Marvel Origins
The Avengers 7
Die dunkelste
Stunde
Während
die Avengers Iron Man für eine Woche aus ihren Reihen verbannen, weil er auf
ein Notrufsignal von ihnen nicht reagiert hatte, verbannt Gott Odin die Asen
Enchantress und den Henker aus Asgard, direkt in Richtung Midgard (Erde).
Und
auf der Erde müssen die Zauberin und der übermächtige Henker sich erst einmal
unter den Sterblichen zurechtfinden, was sie auch gleich dazu bringt, per
Astralkörper Kontakt mit Zemo im Amazonas aufzunehmen.
Denn genauso wie Captain America unbedingt wegen Bucky Rache an Zemo nehmen will, so will dieser ihn samt den anderen Avengers aus Rachsucht vernichten.
Indessen
gehen die Avengers wieder ihre eigenen Wege, indem Giant-Man und The Wasp ihre
Insektenforschungen in New England aufnehmen wollen und Thor ebenfalls so seine
eigenen Pläne hat.
Dafür
taucht plötzlich ein gewisser Hans Grubervelt vor Capt. America und Rick Jones
auf, welcher seine Fehler aus Zeiten des Dritten Reiches wieder gutmachen
möchte und dem Captain nun die geheime Basis von Zemo im Amazonas verrät. Und
genau darauf springt Captain America auch gleich an und bricht nach Südamerika
auf.
Dass
er damit in eine Falle von Zemo läuft, ahnt er jedoch nicht, denn hinter der
Maske von Grubervelt steckte niemand anderes als der Henker, der ihn in den
Amazonas locken sollte.
Auch
Thor geht in die Falle der Enchantress, welche ihn durch einen Zaubertrank
hypnotisiert und er von nun an die Avengers als Feinde der Menschheit
wahrnimmt. Und um die nun zu vernichten, holt er Giant-Man und The Wasp per
Notruf zurück und greift diese auch sogleich in ihrem Hubschrauber über den
Wolken von New York an.
Dabei
ahnt Enchantress jedoch nicht, das dieser Kampf auch über die aktuellen
Nachrichten zu Tony Stark gelangt, der als verbannter Iron Man trotzdem gleich
in diesen Kampf mit einsteigt.
Und
dann macht Enchantress einen zweiten Fehler. Denn um Zemo im Amazonas zu
unterstürzen, lässt sie die Falle, in die Captain America geraten ist, über ihn
einstürzen. Doch dem gelingt dadurch erst recht die Flucht und greift erneut
Zemo an, welcher mit seinem Fluggerät Richtug New York fliehen will.
Das
er dabei an der Außenhülle seines Fliegers Captain America hängen hat, bemerkt
er indessen erst in New York, wo der in der Nähe des Kampf der anderen Avengers
dessen Flucht gewaltsam beendet.
Zwar gelingt es Iron Man mit einer List, den hypnotischen Bann der Enchantress bei Thor aufzuheben.
Doch
Enchantress und der Henker versuchen nun mit Zemo und dessen noch flugfähigem
Flieger zu entkommen, doch vorher gelingt es Thor, sie gemeinsam mit ihrem
Fluggerät in einer Raumspirale einzufangen, welche sie an einen völlig anderen
Ort der Erde oder gar in andere Dimensionen katapultieren kann.
- Erschienen im Januar 1964
- Autor: Stan Lee
- Zeichner: Jack Kirby
- Vertieb: Hachette Collections SNC
-
Erster
Auftritt der Asen Enchantress und Henker
Hier haben wir sie also, die nun aktuellen „Masters of
Evil“. Denn während Radioactiv Man, Black Knight und der Melter immer noch im
Gefängnis schmoren, verbannt Gott Odin die Zauberin Enchantress und den Henker
auf die Erde (Midgard), weil sie es wagten seinen Sohn Thor anzugreifen (hinter
dem Plan allerdings wiederum Loki steckte).
Auf der Erde machen indessen auch die Avengers Fehler.
Denn sie verbannen Iron Man, der auf eines ihrer Notrufe nicht reagiert hatte.
Das ist aber auch das Problem bei Helden, welche auch untereinander ihre
Geheimidentität wahren müssen/wollen.
Denn so werden sie zu ihrer Verteidigung sicherlich nicht
bei privaten Problemen genau diese Geheimidentität so einfach an den Nagel
hängen. Am Ende bleibt dann nur der einwöchige Ausschluss von Iron Man ohne ein
wirklich klärendes Wort.
Die ganze Situation wird noch etwas komplizierter, denn
der Henker will als Beispiel eigentlich Enchantress für sich gewinnen, doch die
wiederum liebt heimlich Thor, den sie mit einem Zauber am liebsten völlig unter
ihre Kontrolle bringen würde.
Und gemeinsam kennen sie sich nicht auf der Erde aus,
also hängt man sich an einen Feind von Thor heran, gegen den dieser mit seinen
Kumpanen bereits gekämpft hat. Und das war gerade vor kurzem eben Zemo, der
sich wieder im Amazonas aufhält.
Man sieht also: Eine Geheimidentität sichert nicht nur
ein ruhiges Privatleben, sondern kann mitunter auch in einem Team recht
hinderlich sein. Aber auch die Liebe geht selbst unter Göttern manchmal recht
eigenwillige Wege.
Und wenn Helden dann (wieder einmal) gegeneinander
aufgehetzt werden, gibt es zumindest eine Menge blauer Flecken. Ganz abgesehen
davon, das die Avengers hier zuerst eh alle wieder ihre ganz eigenen Wege
gehen.
Da fällt es auch nicht groß ins Gewicht, das Rick Jones
sich das Kostüm des toten Bucky anzieht und mit dem Gedanken spielt, vielleicht
Captain Americas zukünftiger Partner werden zu können. Denn darauf reagiert der
Captain, alias Steve Rogers, auch noch recht empfindlich. Aber da lässt Rick
Jones in den kommenden Comic-Jahren der Serie auch nicht wirklich locker.
Die Handlung ist an sich recht spannend, auch wenn sich
die Idee schon jetzt etwas abnutzt, bei der man die Avengers erst einmal
gegeneinander aufhetzt. Auch das erste Auftreten der nordischen Asen
Enchantress und Henker als Teil der neuen Master of Evil ist recht ansprechend
in der Serie „THE AVENGERS“ gelungen. Doch während die Enchantress durchweg als
magische Figur recht interessante Möglichkeiten bietet, wirkt der Henker eher
im weiteren Verlauf der Serie als der typische Klotz fürs Grobe.
Sinniger Weise fragt man sich aber später einmal auch,
wieso eine so mächtige Hexe wie die Scarlet Witch (Wanda Maximoff) zu Beginn
ihrer Zeit bei den Avengers so schwächlich dargestellt wird, während die
Enchantress doch gerade zeigt, wie viel Magie in einer Welt der Superhelden und
Mutanten anrichten kann.
Aber da hatte man seitens Marvel Wanda wohl doch noch in
der Handlung eher als beschützenswertes Weibchen verkaufen wollen.
© by Konrad Wolfram

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