Daniel Weber: Sehr gerne. Es gäbe allerdings recht viel zu erzählen, deswegen halte ich mich an die wichtigsten Infos.
Ich bin diplomierter Bühnenschauspieler, verfolge diesen Beruf jedoch nicht mehr aktiv. Nach einem durch die Covid-Pandemie verunmöglichten Mono-Drama habe ich mich künstlerisch ganz auf die Schriftstellerei verlegt.
Mein Hauptberuf ist derzeit, genau gesagt, Tanzlehrer in Ausbildung (für Standard- und Lateintänze, also Ballroom) – Mitte September ist meine Abschlussprüfung, an die ich, so ich sie bestehe, den Ausbildungslehrgang zum Tanzmeister dranhängen werde.
Aber auch privat ist Tanzen eine Leidenschaft und ich tanze und trainiere oft und viel.
Nebenbei arbeite ich seit sicher knapp zwei Jahren an meiner Master-Arbeit im Fach Austrian Studies an der Universität Wien; Thema ist natürlich österreichische Phantastik.
Ansonsten zählen zu meinen liebsten Aktivitäten Lesen und
Sport. Ich versuche, jede Woche ein Buch zu lesen (gelingt mir nicht immer) und
mindestens drei Mal in der Woche, abseits vom Tanzen, Sport zu machen und mich
fit zu halten.
Ingo
Löchel: Im Mai 2022 gabst Du mit dem Buch „PHANTASMOGORIA PARK“ Dein Debüt als
Horror-Autor. Wie kam es zur Veröffentlichung des Romans im Blitz Verlag?
Daniel Weber: Hier gleich eine Korrektur: Es ist kein Roman, sondern eine Sammlung von Erzählungen, die vom Phantasmagoria Park handeln, kurz erklärt ein Horror-Freizeitpark, der die Gäste vor ihre schlimmsten Ängste stellt und sie daran zu Grunde gehen lässt.
Die Idee dazu hatte ich während der Covid-Pandemie und habe damit viele Dinge, die ich selbst erlebt habe, oder die mir lebhaft erzählt wurden, verarbeitet. Schicksalsschläge, Ängste, Erkrankungen, Mobbing und Ähnliches.
Nachdem ich schon mehrere Manuskripte erfolglos bei BLITZ
eingereicht hatte, ich allerdings ermutigt worden bin, wieder einzureichen,
habe ich die ersten vier Erzählungen dem Verlag geschickt. Die Antwort: Wenn
mehr Texte in dieser Qualität entstehen, die ein Buch füllen können, würde es
verlegt. Das ist dann auch passiert.
Ingo Löchel: Wie lange hast Du an den Erzählungen zu „PHANTASMOGORIA PARK“ geschrieben?
Daniel
Weber: Wie lange habe ich an den Geschichten geschrieben? Gar nicht so lange
eigentlich. Die einzelnen Erzählungen und deren Überarbeitung waren in einem
halben oder dreiviertel Jahr quasi fertig. Dann kam es zur Lektoratsschleife,
die circa ein Jahr gedauert hat. Da hab ich nochmal korrigieren können.
Ingo
Löchel: Im Oktober 2023 erschien mit „DIE ZWEIFELHAFTE ERBSCHAFT“ der erste Roman
Deiner „PHILLIPSDORF - BEZIRK DES WAHNSINNS“-Reihe. Worum geht es darin?
Daniel Weber: Jetzt kommen wir zu des Pudels Kern. Phillipsdorf ist meine Hauptreihe und mein Herzensprojekt.
Kurz gesagt geht es um den 25-jährigen Schriftsteller
Stefan Hanns (biographische Ähnlichkeiten mit dem Autor sind natürlich
vollkommen zufällig), der das Haus seines vermeintlich verstorbenen Großonkels
im verfluchten inoffiziellen 24. Bezirk der Stadt Wien, Phillipsdorf, erbt.
