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Donnerstag, 29. Oktober 2026

Die Fortführung der Western-Serie "Ronco"

Ab Ende Dezember 2026 wird die Westernserie „RONCO“ im Grille Verlag (der 2010 gegründet wurde) fortgeführt.

Der Knackpunkt bei dieser Fortführung ist allerdings, dass die Serie nicht im Heftromanformat, sondern als limitierte Sammleredition (nur 125 Exemplare) im Taschenbuchformat (11,5 × 18 cm) erscheinen wird, die jeweils einen Seitenumfang von 150 Seiten haben wird. 

Alle Roman wurden laut dem Grille Verlag sorgfältig aufbereitet und illustriert.

Jetzt frage ich mich an dieser Stelle natürlich, was der Grille Verlag unter dem Begriff „aufbereitet“ versteht. Denn nach welchen Kriterien wurden die einzelnen Western-Romane der Serie „RONCO“ bearbeitet bzw. überarbeitet?

Auch verwundert mich die Tatsache, wie schnell für die Western-Serie „RONCO“ ein neuer Verlag gefunden wurde und wie schnell die Vorbereitungen, etc. vonstattengegangen sind und vom Grille Verlag abgeschlossen wurden.

Denn die Nachricht von der Einstellung der Western-Serie „RONCO“ erschien doch erst am 22. September 2026 auf der Bastei-Facebook-Seite „Bastei Abenteuerlust“.

Der Preis pro „RONCO“-Taschenbuch wird 12,95 Euro betragen. Im Abo nur 9,99 Euro. Neben den limitierten Taschenbüchern gibt es die „RONCO“-Romane aber auch als Ebooks, die über die gängigen E-Book-Portale erhältlich sein sollen.

Sobald die Rechte der „RONCO“-Romane vor Band 31 wieder verfügbar sind, plant der Grille Verlag, diese ebenfalls als Taschenbücher zu veröffentlichen.

Neben der Western-Serie „RONCO“ wird ab 30. März 2026 auch die Western-Reihe „JOHN GRAY“ gestartet, in der nach und nach das Western-Gesamtwerk des Autors Dietmar Kuegler (ebenfalls im Taschenbuchformat) veröffentlicht werden soll.

© by Ingo Löchel

1 Kommentar:

The Black Book Magazine hat gesagt…

Nachfolgend ein Info-Text, den ich auf der Facebook-Seite „Die Welt der Heftromane“ entdeckt habe, woraus hervorgeht, was der Grille Verlag unter „aufbereitet“ versteht.

„In den vergangenen Tagen wurde mehrfach die Frage aufgeworfen, warum man die alten RONCO-Romane nicht einfach unverändert nachdruckt.

Die Antwort ist einfach: Weil die Texte inzwischen mehr als 50 Jahre alt sind und alle einer sorgfältigen Bearbeitung bedürfen.
Dabei geht es nicht darum, RONCO „neu zu schreiben“ oder aus den Romanen moderne Western zu machen. Im Gegenteil: Der ursprüngliche Stil, die Atmosphäre und der Charakter der Serie sollen erhalten bleiben.

Durch die sorgfältige Bearbeitung können diese Stärken heute sogar deutlicher zur Geltung kommen.

In den alten Texten finden sich zahlreiche Probleme, oft sogar auf engem Raum:

• sachliche Fehler
• widersprüchliche Chronologien
• falsch oder unterschiedlich geschriebene Namen
• unlogische Handlungsabläufe
• unnötige Wiederholungen
• sehr lange und schwer verständliche Sätze
• Stellen, an denen Roncos Charakter nicht der ursprünglichen Serienkonzeption entspricht

Beispielsweise erschrickt Ronco plötzlich so sehr vor einem Wurfmesser, dass er seine Waffe fallen lässt. Oder ihm wird schlecht, weil ein Doc seinem Freund Miguel eine Kugel aus dem Oberschenkel holt. Der Doc nennt ihn deshalb sogar einen Schwächling.

Solche Szenen verfälschen Roncos Charakter und machen ihn unnötig lächerlich.
Oder ein Sheriff muss sich in seiner eigenen Stadt erst nach dem Hotel durchfragen.

Ähnliche „Ausrutscher“ finden sich in vielen der alten Heftromane und können die Lesefreude erheblich beeinträchtigen. Den Autoren fehlte damals oft die Zeit für gründliche Recherche und Überarbeitung. Das gilt auch für die damalige Verlagsproduktion.

Heute kann man es besser machen.

Genau deshalb werden die neuen Taschenbuchausgaben gründlich überarbeitet. Diese Arbeit bedeutet: lesen, vergleichen, recherchieren, korrigieren, kürzen, sprachlich glätten, Namen und Zusammenhänge prüfen und sehr genau darauf achten, dass der Seriencharakter erhalten bleibt.

Das kostet Zeit. Und professionelle Arbeit kostet auch Geld.

Ein Taschenbuch für 9,99 Euro kann deshalb nicht mit einem Romanheft für 2,70 Euro verglichen werden.

Es handelt sich um ein anderes Produkt: sorgfältig bearbeitet, neu gesetzt, illustriert und in einer exklusiven, auf nur 125 Exemplare limitierten Auflage produziert.

Niemand muss diese Ausgabe kaufen. Wer die alten Hefte bevorzugt, darf selbstverständlich weiterhin Freude daran haben.

Aber wer die neue RONCO-Taschenbuch-Serie kauft, erhält keinen bloßen Nachdruck eines 55 Jahre alten Textes, sondern einen sorgfältig aufbereiteten Roman, bei dem Inhalt, Sprache, Kontinuität und Seriencharakter gründlich geprüft wurden.

Das Ziel ist nicht, RONCO zu verändern. Das Ziel ist, RONCO so gut wie möglich zu bewahren.“