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Montag, 29. Juni 2026

Das Phantom aus dem All

Marvel Origins

The Avengers 2

Das Phantom aus dem All

Niemand auf der Erde bemerkt das seltsame eiförmige UFO aus dem All, welches eigentlich nicht einmal ein Raumschiff ist. Denn hinter dieser Form verbirgt sich das Phantom aus dem All.

Ein Wesen also, welches geraume Zeit die Avengers aus dem All beobachtet hat. Doch nun kommt diese Kreatur auf die Erde, um die Avengers zu vernichten, damit die Invasion seiner Rasse auf der Erde erfolgen kann.

Die besondere Fähigkeit dieses Phantoms besteht indessen darin, jede Form und jedes Lebewesen samt seinen Fähigkeiten kopieren zu können. 

Doch da die Kopie wie das Original nie zweimal in der gleichen Dimension verbleiben dürfen, wird z.B. die Person in die sich das Phantom verwandelt, solange in den Limbus verband.

Der Limbus ist wiederum eine Dimension zwischen Substanz und Schatten, welches das betreffende Opfer hilflos ausharren lassen muss, bis das Phantom wieder eine andere Gestalt übernimmt. Erst dann kann das Opfer wieder unbeschadet zurück in die Realität, muss aber eventuell für die Folgen geradestehen, die das Phantom in seinem Körper indessen verursacht hat.

Und genau dies macht das Phantom, als es die Gestalt des Hulk übernimmt, um so weiter die Helden gegeneinander aufzuhetzen. Denn freundschaftlich geht es z.B. zwischen dem Hulk und Thor wahrlich nicht zu, weshalb zumindest verbal die Stimmung bei den Avengers sichtlich aufgeladen erscheint.

Schnell bemerkt man aber, dass sich der Hulk eher untypisch verhält. Als darauf Rick Jones den Hulk trifft und ihn dazu bringen will, in das Labor von Bruce Banner zurückzukehren, um die bereits begonnene Eskalation herunter zu fahren, macht das Phantom jedoch einen entscheidenden Fehler.

Er offenbart sich Rick, da dieser eh nur ein schwacher Mensch ist und prahlt darüber, dass er die Avengers vernichten und die gesamten Menschheit durch sein Volk versklaven will.

Dann kommt es zu weiteren Kämpfen zwischen dem Phantom und Giant-Man und Wasp, oder auch Iron Man, wobei der Außerirdische auch die Körper und dessen Fähigkeiten übernimmt, um das Chaos zwischen den Helden weiter auszunutzen. Doch selbst der Hulk erkennt nun, wie das Phantom vorgeht und seine Gegner übernimmt.

Erst als Janet als die Wasp Thor zur Verstärkung holt, wendet sich das Blatt entschieden gegen das Phantom.

Als das Phantom versucht, die Gestalt und die Macht von Thor zu übernehmen, wird er selbst für alle Zeiten in den Limbus geschleudert. Denn Thor ist kein normales Wesen, welches sich das Phantom bedienen kann, sondern ein Gott, dessen Macht selbst die Fähigkeiten des Phantoms übersteigt und in ihr Gegenteil verkehrt.

Der Hulk allerdings hat längst registriert, mit welchem Misstrauen und Angst er bei den anderen Avengers konfrontiert wird und beschließt nach dem Kampf das Team der Avengers sofort wieder zu verlassen.

  • Erschienen September 1963
  • Autor: Stan Lee
  • Zeichner: Jack Kirby
  • Vertieb: Hachette Collections SNC
  • Der Hulk verlässt die Avengers

So ganz scheint der unglaubliche Hulk hier schon zu Beginn nicht in das junge Heldenteam der AVENGERS (deutscher Titel DIE RÄCHER) zu passen. Denn Thor blafft unseren grünhäutigen wie grobschlächtigen Titanen gleich von der Seite an. Die Wasp hat sogar Angst vor ihm und Iron Man hält ihn ohne Kontrolle für ein Risikofaktor.

Also keine guten Aussichten für einen Start auf Augenhöhe in einem Team von Helden für den grünen Hulk. Da wundert es wenig, wenn der am Ende dann die AVENGERS wieder verlässt.

Allerdings werden die anderen Helden wie Iron Man, Giant-Man, Wasp und Thor ihn nicht so flott aufgeben, zumal sie hoffen, ihn so besser kontrollieren zu können. Da ging es im MCU schon wesentlich besser für den Hulk, der jedoch zunehmend wie auch Thor langsam in den Kinofilmen zur schlichten Witzfigur abgekanzelt wurde (siehe z.B. in dem Film AVENGERS ENDGAME).

Viel Mühe scheint sich Jack Kirby bei der Darstellung des außerirdischen Phantoms allerdings nicht gemacht zu haben, denn der Gegner aus dem Weltraum war ja auch eher als Bösewicht für einen Auftritt konzipiert.

Dabei war die Idee seiner Fähigkeit nicht einmal schlecht gewählt gewesen, so das man daraus auch einen richtig guten Schurken für weitere Konfrontationen im Comic-Universum von Marvel hätte schaffen können.

Die Idee mit einem Außerirdischen, der auf der Erde so sein Unwesen treibt, aber dessen mögliches Potential nicht vorhanden oder eventuell ausgebaut wurde, finden wir auch im vierten Abenteuer der „AVENGERS“ wieder, wo den Platz von Hulk im Team dann endgültig ein anderer klassischer Held der 1940er Jahre des Golden Age (1938 bis 1956) besetzen wird.

Mittlerweile ist auch der ursprüngliche Ant-Man hier schon Geschichte, denn der hat den eher sperrigen Helm für eine optisch interessantere Maske abgelegt und ist nun auch in der Lage durch sein Serum zum Giganten anzuwachsen, weshalb er seinen Namen auch in Giant-Man gewechselt hat.

Diese Neuerung machte gerade in den Marvel Comics die Figur des Henry "Hank" Pym wesentlich interessanter. Leider durfte dann aber in späteren Jahren jeder Mal diesem Helden ein neues Outfit samt neuen Namen verpassen.

Die vorliegende Story selbst ist an sich aber durchaus noch recht einfach gestrickt und die deutsche Übersetzung der Texte seitens Alex Rösch wirken bisweilen auch an eine eher recht junge Leserschaft orientiert. Dies merkt man besonders wenn das Phantom z.B. im Körper des Hulks von einem "Bedürfnis" sinniert, doch endlich wie ein Kind mit seinen Fähigkeiten prahlen zu können.

© by Konrad Wolfram

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