Dort wird er mit seiner Großcousine Helena konfrontiert, die Tochter des
Großonkels und auch eine Halb-Ghoula.
Gemeinsam mit ihr und einem größer werdenden Freundeskreis,
bestehend aus menschlichen, halbmenschlichen und nichtmenschlichen Charakteren,
muss er sich zu Anfang gegen augenlose Wesen zur Wehr setzen. Bald wird klar,
dass der Großonkel tatsächlich nicht gestorben und vermutlich der Schlüssel
ist, den eigentlichen Feind Stefans und Helenas zu besiegen.
Ein Horrortrip beginnt, der die Protagonisten mit, unter
anderem, einem verrückten Universalgenie, Zombie-Haustieren, kosmischen
Wesenheiten und fremden Göttern konfrontiert.
Würde ich jetzt mehr ins Detail gehen, würde ich
spoilern. Und ihr sollt die Bücher ja lesen.
Ingo
Löchel: Wer sind die Protagonisten des Buches?
Daniel
Weber: Das Personarium ist im Laufe der Zeit stark angewachsen. Ich beschränke
mich auf die drei Protagonisten und den Haupt-Antagonisten der ersten fünf
Teile in dieser Antwort:
Stefan Hanns.
Der zu Beginn der Reihe 25-jährige Schriftsteller ist
Protagonist und Ich-Erzähler aller Romane. Zuerst eher passiv, entwickelt er
sich zu so etwas wie einem Anführer, versteht sich aber nach den ersten fünf
Teilen zunächst nur noch als Chronist, da die Geschichte der sogenannten
Stefan-Hanns-Pentalogie ihn körperlich und geistig zu viel gekostet hat.
Helena Zeilner.
Seine Großcousine und eine Halb-Ghoula. 16-jährig zu Beginn wünscht sie sich nichts sehnlicher, als ein normales, menschliches Leben führen zu können, was durch ihre ghoulische Natur und ihren Hunger nach rohem Fleisch massiv erschwert wird. (Stefan besorgt ihr regelmäßig Ratten oder Katzen als Nahrung.
Er kennt bald alle Tierhandlungen Wiens.) Mitten in der
Pubertät hat Stefan in den ersten fünf Bänden seine liebe Not mit ihr, doch die
beiden werden bald ein Herz und eine Seele, die nicht einmal der Kosmos trennen
kann.
Raphael Kurzhaus.
Der beste Freund Stefans und ein gnadenloser Geister- und Monsterjäger. Zu Beginn hält er seine spezielle Profession bedeckt, zeigt aber schon bald sein wahres Ich. Er ist Stefans treuester Gefährte und geht mit ihm, wortwörtlich, durch jedwede Hölle. Ab Band 3 wird ihm ein tierischer Begleiter zur Seite gestellt, doch auch das wäre zu viel Spoiler, sollte man die Reihe noch nicht kennen.
Er ist dann eine Zeit lang der Haupt-Protagonist der Romane,
die nach der Stefan-Hanns-Pentalogie spielen.
David Grau.
Der scheinbar ewig junge Herr, vermeintlicher Freund des
Großonkels und unheimliche Gestalt im Hintergrund. Ein Hexer? Ein Untoter? Ein
Wesen aus dem Kosmos? Alles zusammen? Wer weiß. Zu Beginn gibt er sich als
Freund, aber schon bald stellt sich heraus, dass er einer der größten
Widersacher Stefans ist. Und die wichtigste Frage ist: Warum will er Helena?
Ingo
Löchel: Wie würdest Du Stefan Hanns und Raphael Kurzhaus beschreiben? Sind die beiden
Männer bodenständige Charaktere?
Daniel
Weber: Haha. Ich liebe diese Frage.
