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Freitag, 24. Juli 2026

In Soho regiert der Tod

Tony Ballard 96

In Soho regiert der Tod

von A.F Morland (Friedrich Tenkrat)

Auf einem Foto, das bei der Beerdigung eines Mörders gemacht wurde, erkennt Tony Ballard die Zauberin Arma und befürchtet, dass sie etwas im Schilde führt, weshalb er sich mit Cruv zu dem Friedhof begibt.

Nachdem sie festgestellt haben, dass der Tote verschwunden ist, werden sie von dem Totengräber angegriffen, der offenbar von Arma magisch beeinflusst wurde.

Diese erweckte Keenan Aprea wieder zum Leben, da dessen Taten ihr imponierten, worauf er sich nun an dem Detektiv rächen will, der ihn zur Sterecke brachte.

Ballard und Silver nehmen seine Spur auf, und es gelingt Tony, ihn nach einem kurzen Kampf zu vernichten, während Silver der wieder aufgetauchten Arma folgt, welche aber entkommen kann.

  • Erschienen am 23. Mai 1986

Nach dem Doppelband um Professor Kull wird dem Leser hier wieder ein recht einfach gestrickter Fall der Woche präsentiert, in dem Ballard selbst mal wieder nur diverse Kurzauftritte hat.

Etwa zwei Drittel des Romans werden von der umfangreichen Nebenhandlung in Anspruch genommen, in welcher der wieder auferstandene Killer, der den unfreiwillig komischen Namen “Stecher von Soho” trägt, munter drauflos mordet.

Ballard und Silver kommen hier nur am Anfang und am Ende zum Einsatz, wobei Tony anfangs gleich die richtigen Schlüsse zieht, indem er vermutet, dass die Hölle ein Interesse an dem Mörder haben könnte. Wenn dem so ist, müsste es in der Serie eigentlich vor Zombies nur so wimmeln…

Immerhin vergisst Morland nicht, das Thema Marbu noch kurz  einzuflechten und lässt Ballard ein paar Mal ausrasten, was jedoch etwas willkürlich passiert, so als wäre dem Autor zwischendurch eingefallen, dass der Held ja von dem Marbu - Gift befallen ist, das ihn am Ende der Entwicklung die Seiten wechseln lassen soll.

Wenn man bedenkt, dass der entsprechende Zyklus, in dem das passiert, nur noch vier Bände entfernt ist, dann muss es in dieser Entwicklung noch einen ziemlich drastischen Schub geben, da Ballard sich die meiste Zeit über völlig normal verhält.

Zumal es im Zusammenhang mit Marbu auch Widersprüche gibt. So ist es Ballard zwar möglich, den Diskus zu tragen und anzufassen (während der Totengräber nach einer Berührung sofort von dem magischen Einfluss befreit ist), kann aber das Wort “Gott” nicht mehr über die Lippen bekommen.

Man darf also gespannt sein, wie Morland es bewerkstelligt, diese Entwicklung vor dem Loxagon - Zyklus einigermaßen glaubwürdig und nachvollziehbar abzuschließen.

© by Stefan Robijn

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