Tony Ballard 96
In Soho regiert der Tod
von A.F Morland
(Friedrich Tenkrat)
Auf
einem Foto, das bei der Beerdigung eines Mörders gemacht wurde, erkennt Tony
Ballard die Zauberin Arma und befürchtet, dass sie etwas im Schilde führt,
weshalb er sich mit Cruv zu dem Friedhof begibt.
Nachdem
sie festgestellt haben, dass der Tote verschwunden ist, werden sie von dem
Totengräber angegriffen, der offenbar von Arma magisch beeinflusst wurde.
Diese erweckte Keenan Aprea wieder zum Leben, da dessen Taten ihr imponierten, worauf er sich nun an dem Detektiv rächen will, der ihn zur Sterecke brachte.
Ballard
und Silver nehmen seine Spur auf, und es gelingt Tony, ihn nach einem kurzen
Kampf zu vernichten, während Silver der wieder aufgetauchten Arma folgt, welche
aber entkommen kann.
- Erschienen
am 23. Mai 1986
Nach dem Doppelband um Professor Kull wird dem Leser hier
wieder ein recht einfach gestrickter Fall der Woche präsentiert, in dem Ballard
selbst mal wieder nur diverse Kurzauftritte hat.
Etwa zwei Drittel des Romans werden von der umfangreichen
Nebenhandlung in Anspruch genommen, in welcher der wieder auferstandene Killer,
der den unfreiwillig komischen Namen “Stecher von Soho” trägt, munter drauflos
mordet.
Ballard und Silver kommen hier nur am Anfang und am Ende
zum Einsatz, wobei Tony anfangs gleich die richtigen Schlüsse zieht, indem er
vermutet, dass die Hölle ein Interesse an dem Mörder haben könnte. Wenn dem so
ist, müsste es in der Serie eigentlich vor Zombies nur so wimmeln…
Immerhin vergisst Morland nicht, das Thema Marbu noch
kurz einzuflechten und lässt Ballard ein
paar Mal ausrasten, was jedoch etwas willkürlich passiert, so als wäre dem
Autor zwischendurch eingefallen, dass der Held ja von dem Marbu - Gift befallen
ist, das ihn am Ende der Entwicklung die Seiten wechseln lassen soll.
Wenn man bedenkt, dass der entsprechende Zyklus, in dem
das passiert, nur noch vier Bände entfernt ist, dann muss es in dieser
Entwicklung noch einen ziemlich drastischen Schub geben, da Ballard sich die
meiste Zeit über völlig normal verhält.
Zumal es im Zusammenhang mit Marbu auch Widersprüche
gibt. So ist es Ballard zwar möglich, den Diskus zu tragen und anzufassen
(während der Totengräber nach einer Berührung sofort von dem magischen Einfluss
befreit ist), kann aber das Wort “Gott” nicht mehr über die Lippen bekommen.
Man darf also gespannt sein, wie Morland es bewerkstelligt, diese Entwicklung vor dem Loxagon - Zyklus einigermaßen glaubwürdig und nachvollziehbar abzuschließen.
© by Stefan Robijn

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