Stefan ist auf keinen Fall bodenständig. Zu Beginn nicht und auch nicht im weiteren Verlauf der Reihe, in dem er immer mehr Verantwortung übernimmt und bald sogar Familie hat. Er ist ein Träumer, ein Künstler, ein Mensch, dem Freundschaft das Wichtigste ist.
Zu Beginn will er eigentlich nur flüchten, doch
Verantwortungsgefühl und Mitleid und Freundschaft halten ihn davon ab.
Regelmäßig fragt er sich, wie er nur in diese Lage gekommen ist, würde sein
Leben aber um keinen Preis der Welt ändern wollen.
Raphael ist da ganz anders. Bodenständig und ernst. Er hat mit 18 seine Eltern verloren und wurde dann bald zum Jäger von Geistern, Monstern und anderem Gezücht. Er ist zu Beginn und auch späterhin Stefans Anker, der Fels in der Brandung. Stefan beschreibt ihn einmal als Äquivalent zu MacGyver, der scheinbar alles kann und weiß und das Unmögliche schafft.
Seine seelischen Wunden hält er tief verborgen und
spricht nur nach einigen Gläsern Bier frei von der Leber weg.
Konrad
Wolfram: Wie kam es zu der Idee um die Romane um „PHILLIPSDORF - BEZIRK DES
WAHNSINNS“. Was ist hier die Grundidee gewesen und worauf sollte man als Leser
denn besonders achten, wenn man speziell an diesem Punkt in die „GRUSEL
THRILLER“-Reihe des Blitz Verlag einsteigen möchte bzw. will?
Daniel
Weber: Das ist wiederum eine schwieriger zu beantwortende Frage. Ich möchte sie
von hinten nach vorne beantworten.
Natürlich erscheint sie in der Reihe GRUSEL THRILLER, allerdings erscheint darin nicht, wie bspw. in der SCHATTENCHRONIK, eine zusammenhängende Geschichte. Die einzelnen Titel haben wenig miteinander gemein, außer dass sie eben gruselig sein sollen. Horrorliteratur. Weird Fiction. Ich denke nicht, dass man von einem Titel darin auf den anderen eines anderen Autors oder einer anderen Autorin schließen kann.
Worauf sollte man achten? Auf den Klappentext. Macht er
neugierig? Dann ist das Buch sicherlich einen Blick wert.
Konrad
Wolfram: Wie kam es zur Idee von Phillipsdorf?
Daniel Weber: Ich könnte eine seitenlange Antwort schreiben, doch ich will mich so kurz wie möglich fassen:
Die ersten Geschichten rund um Phillipsdorf (noch ohne Stefan Hanns) entstanden, nachdem ich H. P. Lovecraft für mich mit 17 Jahren entdeckt hatte. Ich wollte mein eigenes Horroruniversum erschaffen, mein eigenes Arkham, mein eigenes Innsmouth. Aber Lovecraft und sein Mythos sollten hineinspielen. Daraus entstanden Erzählungen, die ich in zwei Büchern gesammelt und im Eigenverlag gedruckt habe.
Einige Zeit danach besuchte ich die ersten
Schreibseminare und mir kam der Gedanke, Phillipsdorf zur Roman-Reihe
umzubauen.
Stefan Hanns entstand tatsächlich aus dem Gedanken, dass
ich gerne selbst der Protagonist meiner eigenen Geschichten wäre, und deshalb
nenne ich die Phillipsdorf-Reihe auch meine »Wunsch-Biographie.«
Die frühen Erzählungen haben fast alle Einzug in die
Romane gehalten, teilweise in adaptierter, teilweise in beinahe unveränderter
Form. Nach wie vor zehre ich von den ersten Ideen, wodurch Phillipsdorf immer
umfangreicher und größer wird.
Konrad Wolfram: Sind unter dem Obertitel „PHILLIPSDORF - BEZIRK DES WAHNSINNS“ noch weitere Romane geplant? Würde mich brennend interessieren, da ich hier gerne auch mal einen Blick riskieren würde?
