Horrotica 1
Die Sklavinnen des Dr. Nocturne
von Mortimer
Stone
Im
Ort Ravenmoor geht seit geraumer Zeit die Angst um. Denn mit der bildschönen
jungen Eveline taucht immer wieder eine scheinbare Prostituierte auf, die
reihenweise die Männer verführt.
Doch
wo Eveline die Männer hinschleppt, weiß niemand und die besagten Männer tauchen
auch nie wieder auf, sondern scheinen wie vom Erdboden verschwunden.
Dabei ist Eveline wie auch ihre ebenso schöne Schwester Sandra sogar das Todesurteil für jeden Mann, der mit ihnen ins Bett steigt um eine heiße Nacht zu erleben.
Denn die jungen Frauen sind wie Vampire. Dabei beißen sie ihre Opfer nicht und
trinken auch kein Blut, sondern entziehen über den Hautkontakt den Männern ihre
ganze Lebensenergie.
Doch
damit nicht genug, werden auch noch die Leichen der Männer bei schaurigen
Experimenten im nahen Schloss missbraucht. Denn dort sitzt Dr. Nocturne, der
mit seinen Experimenten bereits Eveline und Sandra zu erotischen wie
empathielosen Monstern gemacht hatte.
Indessen
kommt der 37-jährige Journalist eines Internet-Nachrichtenmagazins mit Namen
Ethan Blackwood nach Ravenmoor. Denn das spurlose Verschwinden der Menschen am
Ort scheint eine gute Story abzugeben.
Nur
will der einzige örtliche Constable in der Police-Station sich in den letzten
Wochen vor seiner Pensionierung nicht mehr wirklich mit diesem Fall abgeben,
was auch die junge Clara Ashford schmerzlich erfahren muss, die ihren ebenfalls
vermissten Bruder sucht.
Und
so schließen sich Ethan und Clara selbst zusammen und versuchen auf eigene
Faust hinter das Rätsel der verschwundenen Menschen zu gelangen.
Aber
auch der optisch verkrüppelte Silas streift in Ravenmoor herum, da die
Pensionswirtin Agatha Greystone durch Zufall die Leiche des
Staubsaugervertreter Hank Reynolds entdeckt hatte, bevor Silas die Leiche auf
das Schloss schaffen konnte.
Und
da der mörderische Knecht von Dr. Nocturne durch die eiskalte Sandra bestraft
wurde, weil er die alte Greystone nur niedergeschlagen, aber nicht als Zeugin
gleich mit beseitigt hatte, will der nun diesen Fehler nachträglich bereinigen.
Damit wird Silas aber auch zur Gefahr für Ethan und Clara, die weitere
Informationen sammeln.
Und
die finden bald heraus, das alle Informationen zum Schloss führen, wo der
geheimnisvolle Dr. Nocturne seltsame Experimente zwischen Wissenschaft und
Voodoo betreiben soll. Doch auch Nocturne spielt bei seinen Geschöpfen nicht
wirklich mit offenen Karten.
- Veröffentlichung: Am 2. Oktober 2026
- Autor: Mortimer Stone
- Band 1/Einzelroman
-
Verlag:
Bastei
„Zufrieden blickte er auf den Labortisch vor ihm. Darauf stand ein Glasgefäß, von dem mehrere Kabel und Elektroden abgingen und in dem etwas in einer klaren Flüssigkeit schwamm. Ein menschliches Gehirn!“ (Horrotica, Band 1/ "Die Sklavinnen des Dr. Nocturne"/Seite 12)
Ich sage es gleich frei heraus, irgendwie kam mir bei der
Handlung der Horror-Filmklassiker „FRANKENSTEIN“ von 1931 in den Sinn, zumal
mit dem Knecht Silas auch ein entsprechendes Gegenstück zu Fritz, dem Gehilfen
von Dr. Frankenstein mit am Start war.
Nur die Monster Eveline und Sandra sind hier wohl um
Welten hübscher als das Monster, welches von Boris Karloff meisterlich
verkörpert wurde. Zumindest, wenn man sich die zwei sexy Mädels auf dem Cover
von Band 1 so betrachtet.
Und das die recht sexy aussehen, hat auch seinen Grund,
denn Bastei unterfüttert hier in der neuen Romanreihe „HORROTICA“ den düsteren
Schrecken mit einer guten Portion Erotik. Das allerdings ist nicht unbedingt
neu in diesem Genre, denn auch in der damaligen Romanreihe „VAMPIRA“ wusste man
diese zwei Elemente durchaus schon passend zu verbinden.
Und warum sollte man mit dem Sex in Romanheften geizen,
wenn der doch gewinnbringend auf dem Buchmarkt auch in der dunklen Phantastik
durchaus seinen Platz behauptet. Denn die Zeiten, wo man als Autor noch recht
prüde in den "Groschenheften" zu Werke gehen musste, sollten ja
eigentlich vorbei sein.
Allerdings ging es mit der Spannung ab etwa der Mitte des
Romans etwas schleppend weiter, da die Handlung an sich hier schon weitgehend
durchschaubar war. Da sollte sich der Autor vielleicht noch die eine oder
andere Überraschung für seine Leser bereithalten.
Aber das ist eigentlich auch der einzige Kritikpunkt bei
mir, denn die Geschichte an sich ließ sich flott lesen und konnte auch mit der
einen oder anderen kleinen, aber passend platzierten humorvollen Einlage
punkten.
Und was die ebenso gut platzierte Erotik betrifft, so
dürften hier eigentlich nur noch achtzigjährige Nonnen rote Ohren beim Lesen
bekommen.
Der Autor Mortimer Stone macht jedenfalls nicht den
Fehler, mit den sexuellen Einlagen zu übertreiben, was sich in einem
Horrorroman dann bei der Handlung auch schnell unlogisch und damit negativ
auswirken kann.
Gesamt gesehen kann ich hier also durchaus sagen, das der
erste Band von Mortimer Stone in der neuen Reihe „HORROTICA“ als Einstieg
durchweg positiv punkten konnte und damit auch neugierig auf mehr in Sachen
Horror mit einem guten Schuss Erotik macht.
© by Konrad Wolfram

1 Kommentar:
Die Reihe wird keine lange Lebensdauer haben
Kommentar veröffentlichen