Das Haus Zamis 146
Bluternte
von Logan Dee
(Uwe Voehl)
Der dämonische Geschäftsmann Samih Youssef spuckt Gift und Galle wegen dem Vertrag über das „Cafe Zamis“, welches er mit Coco abgeschlossen hatte.
Denn dieser
Vertrag ändert sich laufend und Samih ist längst zum Sklaven des Cafes
degradiert worden.
Zwar interessiert dies Hieronimus Toth eher wenig, doch hier besteht vielleicht eine Möglichkeit, Coco Zamis vernichtend zu schlagen ohne selbst einen Finger zu rühren.
Also heuert Toth hierzu den dämonischen Killer Charles Axman und seine Rocker-Gang aus Hamburg an.
Doch wo ist Coco? Denn seit sie Wien verlassen hatte, verliert sich ihre Spur auch für Toth völlig. Aber Axman nimmt den Auftrag von Samih Youssef, Coco zu beseitigen mit, einem Blutvertrag an. Und er scheint auch Mittel und Wege zu haben, Coco doch noch auf die Spur zu kommen.
Coco
und Alessandro befinden sich indessen an der Cote d'Azur, wo sie erst einmal
alleine auf ein leerstehendes, aber irgendwie magisch aufgeladenes Lokal mit
dem seltsamen Namen "Le debut de tout" stößt, was so viel wie
"Der Anfang von allem ..." heißt.
Als
sie dann von einem Fremden angesprochen wird, bittet dieser sie am folgenden
Tag hier wieder zu erscheinen, sollte sie weiterhin ein Interesse an dem Lokal
haben.
Als
Coco am nächsten Tag mit Allessandro wieder vor dem Laden auftaucht, ist es
Alessandro, der nun von diesem Geschäft Feuer und Flamme ist, auch wenn der
entsprechende dämonische Notar und Makler alles andere als vertrauenswürdig
scheint.
In
Wien trifft indessen Axman und seine Bande von Rockern ein und bringen gleich
Lydia Zamis in ihre Gewalt, um durch sie den Aufenthaltsort von Coco zu
erfahren. Und Lydia verrät diesen auch aufgrund der brutalen Folterung.
Während
die Rocker deshalb weiter ziehen, um Coco Zamis zu töten, berichtet Lydia ihrem
Vater Michael Zamis dieses Vorkommnis. Und der macht sich sogleich auf nach
Hieronymus Toth und setzt diesen unter Druck, um zu erfahren, wer denn der
Auftraggeber hinter Axman ist. Und Toth sieht keine andere Möglichkeit als
Samih Youssef zu verraten.
An
der Cote d'Azur überschlagen sich ebenfalls die Ereignisse. Denn das Lokal hat
eine finstere und sehr dämonische Vergangenheit, die nun Alessandro völlig in
eine geistige Abhängigkeit zwingt.
Nun
können vielleicht nur noch die Hintergründe eine mögliche Rettung für Alessandro
offen halten, weshalb Coco sich die ganze Geschichte um das Lokal und dessen
damaligen Besitzer Jean-Paul Margerie von der Hexe Madame Herbette erzählen
lässt.
Aber
als Coco Alessandro retten will, tauchen auch Axman und seine Rocker im nahen
Ort auf.
Doch
während Coco einen schier aussichtslosen Kampf gegen die dunklen Mächte im
Lokal und für die Rettung ihres Geliebten führt, ist es Michael Zamis, der in
Wien Samih Youssef tötet, woraufhin der Blutvertrag mit Axman erlischt und
zumindest dieser mit seiner Bande wieder abrückt. Doch gibt es für Alessandro
noch Rettung?
- Veröffentlichung: Am 16. Mai 2026
- Autor: Logan Dee (Uwe Voehl)
-
Verlag:
Bastei
„Wir waren nun zweifellos Geächtete, und es bedeutete auch, dass wir einen Teil unserer magischen Kräfte eingebüßt hatten. Das war ein Naturgesetz, gegen das es kein Mittel gab: Liebe schwächte unsere dämonische Seite.“ (Das Haus Zamis/Band 146, "Bluternte"/Seite 8)
Ich habe das Zitat dieses Mal mit Bedacht gewählt, weil
bei Coco offensichtlich nur dann die Hexenkräfte überhaupt funktionieren, wenn
der Autor sie eben gerade für den Verlauf der Handlung braucht.
Ich würde deshalb eher schlicht einmal behaupten, dieses sogenannte
dämonische "Naturgesetz" war eine der inhaltlichen Fehlleistungen der
gesamten Serie und wirkt schlicht nur unglaubwürdig.
Zwar kann der vorliegende Roman von Logan Dee nun wieder
die eine oder andere interessante Idee vorweisen, die Handlung an sich bleibt
aber eher in Sachen Spannung nur Mittelmaß mit einer Tendenz nach unten.
Dazu zählt auch, dass am Ende wieder die Neiddämonin
Invidia auf der Matte steht, auf die man auch schon in den bisherigen Romanen
locker hätte verzichten können. Ein spannender Gruselroman sieht jedenfalls
anders aus.
Denn am Ende hätte es wohl auch den dämonischen Killer
Axman und dessen Rocker-Gang nicht bedurft, welche hier offenbar vom Autor aus
nur die Seiten füllen sollten um überhaupt bei der sehr dünnen Handlung auf die
gewünschte Seitenanzahl zu gelangen.
Im Mittelteil wird dann weiter mit der Sammelbüchse für
die Finanz-Kampagne gerasselt, damit der Zaubermond Verlag noch weitere
Taschenbücher der Reihe schreiben und produzieren kann.
Aber mal ehrlich, wenn ein Verlag schon zu solchen
Mitteln greifen muss (wohlgemerkt bei einer der zwei letzten Buchreihen), dann
sollte man vielleicht erst einmal sehen, ob da bei der Finanzierung und den
Produktionskosten vielleicht der Fehler liegt.
Oder liegen da schon seit längerem die Verkaufszahlen der
Taschenbücher von „DAS HAUS ZAMIS“ gegenüber der Serie „DORIAN HUNTER“ bereits
unter der roten Linie?
Nun ja, der vorliegende Roman dürfte da auch kein Gewinn
für die Serie gewesen sein, was den Inhalt betraf. Und wo hier nun die
romantische Liebe von Coco Zamis wieder zu den Akten gelegt wird, geht im
nächsten Roman das Eifersuchtsdrama zwischen Michael und Thekla Zamis in die
nächste Runde.
Mal ehrlich, soll dieses Niveau der Serie wirklich bis
zur Einstellung der Reihe beim Bastei Verlag so weitergehen?
Zumindest hoffe ich mal, dass der Autor Michael M. Thurner wenigstens
ein wenig mehr versucht, den Anteil an gruseliger Atmosphäre und Spannung im
nächsten Roman etwas mehr zu heben. Gebrauchen könnte es die Serie vielleicht
ganz dringend.
© by Konrad Wolfram

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