Und kann man die Romane hierzu auch problemlos einzeln
lesen oder gibt es da einen gewissen roten Faden zu beachten?
Daniel
Weber: Zum jetzigen Zeitpunkt sind acht Bücher erschienen, die Phillipsdorf-Bezug
haben.
Die Stefan-Hanns-Pentalogie, bestehend aus:
- 2023: Die zweifelhafte Erbschaft
- 2023: Die unerwartete Zeugin
- 2024: Das zerfallende Genie
- 2024: Die andere Welt
-
2024: Der ewig junge Herr
Die Raphael Kurzhaus-Romane:
- 2025: Geschwister des Abgrunds
-
2025: Des Schreibers Katze
Mit „Des Schreibers Katze“ wird auch „Phantasmagoria Park“
(2022) in das Phillipsdorf-Universum integriert.
Es gibt einen roten Faden und es empfiehlt sich, bei Band
1 „Die zweifelhafte Erbschaft“ zu starten. „Phantasmagoria Park“ kann man
irgendwann lesen, sollte es aber vor Des Schreibers Katze tun.
Geschwister des Abgrunds ist vielleicht auch ein
Einstiegspunkt, da der erste Raphael-Kurzhaus-Roman eine in sich abgeschlossene
Geschichte erzählt und nur am Rande die Geschichte rund um Stefan und seine
Freunde und Familie weiterführt.
Weitere Romane sind geplant, bzw. erscheinen sogar bald. Im Herbst dieses Jahres werden voraussichtlich zwei weitere „Phillipsdorf“-Romane erscheinen, einer davon mit starkem Phantasmagoria-Park-Bezug. Der andere ist der dritte Teil der Raphael-Kurzhaus-Romane und spielt Helena in den Vordergrund, die für die darüber hinaus geplanten Teile die Haupt-Protagonistin sein soll.
Über in Arbeit befindliche Texte spreche ich nicht so
gerne, deswegen sei nur so viel gesagt, dass dieses »darüber hinaus« bedeutet,
dass ich persönlich nicht davon ausgehe, bald mit Phillipsdorf fertig zu sein.
Es ist ein Herzensprojekt und die Welt wächst in meiner
Vorstellung ins beinahe Unermessliche. So ich weiterhin Glück habe, wird man
sich also auf viele weitere Phillipsdorf-Geschichten gefasst machen können.
Werden in dieser Reihe des Blitz Verlages ebenfalls
weitere Romane von dir folgen und welche Ideen sind hierzu vielleicht schon
spruchreif?
Daniel
Weber: Das freut mich sehr zu lesen. Vielen Dank! Ich habe für die
SCHATTENCHRONIK drei Bücher geschrieben:
- 2024: Böse Mädchen
- 2025: Böse Mädchen sterben nicht
-
2025: Game Over
In "Böse Mädchen sterben nicht" habe ich sogar ein Phillipsdorf-Easter-Egg
versteckt. Die drei Romane sind eigentlich eine Trilogie, die durch
die Antagonistin zusammengehalten wird.
Nach der Veröffentlichung der ersten beiden
Phillipsdorf-Romane fragte mich der damalige Verlagsleiter Jörg Kaegelmann, ob
ich denn auch zur SCHATTENCHRONIK etwas beisteuern wolle. Ich habe ein bisschen
überlegt, weil ich die Reihe bis dato nicht kannte.
Dann habe ich mich eingelesen und Böse Mädchen
geschrieben. Kurz darauf kamen mir die Ideen für die beiden Folgeromane.
Ob ich weitere Geschichten zu dieser Reihe beisteuern
werde, weiß ich tatsächlich nicht. Sollte ich Inspiration dazu haben, sehr
gerne, derzeit beschäftigen mich jedoch viele andere Ideen und Projekte.
