In der EV heißt es, dass er fast gewaltsam die Gedanken an den Urlaub verdrängen musste, S. 30. In der OF steht an dieser Stelle: „Er konnte nicht ahnen, dass dahinter die Aktivitäten von William Grimsby und Dr. Morton steckten, die den Lord in seiner geistigen Bewegungsfreiheit einschränkten“, S. 32.

Später wird Sir Edward überwältigt und die Gegner „traten ihn“ (EV S. 32) bzw. „traten brutal auf ihn ein“ (OF S. 33).

Rob Jones überlegt, ob es richtiger wäre, Maugham zu benachrichtigen. In der EV endet hiermit der Satz, S. 35 – in der OF wird hinzugefügt: „oder doch Dr. Morton“, S. 37.

  • Ungekürzte Original-Fassung (OF), Romantruhe, November 2025
  • Erstveröffentlichung (EV): Der Lord Großband Nr. 1, 1976, Terror in den Highlands

Der Gegenspieler Sir Edwards droht ihm, dass er keine Gelegenheit haben werde, etwas gegen ihn zu tun. In der EV endet hiermit der Satz, S. 39 – in der OF wird hinzugefügt: „denn ich werde Sie töten“, S. 40.

Rob Jones bedroht einen der Gangster. Dieser gibt zu, dass die Lebensmittel im Schloss mit bestimmten Stoffen behandelt werden. In der EV endet seine Aussage hiermit, S. 43. In der OF wird hinzugefügt: „Sie lösen Halluzinationen aus. Bei Menschen und Tieren“, S. 40.

Aus Seite 41 werden nur in der OF weitere Informationen über Rob Jones bekannt: Vor einiger Zeit gehörte er zu Dr. Mortons Team. Zusammen mit Grimsby hat er Probanden besorgt und gemordet. Das liegt aber schon eine lange Zeit zurück und jetzt ist er für das Leben von Sir Edward verantwortlich.


Nachdem der Lord einige Tage verschwunden ist, taucht Grimsby im Schloss auf. In der EV ist er verbindlicher zu Jones: „Sie hätten mich verständigen können. So mußte ich mir den Weg zu Ihnen erst suchen und habe Zeit verloren“, S. 49. In der OF ist er direkter: „Sie hätten mich verständigen müssen. So habe ich Zeit verloren“, S. 50.

Grimsby erkundet die Gegend um das Schloss. Heimlich beobachtet er die Gangster. Nur in der OF wird erwähnt, dass er seine Säurepistole in der Manteltasche hat, S. 51. In dieser Sequenz nennt John Ball den Akteur in beiden Ausgaben an zwei Stellen Rob Jones statt William Grimsby (EV S. 51, OF S. 52).

Die Gangster haben ein Mädchen gefangen genommen, das sie „zusammenschlugen“ (EV S. 51) bzw. „brutal zusammenschlugen“ (OF S. 52). In der OF findet Grimsby das Mädchen am Boden liegend, in der EV ist es an den Füßen aufgehängt [was immerhin einen Bezug vom Titelbild der EV darstellt].

Der Körper zeigt in beiden Fassungen Spuren von brutaler Folterung, in der OF zusätzlich auch noch von Vergewaltigung, S. 52. Grimsby informiert Jones telefonisch über seine Entdeckungen, nur in der EV bedankt sich dieser für die Benachrichtigung, S. 52.

Nur in der OF ist sich Jones bewusst, dass Grimsby in der Nähe bleiben und ihn weiterhin bei den Ermittlungen tatkräftig unterstützen wird, S. 54.

Nach dem Ende des Romans gibt es in der OF einen zusätzlichen Absatz: Grimsby ist im Hintergrund geblieben, hat alles beobachtet und konnte eine Probe des vergifteten Wassers sichern. Dr. Morton würde sie analysieren und später eventuell für eigene Versuche verwenden, S. 61.

Kleine Abweichungen sind z. B.: „Lord Morton“ (EV S. 34, 38, 40 und weitere) bzw. „Dr. Morton“ (OF S. 35, 39, 41 und weitere) oder „Sir Glenn (EV S. 49 und 50) bzw. „Dr. Morton“ (OF S. 50).

In Dr. Morton Großband Nr. 3 wurde die Nummer 4 mit dem Titel „Terror in den Highlands“ und einer Leseprobe angekündigt. Der Roman, aus dem die Leseprobe stammt, erschien aber erst 1976 als Erstveröffentlichung im Kriminal-Magazin International Nr. 7 unter dem Titel „Filmteam auf Abwegen“.

Allerdings war die Geschichte komplett umgeschrieben und alle Namen der Handelnden geändert worden. Diesen Roman veröffentlichte die Romantruhe in seiner Original-Fassung erst im Mai 2020 als Dr. Morton Nr. 58 unter dem Titel „Bis zum bitteren Ende“.

Die Entscheidung, die Reihe in Der Lord Großband umzubenennen, den geplanten Roman „Terror in den Highlands“ in der ursprünglichen Fassung zurückzustellen, umzuschreiben und stattdessen einen harmloseren Roman zu veröffentlichen, scheint kurzfristig gefallen zu sein.

Es lässt sich spekulieren, dass die Produktion der Umschlagseiten von Dr. Morton Großband Nr. 4 schon weit fortgeschritten war. Kleine Details wirken so, als wären oberflächliche Anpassungen überstürzt vorgenommen worden: Titel und Titelbild konnten bestehen bleiben, weil es inhaltlich passte, aber die Ziffer „4“ wurde mit einer schwarzen „1“ auf weißem Hintergrund überdeckt und das Logo wurde ausgetauscht.

 Auch die Morton-GB-Tagline „Der Gruselkrimi von dem man spricht“ blieb erhalten und lautet erst ab Der Lord Großband Nr. 2 „Der Krimi von dem man spricht“. Für die beiden ersten Wörter wurde hierbei eine schmalere Schrift verwendet. Auf der 3. Umschlagseite im Impressum ist noch „DR. MORTON GROSSBAND“ mit Magazin  zu lesen, obwohl Angaben zur Druckerei geändert wurden.

Auf dem Buchrücken der Romantruhe-Ausgabe wird der Roman als GB1 kenntlich gemacht und nicht in die laufende Nummerierung der Subserie miteinbezogen. Das Titelbild erschien auch auf Occu Nr. 58.

 © by Helge Ebsen

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