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Freitag, 22. Mai 2026

Bluternte

Das Haus Zamis 146

Bluternte

von Logan Dee (Uwe Voehl)

Der dämonische Geschäftsmann Samih Youssef spuckt Gift und Galle wegen dem Vertrag über das „Cafe Zamis“, welches er mit Coco abgeschlossen hatte. 

Denn dieser Vertrag ändert sich laufend und Samih ist längst zum Sklaven des Cafes degradiert worden.

Zwar interessiert dies Hieronimus Toth eher wenig, doch hier besteht vielleicht eine Möglichkeit, Coco Zamis vernichtend zu schlagen ohne selbst einen Finger zu rühren.

Also heuert Toth hierzu den dämonischen Killer Charles Axman und seine Rocker-Gang aus Hamburg an.

 Doch wo ist Coco? Denn seit sie Wien verlassen hatte, verliert sich ihre Spur auch für Toth völlig. Aber Axman nimmt den Auftrag von Samih Youssef, Coco zu beseitigen mit, einem Blutvertrag an. Und er scheint auch Mittel und Wege zu haben, Coco doch noch auf die Spur zu kommen.

 Coco und Alessandro befinden sich indessen an der Cote d'Azur, wo sie erst einmal alleine auf ein leerstehendes, aber irgendwie magisch aufgeladenes Lokal mit dem seltsamen Namen "Le debut de tout" stößt, was so viel wie "Der Anfang von allem ..." heißt.

Als sie dann von einem Fremden angesprochen wird, bittet dieser sie am folgenden Tag hier wieder zu erscheinen, sollte sie weiterhin ein Interesse an dem Lokal haben.

Als Coco am nächsten Tag mit Allessandro wieder vor dem Laden auftaucht, ist es Alessandro, der nun von diesem Geschäft Feuer und Flamme ist, auch wenn der entsprechende dämonische Notar und Makler alles andere als vertrauenswürdig scheint.

In Wien trifft indessen Axman und seine Bande von Rockern ein und bringen gleich Lydia Zamis in ihre Gewalt, um durch sie den Aufenthaltsort von Coco zu erfahren. Und Lydia verrät diesen auch aufgrund der brutalen Folterung.

Während die Rocker deshalb weiter ziehen, um Coco Zamis zu töten, berichtet Lydia ihrem Vater Michael Zamis dieses Vorkommnis. Und der macht sich sogleich auf nach Hieronymus Toth und setzt diesen unter Druck, um zu erfahren, wer denn der Auftraggeber hinter Axman ist. Und Toth sieht keine andere Möglichkeit als Samih Youssef zu verraten.

An der Cote d'Azur überschlagen sich ebenfalls die Ereignisse. Denn das Lokal hat eine finstere und sehr dämonische Vergangenheit, die nun Alessandro völlig in eine geistige Abhängigkeit zwingt.

Nun können vielleicht nur noch die Hintergründe eine mögliche Rettung für Alessandro offen halten, weshalb Coco sich die ganze Geschichte um das Lokal und dessen damaligen Besitzer Jean-Paul Margerie von der Hexe Madame Herbette erzählen lässt.

Aber als Coco Alessandro retten will, tauchen auch Axman und seine Rocker im nahen Ort auf.

Doch während Coco einen schier aussichtslosen Kampf gegen die dunklen Mächte im Lokal und für die Rettung ihres Geliebten führt, ist es Michael Zamis, der in Wien Samih Youssef tötet, woraufhin der Blutvertrag mit Axman erlischt und zumindest dieser mit seiner Bande wieder abrückt. Doch gibt es für Alessandro noch Rettung?

  • Veröffentlichung: Am 16. Mai 2026
  • Autor: Logan Dee (Uwe Voehl)
  • Verlag: Bastei
„Wir waren nun zweifellos Geächtete, und es bedeutete auch, dass wir einen Teil unserer magischen Kräfte eingebüßt hatten. Das war ein Naturgesetz, gegen das es kein Mittel gab: Liebe schwächte unsere dämonische Seite.“ (Das Haus Zamis/Band 146, "Bluternte"/Seite 8)

Ich habe das Zitat dieses Mal mit Bedacht gewählt, weil bei Coco offensichtlich nur dann die Hexenkräfte überhaupt funktionieren, wenn der Autor sie eben gerade für den Verlauf der Handlung braucht.

Ich würde deshalb eher schlicht einmal behaupten, dieses sogenannte dämonische "Naturgesetz" war eine der inhaltlichen Fehlleistungen der gesamten Serie und wirkt schlicht nur unglaubwürdig.

Zwar kann der vorliegende Roman von Logan Dee nun wieder die eine oder andere interessante Idee vorweisen, die Handlung an sich bleibt aber eher in Sachen Spannung nur Mittelmaß mit einer Tendenz nach unten.

Dazu zählt auch, dass am Ende wieder die Neiddämonin Invidia auf der Matte steht, auf die man auch schon in den bisherigen Romanen locker hätte verzichten können. Ein spannender Gruselroman sieht jedenfalls anders aus.

Denn am Ende hätte es wohl auch den dämonischen Killer Axman und dessen Rocker-Gang nicht bedurft, welche hier offenbar vom Autor aus nur die Seiten füllen sollten um überhaupt bei der sehr dünnen Handlung auf die gewünschte Seitenanzahl zu gelangen.

Im Mittelteil wird dann weiter mit der Sammelbüchse für die Finanz-Kampagne gerasselt, damit der Zaubermond Verlag noch weitere Taschenbücher der Reihe schreiben und produzieren kann.

Aber mal ehrlich, wenn ein Verlag schon zu solchen Mitteln greifen muss (wohlgemerkt bei einer der zwei letzten Buchreihen), dann sollte man vielleicht erst einmal sehen, ob da bei der Finanzierung und den Produktionskosten vielleicht der Fehler liegt.

Oder liegen da schon seit längerem die Verkaufszahlen der Taschenbücher von „DAS HAUS ZAMIS“ gegenüber der Serie „DORIAN HUNTER“ bereits unter der roten Linie?

Nun ja, der vorliegende Roman dürfte da auch kein Gewinn für die Serie gewesen sein, was den Inhalt betraf. Und wo hier nun die romantische Liebe von Coco Zamis wieder zu den Akten gelegt wird, geht im nächsten Roman das Eifersuchtsdrama zwischen Michael und Thekla Zamis in die nächste Runde.

Mal ehrlich, soll dieses Niveau der Serie wirklich bis zur Einstellung der Reihe beim Bastei Verlag so weitergehen?

Zumindest hoffe ich mal,  dass der Autor Michael M. Thurner wenigstens ein wenig mehr versucht, den Anteil an gruseliger Atmosphäre und Spannung im nächsten Roman etwas mehr zu heben. Gebrauchen könnte es die Serie vielleicht ganz dringend.

© by Konrad Wolfram 

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