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Dienstag, 23. Juni 2026

Der Hexer von Salem: Die Wiederkehr (Teil 3)

Gespenster-Krimi 201

Der Hexer von Salem

Die Wiederkehr (Teil 3)

von Wolfgang Hohlbein

Im U-Bahn-Netz unter London scheint auf geheimnisvolle Weise einer der Tunnel geflutet worden zu sein, so dass dort die Fahrgäste der Tube-Wagons ertrunken sind. 

Doch auch hier lebt noch etwas, doch ist dies sicherlich niemals ein Mensch gewesen.

Craven und Gladys werden indessen vom stellvertretenden Commissioner Cohen  zum Krankenhaus am Hafen in London gebracht.

Denn dort treffen sie nicht nur den Kuartor des Museum, Professor Holding wieder, sondern dort befindet sich auch die fehlende Besatzung der gesunkenen Sqiud samt den Wissenschaftlern.

Aber auch die alte Nonne Gertrud befindet sich dort und scheint ein besonderes Interesse an Gladys zu haben. Als dann aber die ersten Besatzungsmitglieder der Sqiud erwachen und Gladys sehen, fangen sie panisch an zu schreien.

Navy-Kapitän Ogilvy ignoriert indessen weiter die Order der Admiralität und fährt mit seinem Kanonenboot die Themse hoch, wobei er im Schlepptau das Unterseeboot Nautilus des sagenumworbenen Käpitän Nemo hat. Und dabei versenkt er durch eine Kollision auch gleich skrupellos eine kleine Segeljacht.

Indessen gerät Commissioner Cohen schon bei dem stellvertretenden Bürgermeister von London, Montgomery Baker in Zugzwang, da er bei den ganzen Vorkommnissen immer noch nichts vorzuweisen hat und offenbar weiterhin auf der Stelle tritt.

An anderer Stelle möchte Gladys, die eh einen Großteil des Tages in der Badewanne von Robert Craven verbringt, einmal ein Hallenbad besuchen. Doch da erhält Craven bekleidet keinen Zutritt und Gladys schreckt kurz vor dem Schwimmbecken zurück, wegen dem Chlor im Wasser.

Denn genau dieses Chlor, welches hier zu Reinhaltung des Wassers dient, hält sie für so gefährlich wie Säure und verlässt das Bad umgehend wieder.

Der Bademeister Marc Carson überlebt indessen nur kurz darauf einen Angriff eines Krötenwesens, welches im Kampf ins Wasser stürzt und durch das Chlor wie von einer aggressiven Säure zerfressen wird.

Indessen scheinen Howard Lovecraft und Rowlf Gladys immer mal wieder auf den Zahn fühlen zu wollen, während Craven offenbar bei ihr nicht mal in der Lage ist, Zwei und Zwei zusammenzuzählen. Doch Gladys gelingt es immer wieder durch einen Summton deren Gedanken in ihrem Sinne zu manipulieren.

Als dann auch noch die Nonne Gertrud vor der Tür von Craven auftaucht, überschlagen sich die Ereignisse. Denn es taucht danach nicht nur wieder ein Krötenwesen auf, auch eine Seejungfrau greift ein, um Gertrud vor der Kreatur zu retten. Doch dann stirbt Gertrud an einem Herzstillstand.

Doch als wäre dies nicht schon genug, erwacht die Tote plötzlich vor den Augen von Cohen, Craven und Gladys wieder, kurz bevor es dem Mediziner gelingt, bei ihr eine Obduktion vorzunehmen.

  • Roman Veröffentlichung: 20. Juni 2026
  • Autor: Wolfgang Hohlbein
  • Der Hexer
  • Ein Doppelroman (Buch 3 & 4 von 4)
  • Doppelter Umfang: 128 Seiten
  • Titel Buch 3: Für die Neun

„Nicht nur Holdings Sohn, sondern auch noch etliche weitere Überlebende der Squid hatten urplötzlich die Augen aufgeschlagen und zu schreien begonnen, kaum dass die Gladys ansichtig wurden.“ (Gespenster-Krimi/Band 201, Buch 3, "Für die Neun"/Seite 20)

Während (aus welchen Gründen und woher auch immer) die Besatzung der gesunkenen „Squid“ im Krankenhaus wieder auftaucht und gemeinsam in einem seltsamen Schlaf liegen, Taucht an allen möglichen Ecken und Enden immer mal wieder eines der Krötenwesen auf.

Wo man die Besatzungsmitglieder gefunden hatte, ist in der Handlung dem Autor Wolfgang Hohlbein allerdings keine Zeile wert. Und das Auftauchen dieser Krötenwesen soll meist am Ende eines Kapitels eher wohl die Spannung mal wieder schnell anheizen. Nur langweilt dieses plötzliche Auftauchen zur kurzzeitigen Steigerung der Spannung langsam eher schon.

Und so nebenbei scheint auch Gladys (welche mit Sicherheit eine weitere Seejungfrau ist), durch einfaches summen die Gedanken der Mitmenschen manipulieren zu können, was dann auch dem Autor hilft, ordentlich Seiten abzuliefern, ohne die Handlung dabei mal voranzubringen. Denn genau die dreht sich ordentlich weiter im Kreis und nervt beim lesen so eigentlich immer mehr.

Von daher bin ich mir sicher, dass wenn man diesen vierteiligen Roman locker um ganze zwei Romane gekürzt hätte, man sicherlich eine konzentriertere und spannendere Handlung erhalten hätte.

Unter dem Strich bringt der erste Roman des zweiten Doppelbandes mit dem Titel „FÜR DIE NEUN“ daher dem Leser keinen wirklichen Mehrwert.

Sicherlich, Wolfgang Hohlbein weiß, wie man eine gewisse Grundspannung auf niedrigem Niveau aufrechterhält. Doch das reicht schlicht nicht aus um mich als Leser hier gespannt bei der Stange zu halten.

Denn die Handlung dreht sich im Kreis um möglichst viele Seiten mit Handlung und Dialogen zu füllen, welche die Geschichte selbst aber nicht weiter bringen. Viel eher drückt diese Vorgehensweise des Autors sogar eher die Spannung massiv nach unten.

Ich bin da ehrlich, denn sehr oft juckte es mich schon wieder in diesem dritten Teil, einfach ganze Passagen beim Lesen zu überspringen, weil sie schlicht die Handlung nicht weiter bringen und das Spannungsniveau merklich sogar nach unten drückten.

Genau genommen hat die Reihe „GESPENSTER-KRIMI“ weit bessere frische Autorinnen und Autoren, die einen besseren Doppelband mit der Nummer 200 hätten füllen können.

Mit der Rückkehr des HEXERs von Wolfgang Hohlbein in gleich zwei Doppelbänden hat sich der Bastei Verlag für meinen Begriff jedenfalls keinen Gefallen getan. Aber schauen wir mal, wie der Autor die Handlung im vierten Teil endlich aufzulösen gedenkt.

 © by Konrad Wolfram

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