Marvel Origins
The Avengers 14
Auch Rächer
können sterben!
Es
steht schlecht um Jan van Dyne, besser bekannt als die Wasp. Denn die Kugel hat
ihre Lunge schwer geschädigt und laut dem Arzt der Klinik bleiben ihr noch 48
Stunden zu leben.
Doch Rettung könnte von dem Spezialist Dr. Stevenson aus Norwegen kommen.
Und um ihn in dieser knappen Zeit zur Klinik in New York City zu bringen, macht sich der Donnergott Thor persönlich durch die Luft auf, um ihn auf der Stelle herbeizuschaffen.
Doch
Stevenson scheint sich in der Klinik zu weigern und als Giant-Man ihn packen
will, zerreißt dessen täuschend echte Maske und darunter ist ein
Außerirdischer, der jedoch wegen des geringen Sauerstoff an Atemnot auch gleich
stirbt.
Zwar
wissen die Avengers nun, das die Aliens den echten Dr. Stevenson entführt
haben. Nur wo steckt ihre geheime Basis auf der Erde? Doch nach einiger
Recherche weiß man, das die Aliens nur am Nord- oder Südpol sein können, weil
dies die einzigen Gebiete sind, wo wegen der Kälte keine Ameisen existieren.
Zwar
kommt man schnell wegen Thors magischem Hammer dahinter, wo sie sein könnten.
Doch durch Iron Man stürzen sie erst einmal in eine tiefe Höhle, wo sie auch
sogleich von einem Trupp Aliens angegriffen werden.
Die
haben nämlich unter dem Eis nicht nur eine Basis, sondern sogar eine gewaltige
Stadt errichtet, in der ihr Anführer Ogor den scheinbar paralysierten Avengers
die Geschichte seines Volkes erzählt, welches wegen einem gewaltigen
interstellaren Krieg hier zur Erde geflohen sind.
Da
sie aber nicht so ohne weiteres unsere Atmosphäre atmen können, wollen sie Dr.
Stevenson nicht herausgeben. In dem Augenblick schreitet Thor zur Tat und holt
auch die anderen Avengers aus ihrer Starre heraus. Doch der Kampf gegen die
Aliens droht nun alles zu vernichten.
Dabei
ahnen selbst Ogors Volk der Kallusier nicht, das bereits in der Nähe des
Sonnensystem eine gigantische Flotte ihrer Gegner aufgetaucht ist, und gerade
mittels einer ihrer kosmischen Drohnen, dessen Versteck ermitteln konnten. Dies
aber droht auch die Erde und die Menschheit in einen alles vernichtenden Krieg
zu ziehen.
Aber
erst, als Dr. Stevenson den Kampf der Kallusier gegen die Avengers beenden will
und Ogor erkennt, das sie bereits von ihren intergalaktischen Feinden aufgespürt
wurden, gibt er Dr. Stevenson an die Avengers frei und will nun sein Volk
mittels seiner Raumschiffe in einen anderen Raumsektor führen, um gegen die
Feinde dort den letzten entscheidenden Kampf in diesem stellaren Krieg zu
führen. Denn die Menschen der Erde will Ogor und sein Volk nicht in
unmittelbare Gefahr bringen.
Die
Avengers können indessen mittels eines Materieverlagerer der Aliens Dr.
Stevenson in Sekundenschnelle zur Klinik bringen, wo er gerade noch das Leben
der Wasp in einer schwierigen Operation retten kann. Doch in der nun
verlassenen Stadt der Kallusier unter dem Eis taucht der kosmische Beobachter
auf und macht sich nun auch auf in den Weltraum, um die letzte Schlacht dieses
interstellaren Krieges zu beobachten.
- Erschienen Februar 1965
- Autor: Paul Laiken & Larry Lieber
- Zeichner: Don Heck
- Vertrieb: Hachette Collections SNC
-
Auftritt
des kosmischen Beobachter Uatu
Das ging ja noch einmal gut für die Partnerin von
Giant-Man/Hank Pym, der schon mit den Nerven völlig am Ende zu sein schien. Was
ich mich aber dabei frage ist, wie die Wasp, die ja nicht bei Bewusstsein ist,
es selbst auf dem OP-Tisch geschafft hatte, ihre Geheimidentität zu wahren?
Aber damals legte man manchmal noch nicht so viel Wert auf Logik.
Aber gut, wir wollen jetzt nicht auf die Jagd nach
unlogischen Momenten in einem Comic von 1965 gehen. Und die Aliens bzw. die
Kallusier tauchen in der Zukunft der Marvel Comics eh nicht mehr auf und selbst
deren gewaltige und nun verlassene Stadt unter dem Eis des Nordpols scheint
danach ebenso völlig vergessen worden zu sein.
Und wer nun über das erste auftauchen der kosmischen Entität
des Beobachter in der THE AVENGERS Serie glaubt, zumindest einen Hinweis darauf
zu erhalten, ob nun die Kallusier die letzte Schlacht gewinnen, oder deren
echsenhaften Gegner unterliegen, den muss ich hierzu leider auch enttäuschen.
Das bleibt wohl auch auf ewig ein Geheimnis zwischen dem kosmischen Beobachter
und dem bitterkalten Universum.
Insgesamt macht dieses Comic allerdings trotzdem Spaß und
man fieberte früher als Fan schon etwas mit, ob es die Wasp schaffen würde,
oder nicht. Der Plot der Geschichte stammte übrigens von Stan Lee, der aber
dann die eigentliche Ausarbeitung der Geschichte dann Paul Laiken und Larry
Lieber überließ.
Aber auch die ersten Entwürfe der Zeichnungen kamen
eigentlich von Jack Kirby, wurden dann aber kongenial von Don Heck bis zur
fertigen Druckvorlage umgesetzt.
Und wenn ihr euch jetzt fragt, wer denn da dieser Larry
Lieber gewesen ist, dem kann ich hier auch gleich mal zu neuen Ufern des
Wissens führen. Denn Larry Lieber ist der kleine Bruder von Stanley Martin
Lieber, den jedoch jeder Fan von Marvel wohl besser kennen dürfte als Stan Lee.
Allerdings kann man hier auch bei der Ausgabe 14 der
Serie „THE AVENGERS“ (DIE RÄCHER) langsam feststellen, das die verschiedenen
Außerirdischen sich bei der Erde wohl gegenseitig die Klinke in die Hand
gegeben haben mussten.
Auch wenn deren Auftritt mitunter nur ein einziges Mal
erfolgte. Da gab es bei Marvel aber auch Aliens, wie die Kree oder die Skrulls,
die im Marvel-Universum eine weit größere Rolle spielen.
Denn Captain Marvel war ja schließlich auch ein Agent der
Kree, bevor er die Seiten zur Menscheit wechselte. Der kosmische BEOBACHTER
hingegen ist eher das, was man in den „PERRY RHODAN“ Romanen als eine
Superintelligenz bezeichnen würde und somit eher auf einer Stufe mit GALACTUS
dem Weltenverschlinger.
Nur vom Beobachter gibt es eben nicht nur einen, während
Galactus ziemlich einsam durch die Weiten des Universums gondelt.
© by Konrad Wolfram

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