Konrad
Wolfram: Ein wenig kann ich durchaus Ideen hinsichtlich der PSA der Romanreihe
„LARRY BRENT“ des Autors Dan Shocker aka Jürgen Grasmück bei der Reihe
„SCHATTENCHRONIK“ erkennen, auch wenn der von mir gelesene Band sich wesentlich
moderner liest. Liege ich da richtig oder sitze ich da doch eher auf einem
falschen Pferd?
Daniel
Weber: Diese Frage kann ich leider nicht beantworten. Ich selber habe nur die
SCHATTENCHRONIK- und die BUTLER-Romane aus dem BLITZ-Verlag gelesen und mich
darüber hinaus an ein Informationsblatt des ersten Redakteurs der Serie, Jörg
Kaegelmann, der BLITZ ja auch gegründet und lange Jahre geleitet hat, gehalten.
Diese Frage wäre vermutlich eher an ihn zu richten, tut mir leid.
Konrad
Wolfram: Ich muss das jetzt einfach fragen, sonst sind die Leser unseres
Online-Magazin mir sicherlich böse: Was hast du als nächstes in den Reihen des
Blitz Verlag (gerne auch grobe Hinweise ohne zu viel zu spoilern) geplant und
worauf dürfen sich die Leserinnen und Leser freuen?
Daniel
Weber: Ich habe bereits angemerkt, dass ich an Phillipsdorf weiterarbeite, also
darauf kann man sich auf jeden Fall freuen. Die zwei nächsten Bände erscheinen
voraussichtlich im Herbst/ Winter. Darüber hinaus bestehen schon Rohfassungen
für eine weitere Phillipsdorf-Trilogie mit Helena als Protagonistin und weitere
Ideen und Notizen für anschließende Fortsetzungen.
Mehr Infos möchte ich noch nicht geben, denn wie gesagt
spreche ich nicht so gerne über unfertige Projekte, es kann auf dem Weg einfach
zu viel passieren und ich will nichts verschreien. Sicher kann man sich
jedenfalls sein, dass ich an Phillipsdorf weiterarbeiten werde.
Letztens habe ich mit einem Bekannten darüber gesprochen
und gesagt: Selbst wenn ich meine Texte nicht veröffentlichen könnte, hätte ich
bisher wahrscheinlich genauso viel, wenn nicht mehr geschrieben. Die
Geschichten müssen einfach raus und es kommen stetig neue Ideen.
Ingo
Löchel: Im Mai 2026 erschienen mit „TUNNEL“ und „SEXTKILL“ gleich zwei neue Bücher
von Dir. Worum geht es in diesen beiden Novellen?
Daniel
Weber: Das sind zwei Texte, die beide schon rund 10 Jahre auf dem Buckel haben
und die ich für die Veröffentlichung neu überarbeitet habe.
In Tunnel
finden sich zwölf Personen in einem kosmischen Irrgarten wieder (Lovecraft
lässt grüßen), in dem die Naturgesetze nicht gelten und monströse Wesen sie
verfolgen. Gleichzeitig werden sie immer verrückter. Die Idee dazu entstammt
einem Alptraum, in dem ich zwei Szenen aus der Novelle gesehen habe. Ich bin
damals aufgewacht und habe gewusst: Das muss ich schreiben. Die Prämisse: Auf jeder
fünften Seiten muss eine der Figuren auf abstruseste Art und Weise ums Leben
kommen.
Sextkill dagegen ist
provokant. Ein junger Nerd, Michael, betreibt Sexting auf einer anonymen
Chat-Website. Dort schreibt er mit einer Frau, die gleich direkt zur Sache
geht. Als schon sehr eindeutige Nachrichten getauscht wurden, eröffnet sie ihm,
sie sei erst dreizehn Jahre alt.
Michael bricht den Chat natürlich sofort ab, doch von jetzt an verfolgt ihn dieses Mädchen virtuell. Es umgeht Blockierungen, schickt ihm Bilder, die sich nicht löschen lassen, und weiß Dinge über ihn, die es nicht wissen können sollte.
