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Dienstag, 2. Juni 2026

Liliths Meisterplan (Teil 3)

John Sinclair 2499

Liliths Meisterplan (Teil 3)

von Ian Rolf Hill (Florian Hilleberg)

John Sinclair schließt bereits mit dem Leben seiner Freundin Jane Collins ab, doch da Lilith ihren Körper kurzzeitig übernimmt, gelingt es Xorron nicht, sie zu töten.

Als Samael sich dann gegen Lilith wendet, greift er diesen an, worauf John sein Kreuz aktiviert und in einer Zeitblase des Garten Eden landet, wo er auf eine noch menschliche Lilith trifft.

Bei der Ausgrabung verhindern die Hexen, dass Raniel seinen Sohn tötet, worauf Bill den wieder unter dämonischen Einfluss stehenden Engel ausschaltet. 

Da beginnt das Rad der Zeit sich zu drehen, und Bill, Suko und die anderen landen ebenfalls in der Zeitblase des Garten Eden.

Dort taucht plötzlich die menschliche Lilith auf und erklärt den Anwesenden, wo sie sich befinden und dass sie sich durch die Zeitblase und mithilfe des Rades und des von ihr manipulierten Kreuzes wieder in ihren Urzustand versetzen konnte, was bereits ihr Plan war, seit Luzifer sie zur Mutter der Dämonen machte.

Sinclair und Jane fliehen derweil vor dem riesigen Kraken, der sich von Lilith abgespalten hat und erreichen ebenfalls den Ort, an dem sich Lilith und die anderen befinden. Als auch Asmodis und Pandora hier eintreffen, überschlagen sich die Ereignisse, in deren Verlauf das Rad der Zeit vernichtet wird und das Kreuz die für die Formel benötigten Zeichen verliert.

Myxin und Cruciata kämpfen derweil gegen Blague, der den Eisernen Engel, dessen Geist sich in der Schlucht der Stummen Götter befindet, übernommen hat. Als sie zu unterliegen drohen, erscheint Medusa und verwandelt den Körper des Eisernen in eine Statue, die in das Land der Legenden versetzt wird.

In Eden nimmt der bereits durch das von Lilith  aufgenommene Böse erstarkte Asmodis auch das Böse von Pandora auf, worauf diese wieder zu Eva wird und zusammen mit der menschlichen Lilith stirbt und in den Himmel fährt, während Asmodis nun mächtiger ist, als je zuvor.

Am Ende stellt sich noch heraus, dass der Spuk nicht von Acron besiegt, sondern nur sein Körper vernichtet wurde. Nach dem Ende Pandoras übernimmt er wieder das Schattenreich. Samael taucht dort auf und schlägt ihm einen Pakt vor, den er aber ablehnt.

  • Erschienen: 30. Mai 2026

Das war es nun also, das große Finale. Und auch wenn sich die Ereignisse hier mehrfach überschlagen und es eine Menge für den Verlauf der Serie wichtiger Umwälzungen und Änderungen gibt, so werden diese Ereignisse und Änderungen nicht jedem Leser gefallen.

Dass einem hier spätestens im letzten Drittel der Kopf raucht, liegt aber nicht allein an der Fülle der Ereignisse, sondern auch und vor allem an dem komplexen Hintergrund, bei dem es um die Entstehung Liliths in Verbindung mit Luzifer geht, wobei hier sogar noch Zeus ins Spiel gebracht wird.

Am Ende stellt sich heraus, dass es Lilith und Pandora immer nur darum ging, sich wieder in ihren Urzustand zu versetzen, weshalb man hier nun schlucken muss, dass alles, was diese beiden Figuren in der Serie angerichtet haben sozusagen nur Kollateralschäden auf dem langen Weg zu diesem Ziel waren.

Eine nicht nur unglaubwürdige, sondern ganz offensichtlich im Nachhinein konstruierte Geschichte, die Hill dem Leser hier serviert, zumal man sich fragen muss, warum Lilith diesen “Meisterplan” erst jetzt in die Tat umsetzt, sie hätte das Rad der Zeit doch jederzeit an sich nehmen und die Zeitblase entstehen lassen können, zumal das Kreuz ja bereits manipuliert war.

Abgesehen von Pandoras und Liliths Ende (wobei nicht erklärt wird, warum auch sie nach Pandoras Tod plötzlich stirbt) hat sich unterm Strich dann sogar weniger getan, als man angesichts eines großen Finales vermutet oder erwartet hätte.

Da wäre einmal die Rückkehr des Spuks, dann die Machtzunahme eines Asmodis, die nach Luzifers Vernichtung nicht groß überrascht, und natürlich die Tatsache, dass John sein Kreuz aufgrund der fehlenden Zeichen nicht mehr aktivieren und nur noch wie in alten Zeiten die Erzengel rufen kann.

Auch wenn man dem Autor für diese Idee schon fast dankbar sein müsste, so kann dieses “große” Finale doch nur im Ansatz überzeugen.

Was die Lösung des Themenkomplexes um Lilith und Pandora betrifft, kann man zwar einerseits sagen, dass damit wohl niemand gerechnet haben dürfte. Andererseits kann man aufgrund der arg konstruierten Lösung nur den Kopf schütteln und sich letztlich nur freuen, dass es vorbei ist.

Noch nicht vorbei ist hingegen das Warten auf den Band 2500, in dem es zu weiteren großen Ereignissen und Veränderungen kommen soll. Da bleiben dem Leser nun also nur sieben Tage, um die hier geschilderten Ereignisse zu verdauen und Luft zu holen, bevor der Autor zum nächsten “großen” Schlag ausholt.

© by Ingo Löchel

1 Kommentar:

Stefan Robijn hat gesagt…

Ich hätte noch erwähnen können bzw müssen, dass Samael am Ende das "Buch der grausamen Träume" an sich nimmt...