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Sonntag, 2. August 2026

Die dunkelste Stunde

Marvel Origins

The Avengers 7

Die dunkelste Stunde

Während die Avengers Iron Man für eine Woche aus ihren Reihen verbannen, weil er auf ein Notrufsignal von ihnen nicht reagiert hatte, verbannt Gott Odin die Asen Enchantress und den Henker aus Asgard, direkt in Richtung Midgard (Erde).

Und auf der Erde müssen die Zauberin und der übermächtige Henker sich erst einmal unter den Sterblichen zurechtfinden, was sie auch gleich dazu bringt, per Astralkörper Kontakt mit Zemo im Amazonas aufzunehmen.

Denn genauso wie Captain America unbedingt wegen Bucky Rache an Zemo nehmen will, so will dieser ihn samt den anderen Avengers aus Rachsucht vernichten.

Indessen gehen die Avengers wieder ihre eigenen Wege, indem Giant-Man und The Wasp ihre Insektenforschungen in New England aufnehmen wollen und Thor ebenfalls so seine eigenen Pläne hat.

Dafür taucht plötzlich ein gewisser Hans Grubervelt vor Capt. America und Rick Jones auf, welcher seine Fehler aus Zeiten des Dritten Reiches wieder gutmachen möchte und dem Captain nun die geheime Basis von Zemo im Amazonas verrät. Und genau darauf springt Captain America auch gleich an und bricht nach Südamerika auf.

Dass er damit in eine Falle von Zemo läuft, ahnt er jedoch nicht, denn hinter der Maske von Grubervelt steckte niemand anderes als der Henker, der ihn in den Amazonas locken sollte.

Auch Thor geht in die Falle der Enchantress, welche ihn durch einen Zaubertrank hypnotisiert und er von nun an die Avengers als Feinde der Menschheit wahrnimmt. Und um die nun zu vernichten, holt er Giant-Man und The Wasp per Notruf zurück und greift diese auch sogleich in ihrem Hubschrauber über den Wolken von New York an.

Dabei ahnt Enchantress jedoch nicht, das dieser Kampf auch über die aktuellen Nachrichten zu Tony Stark gelangt, der als verbannter Iron Man trotzdem gleich in diesen Kampf mit einsteigt.

Und dann macht Enchantress einen zweiten Fehler. Denn um Zemo im Amazonas zu unterstürzen, lässt sie die Falle, in die Captain America geraten ist, über ihn einstürzen. Doch dem gelingt dadurch erst recht die Flucht und greift erneut Zemo an, welcher mit seinem Fluggerät Richtug New York fliehen will.

Das er dabei an der Außenhülle seines Fliegers Captain America hängen hat, bemerkt er indessen erst in New York, wo der in der Nähe des Kampf der anderen Avengers dessen Flucht gewaltsam beendet.

Zwar gelingt es Iron Man mit einer List, den hypnotischen Bann der Enchantress bei Thor aufzuheben.

Doch Enchantress und der Henker versuchen nun mit Zemo und dessen noch flugfähigem Flieger zu entkommen, doch vorher gelingt es Thor, sie gemeinsam mit ihrem Fluggerät in einer Raumspirale einzufangen, welche sie an einen völlig anderen Ort der Erde oder gar in andere Dimensionen katapultieren kann.

  • Erschienen im Januar 1964
  • Autor: Stan Lee
  • Zeichner: Jack Kirby
  • Vertieb: Hachette Collections SNC
  • Erster Auftritt der Asen Enchantress und Henker

Hier haben wir sie also, die nun aktuellen „Masters of Evil“. Denn während Radioactiv Man, Black Knight und der Melter immer noch im Gefängnis schmoren, verbannt Gott Odin die Zauberin Enchantress und den Henker auf die Erde (Midgard), weil sie es wagten seinen Sohn Thor anzugreifen (hinter dem Plan allerdings wiederum Loki steckte).

Auf der Erde machen indessen auch die Avengers Fehler. Denn sie verbannen Iron Man, der auf eines ihrer Notrufe nicht reagiert hatte. Das ist aber auch das Problem bei Helden, welche auch untereinander ihre Geheimidentität wahren müssen/wollen.

Denn so werden sie zu ihrer Verteidigung sicherlich nicht bei privaten Problemen genau diese Geheimidentität so einfach an den Nagel hängen. Am Ende bleibt dann nur der einwöchige Ausschluss von Iron Man ohne ein wirklich klärendes Wort.

Die ganze Situation wird noch etwas komplizierter, denn der Henker will als Beispiel eigentlich Enchantress für sich gewinnen, doch die wiederum liebt heimlich Thor, den sie mit einem Zauber am liebsten völlig unter ihre Kontrolle bringen würde.

Und gemeinsam kennen sie sich nicht auf der Erde aus, also hängt man sich an einen Feind von Thor heran, gegen den dieser mit seinen Kumpanen bereits gekämpft hat. Und das war gerade vor kurzem eben Zemo, der sich wieder im Amazonas aufhält.

Man sieht also: Eine Geheimidentität sichert nicht nur ein ruhiges Privatleben, sondern kann mitunter auch in einem Team recht hinderlich sein. Aber auch die Liebe geht selbst unter Göttern manchmal recht eigenwillige Wege.

Und wenn Helden dann (wieder einmal) gegeneinander aufgehetzt werden, gibt es zumindest eine Menge blauer Flecken. Ganz abgesehen davon, das die Avengers hier zuerst eh alle wieder ihre ganz eigenen Wege gehen.

Da fällt es auch nicht groß ins Gewicht, das Rick Jones sich das Kostüm des toten Bucky anzieht und mit dem Gedanken spielt, vielleicht Captain Americas zukünftiger Partner werden zu können. Denn darauf reagiert der Captain, alias Steve Rogers, auch noch recht empfindlich. Aber da lässt Rick Jones in den kommenden Comic-Jahren der Serie auch nicht wirklich locker.

Die Handlung ist an sich recht spannend, auch wenn sich die Idee schon jetzt etwas abnutzt, bei der man die Avengers erst einmal gegeneinander aufhetzt. Auch das erste Auftreten der nordischen Asen Enchantress und Henker als Teil der neuen Master of Evil ist recht ansprechend in der Serie „THE AVENGERS“ gelungen. Doch während die Enchantress durchweg als magische Figur recht interessante Möglichkeiten bietet, wirkt der Henker eher im weiteren Verlauf der Serie als der typische Klotz fürs Grobe.

Sinniger Weise fragt man sich aber später einmal auch, wieso eine so mächtige Hexe wie die Scarlet Witch (Wanda Maximoff) zu Beginn ihrer Zeit bei den Avengers so schwächlich dargestellt wird, während die Enchantress doch gerade zeigt, wie viel Magie in einer Welt der Superhelden und Mutanten anrichten kann.

Aber da hatte man seitens Marvel Wanda wohl doch noch in der Handlung eher als beschützenswertes Weibchen verkaufen wollen.

 © by Konrad Wolfram

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