Professor Zamorra 1357
Der steinerne Schrecken
von Alfred Bekker
Der
Antiquitätensammler Antoine Dubois ersteigert in einem Auktionshaus in Genf eine uralte, schmucklose Holzkiste, in
der Größe eines Schuhkartons, in der sich
eine mysteriöse steinerne Maske befindet, die Dubois befiehlt, sie nach
Paris zu bringen.
Am nächsten Tag bekommt Professor Zamorra einen Anruf von Dr. Alix Reanus, der Kuratorin am Musée de Cluny in Paris, die ihm erzählt dass die Leiche des Nachtwächters Jacques auf dem Vorplatz von Notre-Dame entdeckt wurde.
Jacques
soll laut der Polizei vom Dach gefallen sein, was allerdings unmöglich ist, da
alle Zugangstüren von Innen verriegelt waren.
Zudem
schickt sie dem Meister des Übersinnlichen die Aufnahmen einer Überwachungskamera,
auf denen ein steinerner Wasserspeier, ein Gargoyle, zu sehen ist, der sich
bewegt.
Zusammen
mit seiner Kampfgefährtin Nicole Duval fährt Professor Zamorra nach Paris, um den
mysteriösen Geschehen auf den Grund zu gehen.
Als sie am Abend Paris erreichen, erwartet sie Dr. Alix Reanus sie bereits an einem Seiteneingang der Kathedrale, durch den sie gemeinsam mit Professor Zamorra und Nicole Duval Notre-Dame betreten, wo sie von einem Gargoyle angegriffen werden…
- Erschienen am 30. Mai 2026
Zum ersten Mal kam ich Mitte der 1990er Jahre mit dem
Thema „GARGOYLES“ durch die Zeichentrickfilmserie „GARGOYLES – AUF DEN
SCHWINGEN DER GERECHTIGEKEIT“ (1994-1997) in Berührung, die von 1995 bis 1998
im deutschen Privatfernsehen gesendet wurde.
Seitdem finde ich die „GARGYOLES“-Thematik faszinierend,
was auch der Grund war, wieso ich den „PROFESSOR ZAMORRA“-Roman „DER STEINERNE
SCHRECKEN“ von ALFRED BEKKER gelesen habe.
Doch dies hätte ich lieber sein lassen sollen, denn schon
zu Beginn kamen beim Lesen des Horror-Romans einige störende Elemente zum
Vorschein, die bei mir einiges Kopfschütteln hervorriefen.
Eines dieser störenden Elemente war der Einsatzkoffer. Ich
wusste gar nicht, dass Professor Zamorra und Nicole Duval bei ihren Einsätzen einen
Einsatzkoffer mit sich führen, in dem sich unter anderem Kreide, Gemmen,
Silberdolche, Phiolen mit diversen Flüssigkeiten, etc. befinden.
Diesen Einsatzkoffer fand ich insgesamt etwas
befremdlich, zumal mich dieser doch zu sehr an die Serie „GEISTERJÄGER JOHN SINCLAIR“
erinnerte. So kam bei mir der Verdacht auf, dass es sich bei dem Roman „DER
STEINERNE SCHRECKEN“ eventuell um einen ungeschriebenen „JOHN SINCLAIR“-Roman
gehandelt hat, der durch die Neuausrichtung der Serie dort nicht mehr
veröffentlicht werden konnte.
Das zweite störende Element war Nicole Duvals Einsatz
eines E-Blasters gegen den Gargoyle im Innern der Kathedrale Note-Dame, was ebenfalls
sehr befremdlich wirkte, denn ich dachte bei diesen Szenen, dass mich in einen
SF-Roman befände.
Da ich die neueren Romane der Serie „PROFESSOR ZAMORRA“
nicht kenne, fragte ich mich beim Lesen natürlich, ob dies alles tatsächlich
zur Standardausrüstung der beiden Dämonenjäger gehört oder ob sich dies der
Autor ALFRED BEKKER für seinen Roman nur
ausgedacht hat.
Das dritte störende Element des Romans „DER STEINERNE
SCHRECKEN“, ist dessen dünne und völlig absurde Handlung, die in keiner Weise
stimmig wirkte. Zudem hatte ich beim Lesen des Romans auch immer wieder das
Gefühl, mich in eine Art Horror-Parodie zu befinden.
Und trotz diverser Action- und Kampfszenen kam bei mir schon
im ersten Drittel des „PROFESSOR ZAMORRA“-Abenteuers extreme Langeweile beim
Lesen auf, so dass ich im Hinterkopf immer wieder den Drang verspürte, den
Roman beiseite zu legen und nicht weiter zu lesen. Was ich letztendlich dann auch getan habe…
© by Ingo Löchel

1 Kommentar:
Die Blaster hat Giesa damals eingeführt. In manchen Romanen passte deren Einsatz, in anderen eher nicht...
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