Tauchstation
von Robert R. McCammon
Seit er vor sieben Jahren seine Familie bei einem
tragischen Unfall verlor, lebt der ehemalige Bank-Hai David Moore zurückgezogen
auf der kleinen Karibik-Insel Coquina, wo er ein Hotel – das „Indigo Inn“ –
führt.
In seiner Freizeit unternimmt er Tauchfahrten in die
Gewässer um die Insel, die reich an Schiffswracks aus vielen Jahrhunderten
sind.
Als Moore ein paar Andenken aus einem im Zweiten
Weltkrieg versenkten Frachter bergen will, entdeckt als er etwas
Überraschendes.
Im Sand steckt nicht nur U-198, ein deutsches U-Boot aus dem Zweiten Weltkrieg...
... sondern auch eine Wasserbombe, deren verspätete Detonation
Moore beinahe ins Jenseits und das U-Boot an die Oberfläche befördert, das von der Strömung in den Hafen von Coquina getrieben
wird.
Die kleine Schar der Inselbürger ist teils fasziniert,
teils entsetzt. Die Jüngeren vermuten Schätze in dem fest verschlossenen Wrack.
Doch die Älteren erinnern sich noch sehr gut an ein sorgfältig verschwiegenes Drama, das sich im Jahr 1942 auf offener See, aber in Sichtweite der Karibik-Insel Coquina ereignet hat…
- Erschienen im Jahr 1990
- Originaltitel: The Night Boat (1980)
- Knaur Verlag
Nazis und deren Hinterlassenschaften scheinen immer wieder
für eine Geschichte gut zu sein, was
auch auf den Horror-Roman „TAUCHSTATION“ des Autors ROBERT R. McCAMMON
zutrifft.
Denn in „TAUCHSTATION“ werden die Bewohner der Karibik-Insel
Coquina mit der Besatzung eines deutschen U-Boot aus dem Zweiten Weltkrieg,
konfrontiert, die ein Voodoo-Fluch in Zombies verwandelt hat.
Und die wollen sich
nach der Bergung ihres Gefährts für ihr untotes Dasein rächen und fallen
über die Bewohner der Insel her, nachdem es ihnen gelungen ist, aus dem U-Boot
zu gelangen.
Zwar gelingt dem Autor ROBERT R. McCAMMON ein kontinuierlicher Spannungsaufbau, doch die vorhersehbare Handlung des Romans „TAUCHSTATION“ kränkelt an zu vielen langatmigen Stellen, die beim Lesen überwunden werden müssen, sowie an der klischeehafte Geschichte mit dem Nazi-Kapitän Korrin und seiner untoten Besatzung.
Erst gegen Ende zieht der Roman dann noch einmal an, wenn
es zum finalen Kampf mit den Zombies kommt.
© by Ingo Löchel

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