Während er in der realen Welt die Liebe findet, wird die
virtuelle Situation immer schlimmer und bald berühren ihn unsichtbare Hände.
Die Idee dazu kam mir im Nachtdienst während meiner Zeit als Nachtportier in einem Hotel am Wiener Stadtrand. Der Protagonist hat ebenfalls diesen Studentenjob und einige Szenen spielen auch in diesem Setting. Ich habe die Rohfassung komplett während des Nachtdienstes geschrieben und, ich gebe es zu, mir selbst Angst gemacht währenddessen.
Ingo
Löchel: Sind die beiden Novellen in sich abgeschlossene Bücher oder sind dazu
eventuell Fortsetzungen geplant?
Daniel
Weber: Die beiden Novellen sind in sich abgeschlossen und es wird keine
Fortsetzungen geben. Sie stehen für sich allein. Trotzdem gibt es in beiden
jeweils ein Phillipsdorf-Easter-Egg.
Ingo
Löchel: An welchen weiteren Projekten arbeitest Du derzeit? Erscheint vielleicht
auch eine Anthologie von Dir?
Daniel
Weber: Auch abseits von Phillipsdorf schreibe ich vergleichsweise viel. Unzählige
Kurzgeschichten und Gedichte gibt es, die ich gerne einmal in einem Buch
sammeln möchte.
Darüber hinaus ein zweites Herzensprojekt, an dem ich
seit über 15 Jahren arbeite. Durch meine anderen Verpflichtungen komme ich aber
selten dazu, dieses Riesenprojekt zu überarbeiten, das in einer Rohfassung rund
oder über 4000 Normseiten umfasst.
Ich hoffe, ab September/ Oktober 2026 mehr Zeit zu haben,
mich wieder diesem Projekt zu widmen. Ob es allerdings jemals als Buch (oder
besser als mehrere Bücher) erscheinen wird, steht in den Sternen.
Eine Anthologie wäre schon etwas Feines, da ich viele
kurze Texte geschrieben habe, teilweise in Zeitschriften oder Anthologien
veröffentlicht, die aber nicht mehr zugänglich sind. Es wäre schön, diese und
andere unveröffentlichte Texte, und vielleicht ein paar phantastische Gedichte,
in einem eigenen Band zu sammeln.
Ingo
Löchel/Konrad Wolfram: Daniel, vielen Dank für die Beantwortung der Fragen.
Daniel
Weber: Sehr gerne. Es hat mir viel Spaß gemacht und ich danke für die Möglichkeit
und die Plattform, mich hier einem breiteren Publikum präsentieren zu dürfen.
Abschließend möchte ich noch auf meine Website verweisen. Die Fragen bezogen sich ja u.a. auf die Reihung und den Zusammenhang meiner verschiedenen Bücher. Auf der Website findet man ebenso alle Infos dazu und Links zu Bestell- und Downloadmöglichkeiten. Auch Links zu Hörbuchplattformen, denn die Bände 1-5 von Phillipsdorf durfte ich selbst als Hörbuch einsprechen.
Eine eigene Seite auf meiner Website ist auch ganz Phillipsdorf gewidmet und bietet einen guten Überblick zur Orientierung.
Die Romane des
Autors Daniel Weber
Stefan Hanns
- 2023: Die zweifelhafte Erbschaft
- 2023: Die unerwartete Zeugin
- 2024: Das zerfallende Genie
- 2024: Die andere Welt
-
2024: Der ewig junge Herr
Raphael Kurzhaus
- 2025: Geschwister des Abgrunds
-
2025: Des Schreibers Katz
Schattenchronik
- 2024: Böse Mädchen
- 2025: Böse Mödchen sterben nicht
-
2025:
Game Over
Sonstige Romane
- 2026: Tunnel
-
2026:
Sextkill
Anthologie
- 2022: Phantasmagoria Park



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